Besonders Nirvana überrascht...

10 wahre Storys hinter berühmten Songs

Foto: Ina Germer

Hinter jedem Song gibt es eine Geschichte. Wahrscheinlich auch hinter den modernen zweiminütigen Songs, die mittlerweile manchmal nicht mehr als 10 Wörter umfassen. Zumindest hoffen wir es ganz stark. Dabei kann vieles als Inspirationsquelle dienen. Der Schmerz eines zerbrochenen Herzens, ein kluges Gespräch mit Menschen, die einem nahestehen, ein Zitat aus einem inspirierenden Buch oder die politischen/ geschichtlichen Ereignisse auf der Erde. Wir haben nach den wahren Storys hinter sehr erfolgreichen Songs gesucht und waren überrascht, welche banalen, lustigen und persönlichen Ereignisse zum Welthit verholfen haben.

‚I Will Always Love You‘ von Dolly Parton (1974)

Es wird einige überraschen, aber in Dolly Partons Song „I Will Always Love You“ geht es nicht um eine romantische Beziehung, wie der Titel vielleicht vermuten ließe. Vielmehr handelt der Song von einer beruflichen Trennung mit ihrem Mentor, Produzenten und Duettpartner Porter Wagoner.
Dieser entdeckte Parton im Jahr 1967 und bot ihr eine feste Rolle in seiner Fernsehsendung „The Porter Wagoner Show“ an. Zusammen wurden sie erfolgreich und stürmten regelrecht die Musikcharts, doch Parton sah sich als erfolgreiche Solokünstlerin und träumte von der großen Musikkarriere, mit oder ohne Wagoner. Da er sie nicht gehen und sie somit nicht ihren Traum leben lassen wollte, entschied sich Parton ihrem Kollegen auf musikalischem Wege Tschüss zu sagen.

Größere Bekanntheit erlangte der Song 1992 durch Whitney Houston’s Coverversion aus dem Soundtrack des Films „Bodyguard“

‚We Will Rock You‘ von Queen (1977)

Dieser Megahit mit Wiedererkennungswert wurde nach einem Konzert der Band im Jahr 1977 geschrieben. Die Idee für den Weltfihit lieferte das Publikum. Brian May erklärte in einem Interview, dass es eine Phase gegeben haben soll, als das Publikum ein größerer Teil der Show wurde als die Band selbst und so dachten sich May und Freddy Mercury, es sei ein großartiges Experiment einen Song über die Beteiligung des Publikums zu schreiben. Ein ziemlich gelungenes Experiment, würden wir mal behaupten.

‚Sweet Child o‘ Mine‘ von Guns N‘ Roses (1987)

Viele werden es vielleicht nicht glauben, doch der Song, der zu einem der größten Songs aller Zeiten zählt, begann mit einem Scherz. Während einer Jamsession begannen der Gitarrist und der Schlagzeuger der Band sich für den Auftritt aufzuwärmen und spielten dabei eine Zirkusmelodie. Als der Leadsänger Axl Rose die Melodie hörte, gefiel sie ihm sofort und es wurde ein ganzer Song mit Akkorden und Text drauß. Well done…

‚Hello‘ von Adele (2015)

Adele erklärte einst in einem Interview, dass die Story hinter ihrem supererfolgreichen Song „Hello“ von einer Wiedervereinigung handeln würde. Es ginge darum, sich mit allen Menschen und sich selbst zu verbinden. Auf diese Weise verarbeitete die Sängerin ihre Schuldgefühle, wie sie einst zugab, denn um ein Album aufzunehmen musste sie viel verreisen und war lange Zeit von ihrem Kind getrennt. Mit dem Song hatte sie die Chance darüber hinwegzukommen und ein Hallo in die Welt rauszuschicken.

‚I Walk The Line‘ von Johnny Cash (1957)

Der Text zu einem der kultigsten Country-Songs aller Zeiten wurde von Johnny Cash als Treueerklärung an seine erste Frau Vivian geschrieben. „Es war eine Art Aufforderung an mich selbst: ‚Spiel es ehrlich, Johnny'“, soll Cash gesagt haben.

‚Don’t Stop Believin‘ von Journey (1981)

‚Don’t Stop Believing‘ ist der meistverkaufte digitale Track des gesamten 20.Jahrhunderts.
Einer der größten Rockhits aller Zeiten wurde durch ein Gespräch zwischen dem Keyboarder Jonathan Cain und dessen Vater inspiriert, kurze Zeit nach Cains Umzug nach LA, wo er auf den Durchbruch hoffte. Bei diesem Gespräch soll Cain seinen Vater um dessen ehrliche Meinung gebeten haben, ob er lieber zurück nach Hause kommen und seine Träume verwerfen sollte, woraufhin sein Vater verneinte und ihn überredete bei seiner Sache zu bleiben und fest daran zu glauben, dass er es schafft. Sein Vater sollte rechtbehalten.

‚When Doves Cry‘ von Prince (1984)

Der Grund für die Entstehung dieses weltbekannten Hits war wohl eine Frau – Susan Moonsie, Bandmember von Apollonia 6 und handelt von steinigen Beziehungen. Der Text des Songs lautet: „How can you just leave me standing / Alone in a world that’s so cold?“, was auf die problematische Beziehung zwischen den beiden Künstlern hindeuten sollte. Doch auch eine weitere intime Wahrheit versteckt sich in den Zeilen: „Vielleicht bin ich einfach zu anspruchsvoll/ Vielleicht bin ich genau wie mein Vater, zu frech / Vielleicht bist du genau wie meine Mutter / Sie ist nie zufrieden / Warum schreien wir uns an? / So hört es sich an / Wenn Tauben weinen“. Diese Zeilen handeln vom gewalttätigen Vater, der Prince nie werden wollte. Das weinen der Tauben symbolisiert damit die zerstrittenen, unzufriedenen Liebespartner nach einer langen Zeit des Verliebtseins.

‚Baba O’Riley‘ von The who (1971)

Dieser Song, der manchmal auch „Teenage Wasteland“ genannt wird, wurde von Woodstock inspiriert. Der Song soll wohl ganz gut wiedergeben, wie verzweifelt die Teenager in Woodstock waren und zwei Dutzend der vielen LSD-konsumierenden Teilnehmer durch die Droge einen Hirnschaden erlitten. Die Ironie war, dass einige Zuhörer den Song als Teenager-Feier auffassten: ‚Teenage Wasteland, yes! We’re all wasted!‘

‚Smells Like Teen Spirit‘ von Nirvana (1991)

Die Inspiration hinter dem Nirvana-Song „Smells Like Teen Spirit“ ist eigentlich ein…Deo.
Ja ihr habt richtig gehört, ein Deodorant.
Angeblich sprühte eine Bekannte von Cobain „Kurt smells like Teen Spirit“ an seine Wand, was sich darauf bezog, dass er nach dem Deo seiner damaligen Freundin Tobi Vail roch, das „Teen Spirit“ hieß. Cobain gefiel der recht revolutionäre und seiner Meinung nach sehr tiefsinnige Spruch und er beschloss einen Song daraus zu machen, der an die Jugend gerichtet sein sollte und noch immer als Hymne für viele der Generation X gilt, weil er darin die Ängste und Sorgen der Jugend in dieser Zeit anspricht, die von Außenstehenden meist nur als zynisch und apathisch abgestempelt wurden.

‚I Shot The Sheriff‘ von Bob Marley (1975)

Wer kennt nicht Bob Marleys Song „I Shot The Sheriff“?! Dieser toppte 1975 weltweit die Charts und wurde schnell zu einer Hymne gegen Ungerechtigkeit und Korruption. Zwar bestätigte Marley selbst, dass der „Sheriff“ eine Metapher für die „Elemente der Bosheit“ war, doch Jahre später, 2011, wurde herausgefunden, dass es auch eine tiefere Ebene gab, eine persönliche, über die er niemals öffentlich sprach. Esther Anderson, eine ehemalige Freundin von Marley erzählte, der Song basierte auf einer Meinungsverschiedenheit über das Thema Geburtenkontrolle, gegen die sich Marley aussprach. „Every time I plant a seed/He said kill it before it grow.“

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