Belohnt werden mit Vielseitigkeit und wunderschönem Klang

Tuba lernen – es lohnt sich

Foto: Shutterstock von Nach-Noth

Die Tuba zählt zu den Instrumenten, die oftmals für Bewunderung und Faszination sorgen. Immerhin ist sie nicht nur das tiefste Blechblasinstrument im Orchester, sondern schafft die Synergie aus Rhythmus- und eigenständigem Melodieinstrument. Alles machbar, was du dir musikalisch wünscht. Wenn du Tuba lernen möchtest, können wir dich nur beglückwünschen. Hier ein paar Tipps:

Check it: Tuba lernen und den filigranen Koloss beherrschen

  • Der klangliche Blechblashammer schlechthin
  • Ab wann es losgehen kann
  • Wie schwierig es ist, Tuba zu lernen
  • Ausführliches Warmup und Basics trainieren
  • Ganzheitliches Training und Lernen vornehmen
  • Nicht verzweifeln, es gibt immer eine Lösung

Deine Entscheidung steht: Du möchtest Tuba lernen

Du bist von den tiefen Tönen fasziniert und möchtest Tuba lernen. Herzlichen Glückwunsch; vor dir liegt ein weites musikalisches Spektrum unterschiedlichster Stilrichtungen, auf dem du dich reichlich austuben kannst. Sorry, es muss natürlich „austoben“ heißen. Aber diese wortwitzige Steilvorlage konnten wir nicht ungenutzt verstreichen lassen.

Auf diesem Instrument wirst du die unterschiedlichsten musikalischen Stilrichtungen von Klassik über Volks- und Tanzmusik, bis Pop und Jazz spielen können. Und wo auch immer du dich musikalisch gerade herumtreibst, wirst du etwas Besonderes und Außergewöhnliches sein. Die Tuba ist der klangliche Blechblashammer schlechthin.

So bitte nicht, du bist doch kein Frosch
Mit sichtlicher Freude das neue Hobby auf der Tuba entdecken Foto: Shutterstock von Monkey Business Images

Ab welchem Alter Kinder Tuba lernen können

Eltern und Kindern gleichermaßen stellt sich die Frage, ab welchem Alter man Tuba lernen kann. Pauschal beantworten lässt sich diese Frage nicht, allenfalls mit Gedanken, Anhaltspunkten und Richtwerten. Auf alle Fälle aber mit dem Hinweis, dass die Kids keinesfalls überfordert werden dürfen. Das Einstiegsalter hängt von der körperlichen und kognitiven Entwicklung gleichermaßen ab.

Immerhin ist die Tuba alles andere als ein Westentascheninstrument und verlangt somit nach ein wenig Kraft, um sie vernünftig und ohne Auswirkungen auf die Wirbelsäule und Co. zu halten. Zum Vergleich: Eine Blockflöte wiegt etwa 92 Gramm, eine Trompete durchschnittlich 1,2 kg, eine Bb-Tuba 10 kg und mehr. Inzwischen gibt es Instrumente in unterschiedlichen kindgerechten Größen ab einem Gewicht von etwa 7 kg und weniger. Unter der Voraussetzung, ihr nehmt ein Instrument mit für Kinder tauglichen Dimensionen, können Kids im Alter von ungefähr 7 Jahren loslegen.

Wie schwierig es ist, Tuba zu lernen

Die Tuba gilt bei manchen thematischen Laien als einfach zu erlernendes Instrument. Und bereits diese Einschätzung ist grundlegend verkehrt. Sicherlich kann man mit wenig Übung ein paar Töne aus dem Instrument hupen. Das allerdings hat mit Tuba lernen und einer vernünftigen Ausbildung am Instrument herzlich wenig zu tun. Auf der Tuba zu spielen, ist nicht einfacher als beispielsweise auf dem Saxofon, Cello oder der Trompete. Vielmehr geht es wie bei anderen anspruchsvollen Instrumenten – und zu denen gehört die Tuba unbedingt – darum, durch Einsatz des eigenen Körpers wohlklingende Töne zu erzielen.

Es ist noch kein Tubist über Nacht vom Himmel gefallen

Die besondere Herausforderung der Tuba liegt darin, dass die etwa vier Meter lange Luftsäule und die Dimensionen des Instrumentes beherrscht werden müssen. Hinzu kommt, dass die Tuba als rhythmisches Bassinstrument und ebenso als eigenständiges Melodieinstrument verwendet wird. Wir unterhalten uns demnach darüber, ein musikalisch vielseitiges Blasinstrument zu beherrschen. Hierzulande existieren außer den Musikschulen etliche Musikhochschulen, an den Tuba auch als Hauptfach unterrichtet wird. Ganz so einfach kann’s also nicht sein.

Fundiert ausgebildete Tubisten sind gefragte Musiker in verschiedenen Genres. Doch bleiben wir bislang beim Tuba-Spiel für den Normalgebrauch. Tuba lernen ist machbar; niemand sollte allerdings glauben, das gelänge ohne Einsatz über Nacht. Irgendwie ist es auch schwer verständlich, weshalb – abgesehen von den Extremen – ein Instrument schwieriger oder leichter zu erlernen sein sollte als das andere. Wir reden von Musik; und die ist bekanntlich grenzenlos. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Okay, lasst uns bisweilen auf dem Teppich bleiben.

Ein hochanspruchsvolles und beliebtes Instrument
Ein hochanspruchsvolles und beliebtes Instrument Foto: Shutterstock von 13_Phunkod

Strukturiert einem didaktischen Plan folgen und motiviert bleiben

Wenn du Tuba lernen möchtest, ist es immer ratsam, das Thema mit Struktur und didaktischem Plan anzugehen. Du solltest regelmäßige Übungszeiten festlegen, an die du dich auch wirklich hältst, um in den Lektionen kontinuierlich voranzukommen. Wie auch bei anderen Instrumenten sorgt das strukturierte Lernen für motivierende Erfolgserlebnisse. Du hast dich auf einen langen Weg begeben. Damit du nicht entnervt oder gelangweilt von diesem Weg abkommst, sind die kleinen Erfolge dringend wichtig. Sie halten deinen Spaß hoch, auch wenn’s mal schwieriger wird.

Vor dem Lernen und Üben ausführlich aufwärmen

Deine Übungssessions sollten mit einem ausführlichen Warmup beginnen. Lediglich einer der Gründe dafür ist, dass es dein Ziel ist, warme, runde und wohlklingende Töne zu spielen. Wenn du Tuba lernen möchtest, wirst du die angenehme Klangfarbe jedoch nicht entwickeln können, solange du selbst noch nicht aufgewärmt bist und dadurch automatisch Verkrampfungen und Blockaden entstünden. Nicht vergessen, wenn du Tuba lernen möchtest: Das eigentliche Instrument bist du selbst; die Tuba ist lediglich dein musikalisches Übertragungsmedium, dein Verstärker.

Trockenübungen nur mit dem Mundstück

Nimm zunächst einfach dein Mundstück, hole dir ein paar Referenztöne und spiele dir Töne per Mundstück mit entsprechender Lippenspannung und Lippenvibration. Wende nur so viel Kraft auf wie unbedingt nötig. Summe alle möglichen Töne, spiele komplette Oktaven rauf und runter und spüre langsam, wie deine Mundpartie und deine Atmung warm werden. Vielleicht sogar dein Herz. Allerdings wolltest du nicht Mundstück, sondern Tuba lernen.

Warmup auf dem Mundstück mit so wenig lippenschwingender Kraft wie nötig
Warmup auf dem Mundstück mit so wenig lippenschwingender Kraft wie nötig Foto: Shutterstock von ciud

Weiter mit Tonleitern und langgezogenen Tönen

Überredet, im nächsten Schritt kommt dein Instrument dazu. Du spielst nacheinander einige tiefe Töne, die du über einen gewissen Zeitraum hältst und dann wechselst. Je nachdem worauf du dich in deiner Einheit fokussierst, wirst du dich in der Aufwärmphase als nächstes entweder Tonleitern oder langgezogene Töne spielen.

Es gibt etliche weitere Übungen; mit denen du bereits beim Warmup einen gehörigen Schritt weiterkommst. Dein Instrument möchte warmgespielt werden; du auch. Erst, wenn du – deinen jeweiligen Möglichkeiten entsprechend – aufgewärmt bist, fährst du mit weiteren Lektionen fort. Das kann durchaus 10 konzentrierte Minuten oder länger dauern. Du wirst es merken.

Die Basics sind dein Schlüssel für alles Folgende

Sofern dir die weiteren Schritte nicht ohnehin von deinem Musiklehrer vorgegeben werden, solltest du dir selbst einen Plan machen. Tatsächlich ist es so, dass das eigentliche Spiel der Töne und Melodien auf der Tuba letztlich kein Hexenwerk ist, sobald die Basics sitzen. Sitzen die hingegen nicht und schenkst du der Ansatzbildung, Atmung, Lippenvibration und Tonfindung nicht ausreichend Zeit und Aufmerksamkeit, wird auch die simpelste Tonfolge im brummenden Nirvana versinken. Die Basics sind das Fundament für alles weitere.

Deine Trainingskapitel sind mehr als vielfältig

In deinem Lehrplan wirst du immer wieder mit und ohne Instrument trainieren. Du wirst auf der Tuba lernen, die Lippen im Mundstück schwingen zu lassen und mit unterschiedlichem Anblasdruck in eine Luftsäule zu wandeln. Nicht minder wichtig ist es für dich, zu wissen, welche Töne du über welche Ventile und Ventilkombinationen erreichst. Dafür gibt es sogenannte Grifftabellen.

Unverzichtbar ist die Gehörschulung. Immerhin stehen dir die korrekten Töne nicht wie bei einem Keyboard auf Tastendruck unmittelbar in der stimmigen Tonhöhe zur Verfügung. Bereits kleine Abweichungen in der Lippenspannung oder dem Anblasdruck können den Ton sinken oder in die Höhe schnellen lassen. Du musst also vorherhören, wann der Ton die korrekte Höhe hat.

Nicht verzweifeln, oftmals ist das Instrument bauartbedingt schuldig

Nur darfst du nicht verzweifeln, wenn du bereits bei den Naturtönen bemerkst, dass die teils krumm und schief klingen. Bauartbedingt aufgrund der langgezogenen Wicklung können die Naturtöne ohne Tricks und Kompromisse nicht perfekt klingen. Manche sind zu hoch, andere zu niedrig. Du wirst auf deiner Tuba lernen, mit alternativen Griffen oder dem Herausziehen der Züge die problematischen Töne so zu beeinflussen, dass auch diese kein Problem mehr darstellen. Aber dazu später. Du solltest jetzt üben gehen. Viel Spaß dabei!

Selbstverständlich benötigst du auch ein vernünftiges Instrument. Wir haben hier eine kleine Auswahl zusammengestellt:

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