Eine Hommage Made in Germany

Ozzy Osbourne Signature Harp von Hohner – Gruft-Faktor inklusive

 

Eine Mundharmonika im Gothic-Look, zu wem könnte das besser passen als zu Ozzy Osbourne? Dem Frontmann von Black Sabbath, späteren Solo-Sänger und sogar Reality-Doku-Star ist die Signature Harp von Hohner in Sachen Outfit und Sound wie auf den Leib geschnitten. Achtung, es wird düster:

Die Ozzy Osborne Harp

  • Design der Harp für den Prinzen of Darkness maßschneidert
  • Bissfest und frei von Fledermaus- oder Taubenköpfen
  • Ein kleiner Ausflug in Ozzys‘ Schockstationen
  • Und er hört noch lange nicht auf

Dem skandalbekannten Ozzy Osbourne hat der renommierte Hersteller Hohner aus Trossingen bereits 2017 einen Traum Made in Germany ermöglicht: Eine außergewöhnliche Harp ganz im Style des Prince of Darkness: die Ozzy Osbourne Signature Mundharmonika. Mehr als deutlich zeigt das Instrument, aus welcher Ecke der Wind weht. Also gut festhalten und keine Angst vor den dunklen Mächten.

Designt für den Master of Desaster

Die Harp besitzt schwarz-transparent lackierte Abdeckungen mit goldfarben invertiertem Logo, daneben die typischen Kreuze des unberechenbaren Teufelsanbeters. Der Kanzellenkörper besteht aus ebenfalls schwarzem Acryl. Das Resultat ist ein warmer rockiger Sound; ideal für die Blues- und Rockabteilung. Warum „Schwarz“? Was für eine Frage. Kennt irgendwer eine dunklere Farbe?

Außerdem ist die Harp zum Fürsten der Finsternis passend „angemessen“ verpackt. Sie kommt in einem Etui aus Stahlblech mit Design in Sarg-Form – lackiert und mit goldfarbenem Ozzy-Osbourne-Logo und Kreuz bedruckt. Das Innenleben der Box ist rot. Auch hier wieder der typische Nervenkitzel-Look. Ein echter Knaller ist übrigens auch die Gruft als Umverpackung. Gruselkult als musikalische Lebenseinstellung.

Bei Ozzy muss man auf Bissfestigkeit achten

Nebenbei erwähnt, ist die Ozzy-Harp weitestgehend bissfest und besitzt aus nachvollziehbaren Gründen weder Fledermaus- noch Taubenkopf. Warum das? Nun, der Lord of Darkness pflegt und pflegte mit etlichen Schockmomenten sein Image als überzeugt durchgeknallter Rockstar. Und wir kennen ja alle den berühmten Fledermaus-Biss von 1982:

Konzert in Iowa: Ein Fan wirft eine Fledermaus auf die Bühne. Ozzy denkt (angeblich), die sei nicht echt und beißt ihr den Kopf ab. Mit dieser Fledermaus-Nummer sichert er sich seinen Platz in den Top 10 der schlimmsten Bühnenskandale. War wohl für alle Beteiligten die sicherste Variante, an die Signature Harp keinen Fledermauskopf zu montieren.

Mit solchen Eskapaden hat er durchaus häufiger zugelangt: In den Anfangstagen von Black Sabbath war das Label Epic Records nicht sicher, ob man mit dem Durchgeknallten zusammenarbeiten könne. Die Verantwortlichen sollten in einem Meeting von Ozzy überzeugt werden. Geplant war, dass er als Highlight nach seiner Rede ein paar Tauben fliegen lassen sollte. Allerdings erschien er zu dem Gesprächstermin vollkommen breit. Zwei Tauben biss er den Kopf ab, die restlichen ließ er frei. Also entfallen auch Taubenköpfe als Design-Elemente für die Ozzy-Harp.

Rocker weil Schocker oder schockierend rockend

Ozzy Osbourne hat immer wieder schockiert und eine Menge medien- und publikumswirksamen Unfug fabriziert. Eine Absurdität jagte die nächste, was sicherlich auch seinen besonderen Reiz ausmacht. Der Lord of Darkness pflegt sein Image als durchgeknallter Rockstar aus Überzeugung. Und ob die Synapsen wirklich noch funktionieren – oder jemals funktioniert haben – da ist man sich manchmal nicht so vollkommen sicher. Eines muss man ihm dabei unbedingt lassen: Angepasst hat er sich nie. Er ist und bleibt eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Rockgeschichte schlechthin.

Gedächtnisverlust als ständiger Begleiter

Sein Leben war geprägt von exzessivem Alkohol- und Drogenkonsum. In den besten Zeiten permanent zugedröhnt. Mit seiner Lebensweise und der guten Portion Imagepflege wurde er zum ultimativen Bad Guy. Black Sabbath haben allein im Jahr 1972 etwa 75.000 Dollar in Kokain umgesetzt. Klingt gar nicht so viel? Bedenkt man die Inflation, ist das heutzutage mit ungefähr 450.000 Dollar vergleichbar. Zitat von Ozzy Osbourne: „An die 90er kann ich mich nicht erinnern. Wirklich. Ich kann´s nicht.“ Ohne Worte.

Mundharmonika musikalisch grenzüberschreitend

Weshalb aber passt gerade die Mundharmonika zu diesem Maniac? Nun, die Musik des „Dark Lord of Metal“ war von den Anfangstagen über Black Sabbath bis zur Solokarriere immer vom Blues beeinflusst. Metal & Co. assoziiert man sicherlich eher mit brachialen Gitarrenriffs und treibende Drum-Grooves. Zum Blues allerdings passt die Harp wie die vielzitierte Faust auf Ozzys‘ Auge.

Kleines Instrument ganz groß

Natürlich nicht, um Shantys von der Nordseeküste auf die Metal-Bühne zu ballern. Und auch nicht als Halloween-Anhänger. Ganz im Gegenteil. Es geht um Blues-Elemente. Richtig gut hören könnt ihr das in dem Song „The Wizard“ – neben „Paranoid“ einer der Klassiker von Black Sabbath. Die Harp ist neben dem Gitarrenriff das prägende Soundelement überhaupt.

Was viele nicht wissen: Ozzy spielt schon seit Ewigkeiten Mundharmonika. Und zwar bereits vor Black Sabbath. Die Livekarriere startete er 1968 im legendären Starclub in Hamburg mit der Bluesband Polka Tulk, die später in Black Sabbath umbenannt wurde. Die Pioniere der härteren Gangart sollten die Musikwelt auf Hard und Heavy umkrempeln. Ende der 70er-Jahre fliegt er bei Black Sabbath raus, gerät in eine schwere Krise. Aber er ist ein zuweilen drogenschwangerer „Stehauf-Ozzy“.

Er steht wieder auf und macht mit dem begnadeten Gitarristen Randy Rhoads weiter, der 1982 bei einem tragischen Flugzeugunglück ums Leben kommt. Ozzys‘ Solokarriere geht unaufhaltsam weiter. Keine Ahnung weshalb; er ist einfach so. Zwischenzeitlich präsentiert er der Weltöffentlichkeit sein Familienleben in der TV-Doku „The Osbournes“, die wie das Dschungelcamp durchaus geschmacksneutral und nach dem Motto „Peinlichkeit kennt keine Grenzen“ immer wieder irritierend daherkommt.

Szene für Szene ein kopfschüttelnder Kalauer; oftmals bis zur Kenntlichkeit entstellt. Der einstige „Dämon der Nacht“ scheint innige Freundschaft mit dem pensionierten Fernsehsessel geschlossen zu haben. Später dann folgt die Doku „Ozzy & Jacks’s World Detour für den History Channel mit seinem Sohn Jack. Pfeif‘ auf die teils merkwürdigen Verhaltensweisen; dieser Mann hat Musikgeschichte geschrieben.

Das Kultinstrument könnt ihr übrigens als Autofahrer problemlos in die Jackentasche stecken und euch damit zum nächsten Gig begeben. Ozzy musste darauf längere Zeit verzichten. Also nicht auf eine Mundharmonika in der Jackentasche, sondern auf selbstbestimmte Fahrten. Immerhin ist er sagenhafte 18 Mal durch die praktische Führerscheinprüfung gerasselt. Geklappt hat es beim 19. Versuch. Da hatte der Prinz der Dunkelheit bereits 60 Jahre auf dem Buckel.

Also ganz ehrlich, keine Ahnung, was der bewundernswert Abgedrehte als Nächstes aus den manischen Ärmeln schüttelt. Dass irgendwann mal Ruhe einkehrt, ist so schnell ganz sicher nicht zu erwarten. Obschon der Lord of Darkness inzwischen schon mehr als 70 Jahre auf dem Buckel hat.

Er selbst hätte niemals geglaubt, ein derartiges Alter überhaupt zu erreichen. Doch er ist ja bereits jetzt ziemlich gut konserviert. Umso niedlicher erscheint einem dann der Gedanke, dass einem kultigen Rockstar eine Mundharmonika gewidmet wird. Beachtlich allemal.

Ist es nun die rockigste Mundharmonika der Welt? Ein ganz eindeutiges „Ja“! Das Auge hört mit; das Auge spielt mit. Also können wir nur sagen: Affenstark gemacht, das hat was. Das ist echt mal eine Ansage. Und das Besondere an dem Sarg-Case: Die Mundharmonika steht immer wieder auf. Eine unsterbliche Untote? Auf alle Fälle passt sie exakt zum „Prinzen der Finsternis“ und zu all seinen Fans.

Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte Dich auch interessieren: