Musik muss etwas kosten

6 Gründe, warum für Musik bezahlt werden sollte

Foto: Shutterstock von Akaberka

Wir konsumieren oft ohne, dass wir uns wirkliche Gedanken darüber machen, ob wir etwas brauchen oder nicht. Viele haben keine Vorstellung mehr, was einen Wert ausmacht. Zu verwöhnt sind wir durch günstige Streamingdienste, auf denen wir für 5–15 Euro im Monat eine ganze Palette aus Musik und Filmen bekommen und mittlerweile ist der Gedanke, Musik nicht mehr einzeln zu kaufen und es nicht mal einzusehen, bei vielen so fest verankert, dass die Musikbranche massiv darunter leidet. Und damit auch alle, die mit Musik irgendwie Geld verdienen wollen.

Hier sind 6 Gründe, warum es sich aber lohnt für Musik zu bezahlen und warum es eine Unverschämtheit wäre, es nicht zu tun.

1) Musik produzieren ist harte Arbeit

Nur, weil Konsumenten denken, der Musiker sei doch eh begabt und ihm würde Musikmachen leichtfallen und dazu auch noch Spaß machen, heißt es nicht, dass ein Track innerhalb eines Tages fertig ist. Musiker arbeiten auch Vollzeit aber mit dem Unterschied, dass sie am Ende des Monats nicht exakt wissen, wie viele Menschen sich diesmal dazu erbarmen, die Musik auch zu kaufen.

 2) Musik ist nicht teuer

Es ist also noch alles im Rahmen, wenn man 2 Euro für eine grenzdebile Handy-Animation bezahlt, mit der man höchstens bei seiner Oma Begeisterung wecken kann, weil sie eh alles toll findet, was ihr macht, aber 99 Cent für einen guten Track zu bezahlen ist schon wieder grenzwertig? Come on, wie doof ist das bitte?

3) In Dauerschleife Musik hören

Natürlich, man kann sich über die knapp 10 Euro für ein Album beschweren, während man gerade 100 Euro an dem Abend versäuft, aber ein gutes Album kann man sich in Dauerschleife anhören und bekommt davon in der Regel auch keine Kopfschmerzen am nächsten Tag. Und Alkohol ist ja sowieso keine Lösung, Musik aber schon! 😉

4) Musik hält die Gesellschaft zusammen

Schon Nietzsche hatte es festgestellt: “Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum”. Wenn man bedenkt, wie traurig Lagerfeuer ohne Gitarren wären, oder Sommer ohne Festivals, sind wir schon ziemlich froh, dass es Musik gibt, denn ohne sie würde die Gesellschaft bestimmt zusammenbrechen.

5) Musiker investieren viel in Equipment und Ausbildung

Gute Musik braucht Zeit. Musiker und Produzenten investieren deswegen sehr viel Zeit in ihre Ausbildung. Die einen lernen ein Instrument, die anderen das Singen. Auch Studiowissen kommt nicht über Nacht. Viele wissen auch nicht, dass Musiker die meisten Wochenenden im Studio oder zu Hause verbringen, um letzten Endes die Leute zu bespaßen, die jedes Wochenende um die Häuser ziehen.

6) Musik bleibt für Immer

Ob Mozart gewusst hätte, dass selbst heute, 228 Jahre nach seinem Tod Menschen immer noch für seine Musik bezahlen, um sich seine Konzerte anzuhören und ob er jemals geahnt hätte, dass Studenten klassische Musik einmal zum Lernen und Entspannen hören würden?

Wie schön ist es, auf dem 60. von Onkel Heinz gemeinsam ABBA und die Beatles und Michael Jackson zu hören, zu tanzen, zu singen und an seine Kindheit und Jugend zurückzudenken – oder zumindest an die Kindheit der Eltern, die ABBA und die Beatles vielleicht gehört haben? Selbst in 50 Jahren werden wir uns an die Musik unserer Zeit erinnern und an unsere Kinder weitertragen.

Denkt immer daran: Musik macht euch glücklich, Musik entspannt euch und kann sogar Erkrankungen heilen. Musik bringt Menschen zusammen und macht Spaß. Warum geben wir unser Geld also nicht lieber für die schönen Dinge im Leben aus und fördern damit weiterhin Kreativität, anstatt es für etwas auszugeben, woran wir uns am nächsten Tag eh nicht mehr erinnern werden?

Dieses animierte Bild zeigt dir übrigens, wie sich die Musikeinnahmen in den letzten 30 Jahren gewandelt haben.

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