Fun-Faktor inklusive: Ukulele spielen für Beginner

Das Spaß-Instrument: Ukulele spielen für Einsteiger

Foto: Shutterstock von Roman Kosolapov

Ein echtes Gute-Laune-Instrument ist die Ukulele. Sie ist handlich und kompakt, kann auch einfach mal mit in den Urlaub oder zur Grillparty genommen werden. Auf der Ukulele spielen ist ein tolles und unkompliziertes Hobby für In- und Outdoor.

Ukulele spielen mit der Portion Sonne in Herz und Fingern

Gefühlt ist dieses besondere Sunshine-Feeling immer inklusive, wenn du Ukulele spielen willst. Kein Wunder, schließlich wird sie meistens mit Hawaii assoziiert. Kannst dir beim Üben also gerne ein hawaiianisch buntes Hemd oder Kleid anziehen oder die einen Blumenkranz um die Birne binden. Muss aber nicht sein.

Fun-Fact am Rande: Eigentlich stammt das Instrument wohl aus Portugal. Ein Seefahrer hatte sie dort wohl vergessen. Wer hätte das gedacht, lach‘ mich schlapp.

Aktuell ist dieses so besonders handliche Instrument ein absoluter Renner unter musikfreudigen Kids geworden. Beinahe könnte man behaupten, Ukulele zu spielen, war noch nie so angesagt, wie in heutigen Tagen. Ein bisschen „Gewusst wie“, etwas Fingerfertigkeit. Und recht schnell erklingen die ersten Töne und Akkorde.

Und sie beweist ihre Vielseitigkeit in den unterschiedlichsten Musikarten, denken wir an das mittlerweile legendäre „Somewhere Over The Rainbow“. Von Lagerfeuermusik bis zu kuriosen Rock-Covern alles möglich. Schon mal daran gedacht, AC/DC auf der Ukulele zu spielen?

Vor dem Ukulele-Spielen kommt das Stimmen

Es gibt verschiedene Größen von Ukulelen. Die gebräuchlichsten Kameraden sind die Sopran-, Konzert- und Tenor-Ukulele. Die Stimmung ist bei diesen drei Bauformen identisch. Die häufigste ist die C-Stimmung. Deine Ukulele besitzt vier Saiten. Die stimmst du von links nach rechts (wenn du das Instrument von vorne betrachtest) auf die Töne „g“, „c“, „e“ und „a“. Und schon wären wir wieder im Aloha-Land, denn dieses Tuning ist auch als hawaiianische Stimmung bekannt.

Auf vernünftige Qualität achten

Möchtest du Ukulele spielen, solltest du dir ein vernünftiges Instrument zulegen. Das bekannte Problem ist die Stimmung. Allzu günstige Instrumente sind teilweise allzu schnell wieder verstimmt. Und wenn du die Saiten zu oft wieder nachziehen musst, macht’s einfach keine Freude. Wichtig sind neben der Verarbeitung und dem Material gute Mechaniken.

Aber keine Panik. Gute Ukulelen gibt es bereits für kleines Geld. Als Einsteiger bist du mit einem Modell irgendwo zwischen 50 und 150 Euronen gut beraten. Preiswertere Instrumente können auch funktionieren. Teuer muss nicht immer besser sein.

Auf vernünftige Mechaniken achten
Auf vernünftige Mechaniken achten Foto: Shutterstock All For You

Strumming: Ukulele spielen mit dem richtigen Anschlag

Wichtig beim Ukulele-Spielen ist das richtige „Strumming“, das Anschlagen der Saiten. Obwohl selbstverständlich möglich, wirst du vermutlich selten Einzeltöne auf der Ukulele spielen. Meistens vermutlich von oben nach unten und wieder zurück und zurück und zurück und …. Stellt sich die Frage, wie man das vernünftig macht, damit die Akkorde wirklich gut und durchsetzungsfähig klingen:

Gehen wir davon aus, dass du die Töne mit den Fingern – also nicht mit einem Plektrum – anschlägst. Beim Abschlag solltest du die Saiten mit dem Fingernagel berühren, beim Aufschlag dann mit der Fingerkuppe. Und nein, du sollst das arme Instrument nicht wirklich „schlagen“. Es hat dir nichts getan. Hat auch nix mit Golf oder Tennis zu tun. So nennt sich das einfach, wenn du mehrere Saiten (fast) gleichzeitig zum Klingen bringst.

Möglich sind zahlreiche andere Varianten, beispielsweise der Aufschlag mit dem Nagel des Daumens, das Spiel mit Plektrum, wie auch immer. Aber konzentrieren wir uns zunächst auf einen Finger. Hilfreich ist es, wenn du den Zeigefinger auf der Innenseite des vordersten Fingergliedes mit dem Daumen stützt. Du gibst dem Zeigefinder dadurch ein wenig Kontrolle und Stabilität.

Wo die Saiten anschlagen?

Akustik-Gitarristen schlagen die Saiten des Instruments meistens direkt über dem Schallloch an. Anders bei einer Ukulele. Das Ding ist das: Zunächst ist die Uke ziemlich klein, die Saiten haben also wenig Strecke, den Ton zu entwickeln. Und je näher du dich in Richtung Steg bewegst, umso dünner klingt es.

Möchtest du nun den bestmöglichen Kompromiss aus dem Instrument kitzeln, schlägst du die Saiten ein wenig weiter vorne an. Die Anschlagshand schwebt etwa über dem Punkt, an dem der Hals und das Griffbrett sich „kreuzen“.

Finger möglichst präzise aufsetzen

Auf dem Griffbrett hast du beim Ukulele-Spielen recht wenig Platz. Die Finger müssen sich mit dem abgeben, was dort zur Verfügung steht. Das heißt, dass du die Finger schon ziemlich präzise aufsetzen musst. Kein Nachteil, nur eben eine Anforderung. Ein echter Vorteil der Uke: Im Gegensatz zu vielen anderen Saiteninstrumenten geht das recht einfach. Der Hals ist schmal. Du benötigst wenig Druck und die Saiten schneiden dir nicht schmerzhaft in die Finger.

Ukulele spielen mit ersten Akkorden:

Nun wollen wir nicht nur staubtrocken bleiben, sondern endlich Ukulele spielen und Musik machen. Widmen wir uns also den ersten Akkorden. Lass uns aus der Vielzahl der Möglichkeiten die Akkorde C-Dur, A-Moll, F-Dur und G7 auswählen. Die übst du nun einen nach dem anderen ein, bis die Saiten nicht mehr schnarren oder knarzen.

Lass‘ dir Zeit und versuche dir die Griffbilder bzw. die Position der Finger zu merken. Dann greifst du von einem Akkord zum nächsten und so weiter. Und vor allem: Mach es langsam. Die Schnelligkeit kommt im Laufe der Zeit von ganz allein.

Erste Akkorde: C-Dur
Erste Akkorde: C-Dur Foto: Shutterstock yanathep aromoon
Erste Akkorde: A-Moll
Erste Akkorde: A-Moll Foto: Shutterstock yanathep aromoon
Erste Akkorde: F-Dur
Erste Akkorde: F-Dur Foto: Shutterstock yanathep aromoon
Erste Akkorde: G7
Erste Akkorde: G7 Foto: Shutterstock yanathep aromoon

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit der Anschlagshand spielst du nun rauf und runter, das „Strumming“ machst du möglichst gleichmäßig. Spiele beispielsweise jeden Akkord zwei Takte lang. Das heißt mit der Anschlagshand jeweils achtmal runter und wieder rauf.

Diese Griffe solltest du nun so oft in dieser Reihenfolge spielen, bis du nicht mehr über den richtigen Fingersatz oder die Position der Finger auf dem Hals nachdenken musst. Es wird dir schnell in Blut und Gedächtnis übergehen und die Finger machen bald von allein, was du ihnen befohlen hast.

Bereits mit diesen wenigen Griffen kannst du erste Songs auf der Ukulele spielen und dich oder andere beim Singen begleiten. Natürlich gibt es – wie in der Musik üblich – viele weitere Akkorde. Und die mutmachende Nachricht: Darunter befinden sich auch etliche, die echt einfach zu greifen sind. Man muss sich nur ein wenig damit beschäftigen und richtig Bock darauf haben.

Klar, es gibt viele weitere Techniken, mit denen du auf dein Können erweitern und verfeinern kannst. Melodien wollen gespielt werden, wobei die Töne von vielen mit dem Daumen angeschlagen werden. Durch Finger-Picking kannst du super Grooves erzeugen. Aber fang erst mal an. Wir melden uns bald wieder mit weiteren Infos.

Ein Kommentar zu “Das Spaß-Instrument: Ukulele spielen für Einsteiger”
  1. Ich kann das nur bestätigen. Meine Kinder der 3. Klasse waren in jeder Musikstunde begeistert dabei und haben sogar schon einige kleine Auftritte mit viel Beifall gemacht. Wir freuen uns auf das neue Schuljahr. Danke an das Team thomann, die uns die Instrumente geliefert haben und ganz unkompliziert auf Reklamationen eingehen.
    Gruß Coney

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