Das beliebte Einsteigerinstrument

Blockflöte ab wann? Erlernen schon für die Kleinsten möglich

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Die Blockflöte gehört zu den klassischen Einstiegsinstrumenten schlechthin. Die Anforderungen an die Spielweise halten sich in für musikalische Anfänger vertretbaren Grenzen. Zugleich bietet das Instrument sämtliche didaktische Möglichkeiten, auf denen Kids und auch Erwachsene Stück für Stück aufbauen und sich auf komplexere Instrumente vorbereiten können. Verbleibt die Frage: Blockflöte ab wann?

Check it: Blockflöte ab welchem Alter

  • Das Hauptargument: Eigenmotivation
  • Vorteil Monophonie
  • Vorzug einfache Blastechnik und Griffweise
  • Kindgerechte Maße bei geringem Gewicht
  • Beispielhafter Rundgang durch die Jahrtausende

Blockflöte ab wann: Entscheidend ist die Eigenmotivation

Selbstredend hängt das passende Alter für die Frage „Blockflöte ab wann“ ganz von den individuellen Voraussetzungen ab. Zweifellos am wichtigsten: Das Kind sollte sich eigenständig dafür entschieden haben. Helikopter-Eltern ist nicht damit gedient, wenn das Kind ausschließlich fremdmotiviert ist, selbst eigentlich gar keine Lust darauf hat und nur den Erwartungen der Erwachsenen entsprechen möchte.

Es muss Spaß machen – das wichtigste Argument
Es muss Spaß machen – das wichtigste Argument Foto: Shutterstock von goodmoments

Blockflötenvorteil für Einsteiger: Monophonie

Ein maßgeblicher Vorteil für Einsteiger auf der Blockflöte: Das Instrument ist monophon. Das heißt, auf dem Instrument wird ein Ton zurzeit gespielt. Schrittweise lernen die musikalischen Beginner, komplette Melodien zu spielen. Wie nebenbei werden die Musikschüler an die ersten Noten herangeführt, die vom Schwierigkeitsgrad durchaus nachvollziehbar sind. Das Instrument fordert, ohne zu überfordern. Blockflöte ab wann? Es darf recht frühzeitig beginnen.

Einzelne Grifflöcher, monophone Töne
Einzelne Grifflöcher, monophone Töne Foto: Shutterstock von Aleksandar Grozdanovski

Weiterer Vorzug: Simple Blas- und Grifftechnik

Motivation und Frust sind die berüchtigten Widersacher. Gerade für den kinderechten Einstieg darf es keine unüberwindlichen Hürden geben. Auch in dieser Hinsicht hat die Blockflöte die Nase weit vorn. Die Anblastechnik ist relativ unkompliziert. Kraftaufwendungen wie beispielsweise der Trompete entfallen. Die Griffweise ist ebenfalls unkompliziert. Sind die Kids imstande, mit ihren Fingern sämtliche Tonlöcher abzudecken, genügt das für die musikalische Entdeckungsreise völlig.

Simple Grifftechnik, ohne überspreizende Finger
Simple Grifftechnik, ohne überspreizende Finger Foto: Shutterstock von

Kindgerecht Maße, geringes Gewicht

Absolut normal ist es, dass die Kids selbst noch kleiner sind, außerdem die Kräfte natürlich begrenzt sind. Zahlreiche Instrumente werden in kindgerechten Maßen angeboten, beispielsweise die Kindergitarre oder das Kinderakkordeon. Dennoch stellen sie mit Gewicht, Größe und Maßen weitaus höhere Anforderungen an die musikalischen Zwerge. Nicht so die Blockflöte. Blockflöte ab wann? Gerne recht früh; das Instrument ist leicht, handlich und wiegt fast nix.

Und was heißt nun „frühzeitig“?

Doch was bedeutet dieses „recht frühzeitig“ konkret? Sagen wir’s mal so: Viel jünger als 4 Jahre sollten die Kinder bei aller Musikbegeisterung nicht sein. Mit der Blockflöte verabschieden die sie sich von Spielzeuginstrumenten aus der musikalischen Früherziehung. Es handelt sich um ein vollwertiges Instrument, mit dem der wirkliche Einstieg in die Musik seinen Lauf nehmen kann. Leider haftet ihr noch immer der Ruf als Kinderinstrument an. Vollkommen zu Unrecht, wie zahlreiche solistische Virtuose und auch der Einsatz in Ensembles und Orchestern beweisen.

Das perfekte Instrument bereits für die ganz Kleinen

Andere Instrumente erfordern ziemliche Ausdauer, bis die ersten Töne, Melodien oder Akkorde darauf hörenswert gespielt werden können. Dafür vorhanden sein muss ein Durchhaltevermögen, das wir von Kindern im Vorschulalter oder jünger einfach nicht erwarten dürfen. Sicherlich gibt es diese berühmten Ausnahmen, musikalische Wunderkinder, die bereits im Bauch der Mutter ein komplettes Tonstudio eingerichtet hatten.

Aber vergessen wir für die Frage „Blockflöte ab wann“ nicht, dass es ausschließlich um Spaß geht. Und gerade, weil das Instrument keine Höchstleistungen verlangt, ist die Freude gegeben. Schnell erhalten die Kleinen ihre Erfolgserlebnisse, die zu weiterem Fortschritt und regelmäßigem Üben motivieren.

Erlernen von Struktur und Verantwortung

Bei der Blockflöte handelt es sich um ein Naturinstrument. Von Ausnahmen abgesehen wird sie aus Holz gefertigt. Ein Naturstoff mit Anforderungen an die regelmäßige Pflege. Erst recht deshalb, zumal sich beim Spielen Kondenswasser bildet, zudem Speichel und sonstige Rückstände aus hygienischen Gründen und zugunsten der Langlebigkeit regelmäßig entfernt werden müssen.

Struktur und Verantwortung lernen
Struktur und Verantwortung lernen Foto: Shutterstock von Gordine N

Für Kids bedeutet das, dass sie Verantwortung für ihren musikalischen Schatz übernehmen. Reinigst und pflegst du die Blockflöte nicht, wird sie auf Dauer nicht gut klingen, außerdem leidet die Bespielbarkeit. Von größeren Blessuren wie Holzrissen mal ganz abgesehen. Das wäre schade. Auch dies ist für die Musikzwerge ein didaktischer und pädagogischer Lerneffekt.

Das richtige Alter, um mit dem Spiel auf der Blockflöte zu beginnen

Die Flöte kann man allein üben und spielen. Vielmehr üblich ist es allerdings, in einer kleinen Gruppe, sei das beim Musikunterricht oder im Kreis der Familie, miteinander zu musizieren. Es geht beim Zusammenspiel darum, auf die anderen zu hören, also ein musikalisches Gehör zu entwickeln. Außerdem wird das Gemeinschaftsgefühl, die sogenannte soziale Kompetenz gefördert.

Und damit kann man bekanntlich gar nicht früh genug beginnen, damit die Kinder zu eigenständigen, sozialen und reflektierenden Menschen herangezogen werden. Auch das ein Aspekt für die Frage „Blockflöte ab wann“. Zufriedenstellendes Zusammenspiel mit anderen Kids ist mit manch anderen Instrumenten anfangs kaum möglich. Mit der Blockflöte unbedingt.

Kleiner Rundgang durch die Jahrtausende

Werfen wir vielleicht zum besseren Verständnis des Instrumentes einen Blick in die Geschichte. Seit Jahrtausenden existieren Flöten in unterschiedlichsten Bauarten. Aus prähistorischen Zeiten stammen Funde von aus hohlen Knochen gefertigten Blockflöten. In diversen Kulturen sind sie prägender Teil der Geschichte, der traditionellen Feiern, der Bänkelsänger oder ganz pragmatisch beispielsweise von den Hirten eingesetzt. Die Blockflöte gehört mit zu den ältesten Musikinstrumenten überhaupt.

Spätestens in der Renaissance hielt sie Einzug in die Kapellen an adeligen Höfen. Die goldenen Tage erlebte das Instrument im Barock. In Klassik und Romantik ging der Beliebtheitsstern dann langsam unter. Aufgrund der Durchsetzungsfähigkeit in Konzertsälen musste sie sich der lauteren Querflöte geschlagen geben. Aus dem Dornröschenschlaf erweckt wurde die Blockflöte im Barock. Gegen 1920 begann dann die industrielle Massenproduktion. Und um 1950 gab es dann einen echten Blockflöten-Boom. Er sollte bis zum heutigen Tage ungebrochen bleiben.

Zwischen Einstiegsfaktor und konzertanter Perfektion
Zwischen Einstiegsfaktor und konzertanter Perfektion Foto: Shutterstock von PHOTO FUN

Die Blockflöte kann beides: Simpler Einstieg und ausdrucksstarke Virtuosität

Und ein solch geschichtsträchtiges Instrument soll lediglich ein Kinderinstrument sein? Mit einem derart oberflächlichen Ansatz würde man ihrer Bedeutung einfach Unrecht tun. Das Besondere ist: Die Blockflöte kann beides: Sie ist Einstiegsinstrument und Instrument für Virtuose gleichzeitig. Tatsache bleibt, dass insbesondere die Sopranblockflöte relativ leicht erlernt werden kann. Komplexe Grifftechnik oder ein komplizierter Ansatz wird von den Spielern nicht verlangt.

Dadurch erarbeitete sie sich das fragwürdige Image als Einstiegs- und Früherziehungsinstrument. Eine selbstunterschätzende Entwicklung, mit der die Blockflöte sich selbst ein Ei legte. Ganz deutlich erkennen sollten wir, dass der Einstieg vergleichsweise einfach ist, die professionellen Ausdrucks- und Spielmöglichkeiten allerdings so viel Luft nach oben offenlassen, dass die Reduktion auf den Einstieg schlichtweg eine instrumentale Beleidigung wäre.

Blockflöte: Kaum ein anderes Instrument lässt sich so früh lernen

Insgesamt dürfen wir sagen, dass bereits mit 3, 4 oder 5 Jahren angefangen werden kann. Ein wenig warten ist auch kein Problem. Und wer in fortgeschrittenem Alter beginnen möchte, profitiert ebenfalls vom simplen Einstieg. Ja, es ist eine Tatsache. Kaum ein anderes Instrument kann bereits derart früh oder noch derart spät erlernt werden. Es gibt nichts Gutes, außer, man tut es.

Du möchtest dir eine Blockflöte zulegen oder sie dir von deinen Eltern wünschen. Dann wirf doch mal einen Blick auf unseren Kaufberater Blockflöte.

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