Dübreq Stylophone S-1 Analog – Kultgerät neu aufgelegt

Zurück zu den kultigen Wurzeln

Foto: aus YouTube-Video extrahiert

Eine ganze Branche wurde revolutioniert, als das Stylophone S-1 auf den Markt kam. Ein Mini-Synthie, der plötzlich in etlichen Haushalten zum Musikmachen animierte. Eigentlich ist es nicht mehr als eine Konstruktion aus einigen Dioden, Transistoren und Widerständen. Und vor allem ist es Kult und nach etlichen Jahrzehnten wurde es von Dübreq wieder neu aufgelegt. Es ist wieder da!

Check it: Dübreq Stylophone S-1 Analog ist wieder da

  • Comeback mit Kultfaktor
  • Minisynthie bei großen Künstlern im Einsatz
  • Spielweise und technisches Konzept
  • Einzigartiger monophoner Sound
  • Großer Bruder: Gen-X1
  • Ideal für den Einstieg in die Synthie-Welt
  • Unschlagbares Erfolgskonzept

Dübreq Stylophone S-1 Anallog – Comeback des kultigen Synthesizers

Eigentlich zielte der Synthesizer in den 60er Jahren auf den Spielzeugmarkt. Intention war es, ein Tasteninstrument zu schaffen, das einfach zu spielen ist, um einen schwierigen Lernprozess zu vermeiden. Möglichst viele junge Menschen sollten auf diese Weise mit der Musik in Kontakt kommen können. Entwickler Brian Jarvis hatte wohl kaum damit gerechnet, welchen Erfolg er mit dem musikalischen Gadget haben würde. Das Stylophone wurde in den ersten 10 Jahren der Produktion mehr als drei Millionen Mal verkauft. Eine Mio. Exemplare der „Taschenorgel“ fanden allein im Jahr 1973 ihren Weg in die Wohn- und Kinderzimmer. Auch kam das Stylophone bei zahlreichen Studioproduktionen und Live-Konzerten zum Einsatz.

Kultfaktor, weil einfach bespielbar | Foto: aus YouTube-Video extrahiert

Bei bekannten Künstlern im Einsatz

Genutzt wurde es beispielsweise von David Bowie bei seinem Song „Space Oddity“. Die Giganten der elektronischen Musik Kraftwerk setzten es auf ihrem Album „Computerwelt“ ein. Es gab sogar Bands und Orchester, deren Musik komplett auf dem kleinen Synthie basierte, so etwa die Band des Musikers Brett Domino, das Pan City Stylophone Orchestra oder das Stylophone Orchestra of Great Britain. Ebenso sind die speziellen Sounds auf den Produktionen von Jean-Michel Jarre, Pulp oder Marilyn Manson zu hören. Ebenso findet man das Miniatur-Keyboard bei der Country-Band Texas Lightning, bei Boss Hoss und sogar in der Schlagermusik. Das kuriose Musikinstrument setzte sich mit seinem klassischen Sound und der damals einzigartigen Spielweise durch. Tatsächlich gilt es längst als ein Stück Musikgeschichte.

Wie das Stylophone gespielt wird

Gespielt wird das elektronische Instrument mit einem Stift aus Metall. Jepp, richtig gelesen. Ausgestattet ist das Stylophone dafür mit einer metallenen Klaviatur, deren 20 „Tasten“ jeweils mit einer Metallfolie bezogen sind und über einen Widerstand verfügen. Die wiederum ist mit der inneren Elektronik verbunden. Berührt der Stift nun eine Taste, wird der Stromkreis geschlossen, woraufhin der entsprechende Ton erklingt. Zumal jede Taste mit einem individuellen Widerstand konzipiert ist, ist auch die jeweilige Tonhöhe unterschiedlich. Zudem verfügt das Stylophone über ein internes Vibrato, das separat zu- oder abgeschaltet werden kann.

Klangerzeugung mit einem Stift | Foto: aus YouTube-Video extrahiert

Der einzigartige Sound

Grundsätzlich ist das Stylophone monophon, was bedeutet, das jeweils nur ein Ton zur Zeit erklingt. Insofern können keine Akkorde oder Harmonie gespielt werden. Konzipiert ist es mit einem einfachen Oszillator. Indes die ersten Ausgaben des Stylophone lediglich die beiden Klangfarben Standard und Vibrato besaßen, außerdem über keine Möglichkeit verfügten, die Lautstärke zu verändern, änderte sich das mit dem deutlich größeren Nachfolgemodell, dem 350 S. Das Modell bot mit Wah Wah, Vibrato und Delay zusätzliche Effekte, zudem mit Holz- und Blechbläsern sowie Streichern weitere Klangfarben. Auch verfügte das Gerät über eine Tuning-Funktion und die Lautstärke ließ sich einstellen.

Der Remake: Stylophone S-1 Analog

Nachdem das Stylophone S1-analog weitestgehend in der Vergessenheit verschwand, wurde es erstmals im Jahr 2007 von Re:Creation nachgebaut und schließlich in 2020 vom Originalhersteller Dübreq wieder neu aufgelegt. Die aktuelle Version orientiert sich direkt am Original aus den 70ern, besitzt dabei drei Klangfarben und ist im typischen Vintage-Design gehalten. Eingebaut ist ein Lautsprecher, man könnte denken, es wäre ein absoluter Griff in die Retro-Kiste. Nur haben sich auch in der Vintage-Abteilung die Zeiten gewandelt. Und somit hat das Remake auch einen Audio-Out mit an Bord, worüber die Töne unmittelbar an einen Mischer oder zur weiteren Bearbeitung in die DAW ausgespielt werden können.

Dübreq Stylophone S-1 Analog
Dübreq Stylophone S-1 Analog
Kundenbewertung:
(71)

Der große Bruder – Stylophone Gen-X1

Schon damals folgte dem S-1 Analog das Stylophone Gen-X1, gewissermaßen als der große Bruder, der über eine umfassendere Ausstattung verfügte, wenn man in diesem Zusammenhang überhaupt wirklich von umfassender sprechen darf. Sagen wir, es war etwas mehr. Das Gen-X1 verfügt über Bedienelemente, mit denen sich der Klang gestalten lässt. Indes die Bedienung über den Stylus – den Metallstift – und die Tasten mit individuellem Widerstand identisch ist, kann beispielsweise bei der Wellenform zwischen einem Dreieck oder Rechteck gewählt werden.

Ebenso ist eine Cutoff-Frequenz und eine Resonanz über das Lowpass-Filter einstellbar. Hinzu kommen die Delay-Sektion sowie eine AD-Hüllkurve. Und so wurde auch das Stylophone Gen-X1 von Dübreq wieder neu in der musikalischen Welt platziert, und zwar bereits zwei Jahre zuvor, im Jahr 2018. Die Neuauflage hat seither wieder das Interesse von etlichen Musikern auf sich gezogen, bleibt aber – wie zu erwarten war – hinter dem Zahlen des rudimentäreren S-1 Analog leicht zurück.

Über Platten und Sensoren wird der Stromkreis der Engines geschlossen | Foto: aus YouTube-Video extrahiert

Funktionsweise und Tonumfang des größeren Bruders

Der Gen-X1 Analogsynthesizer ist schon mit dem eingebauten Lautsprecher gut nutzbar. Eine Verbindung mit der Steckdose ist nicht nötig, das Gerät wird problemlos mit Akkus betrieben. Der Tonumfang ist etwas größer als beim kleineren Bruder und beträgt zwei Oktaven. Ausgestattet ist er mit einem drucksensitiven Tonstreifen mit deutlich größerem Frequenzumfang als die Tastatur, die es erlaubt mit dem Metallstift oder einfach mit dem Finger zu sliden. Wichtig zu wissen: Die Ansprache ist nicht so zart wie etwa bei einem Touch-Display; vielmehr muss man schon ziemlich fest drücken.

Der Envelope-Effekt funktioniert so, dass die Frequenz mit einstellbarem Attack nach oben gezogen und anschließend wieder nach unten gezogen wird. Auch lassen sich die Frequenzen dauerhaft über den LFO verändern, der auch die zuschaltbare Pulswellenmodulation beeinflusst. Ebenso sind als Effekte Delay und Filter mit an Bord, die zugespielte Signale verfremden.

Ideal für Einsteiger in der Welt der elektronischen Musik

Es lässt sich Einiges damit machen und mit ein wenig Geschick liefert er die Sounds der 60er und 70er Jahre. Okay, soviel Nostalgie kann ja nicht immer das einzige Argument sein. Und das ist es auch keinesfalls. Tatsächlich ist auch der Stylophone Gen-X1 als größerer Kamerad aus der Dübreq-Serie ein ideales Einsteiger-Produkt für jene, die in die Welt der elektronischen Musik eintauchen möchten.

Das heißt, wir sprechen hier einerseits von einem Kultobjekt der musikalischen Art und zugleich von einer äußerst simplen und gleichermaßen preisgünstigen Möglichkeit, sich mit der elektronischen Klangerzeugung auseinanderzusetzen, ohne dass zwingend musikalische Fingerfähigkeiten, Notenkenntnisse und sonstige musiktheoretische Kenntnisse vorhanden sein müssen. Gut, wenn man sie hat. Doch man muss eben kein geschulter Pianist sein, um aus dem Synthie im Hosentaschenformat interessante Ergebnisse zu kitzeln.

Dübreq Stylophone Gen-X1
Dübreq Stylophone Gen-X1
Kundenbewertung:
(74)

Und gerade weil der Stylophone S-1 Analog als auch der Gen-X1 sich nicht ausschließlich für gestandene Musiker, sondern insbesondere auch für musikalische Einsteiger anbieten, ist es uns geradezu eine Ehre, ihn hier bei musikmachen.de in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.

Die Grundidee der Zielgruppe ist zugleich das Erfolgskonzept

Bereits das ursprüngliche Stylophone hatte sich bei vielen als eine der Kuriositäten der Musiktechnologie unvergesslich an den Synapsen festgeklammert. Der analoge Synthesizer im Hosentaschenformat kam offensichtlich zur exakt richtigen Zeit auf den Markt und schwamm dabei auf der sich auftürmenden Welle der elektronischen Musik. Kaum ein Gadget hat es ähnlich schnell zu Kultstatus gebracht.

Vielleicht gehört zu seinem Erfolgsgeheimnis, dass es von der Grundidee eben nicht auf die professionellen Musiker zielte, stattdessen eher auf diejenigen, die Spaß an der Musik hatten, aber noch nicht über umfassende Kenntnisse oder Fähigkeiten verfügten. Es war die Symbiose aus Musikinstrument und Spielzeug. Seit 2020 ist es wieder da; mit dem Potenzial, eine neue Welle der analogen und monophonen Synthie-Anwendungen im Hosentaschenformat zu entfachen.

Dübreq Stylophone S-1 Analog
Dübreq Stylophone S-1 Analog
Kundenbewertung:
(71)
Dübreq Stylophone Gen-X1
Dübreq Stylophone Gen-X1
Kundenbewertung:
(74)
Dübreq Bowie Stylophone
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Kundenbewertung:
(10)
Dübreq Stylophone S-1 Carry Case
Dübreq Stylophone S-1 Carry Case
Kundenbewertung:
(5)
Dübreq Stylophone Gen-X1 Carry Case
Dübreq Stylophone Gen-X1 Carry Case
Kundenbewertung:
(3)

+++

Auch interessant: „Die am häufigsten verwendeten Effekte beim Synthesizer“.

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