Ein Allrounder für sämtliche Musikstile: Akkordeon für Anfänger

Akkordeon für Einsteiger? Definitiv ja – und zwar aktuell wie selten zuvor

Foto: Shutterstock von MTaitas

Noch immer ist das Akkordeon für Einsteiger eines der beliebtesten Instrumente. Logo, es hat entscheidende Vorzüge. Mit einem Akkordeon hältst du gewissermaßen ein komplettes, kleines Orchester in den Händen. Melodie, Harmonie und Bass in einem Instrument. Bereits für Einsteiger ist das Akkordeon ein Allrounder für sämtliche Musikstile:

Check it: Akkordeon für Einsteiger

  1. Schnelle Lernerfolge möglich
  2. Angesagt für unterschiedlichste Musikstile
  3. Akkordeon als Multitalent von Melodie bis Begleitung
  4. Passende Größe wählen
  5. Grenzenlose Möglichkeiten

Ideal für musikalische Einsteiger: Das Akkordeon

Wenn Kids die handgemachte Musik für sich entdecken wollen, sind schnelle Lernerfolge ein großer Motivationsschub. Langwierigen Übungsfrust, bis sie die ersten Melodien und Lieder spielen können, darf es nicht geben. Vor diesem Hintergrund ist das Akkordeon für Einsteiger eine ideale Wahl. Relativ schnell können Anfänger darauf erste gelungene Lieder spielen.

Eine riesige Geschichte und dabei top aktuell

Das Akkordeon hat in den vergangenen Jahren eine echte Renaissance erlebt. Eingesetzt wird es in den unterschiedlichsten Musikstilen. Das beginnt bei traditioneller Volksmusik und endet bei Schlagern, Pop, Irish-Folk und sogar Blues und Rock’n‘Roll noch lange nicht. Die Songs haben dann natürlichen ihren eigenen Sound-Charakter. Akkordeon-like, exakt so soll’s sein.

Akkordeon für Einsteiger: Irgendwann auf die Big-Gühne
Akkordeon für Einsteiger: Irgendwann auf die Big-Gühne Foto: Shutterstock von Proshkin Aleksandr

Die wollmilchlegende Eier-Sau der Musik

Dabei ist das Instrument ein Paradoxon in sich. Es ist und bleibt ein Multitalent. Höchst anspruchsvolle Musikstück wie Jazz, Tango oder Musette lassen sich damit spielen. Sehr beliebt auch im Folkrock, wo es richtig zur Sache gehen kann. Musikalisch sprengt es eigentlich sämtliche Grenzen. Es gibt immer wieder Neues zu entdecken und das Instrument kann außerordentlich anspruchsvoll sein. Und dennoch ist das Akkordeon für Einsteiger eine ideale Wahl.

Der Klassiker der Volksmusik
Der Klassiker der Volksmusik Foto: Shutterstock von fotoNino

Band in the box: Du begleitest dich selbst

Tatsache ist, dass ein Akkordeon für Einsteiger von Kids bis zu Erwachsenen etliche Vorzüge bietet. Der erste ist schon mal, dass man auf dem Instrument gleichzeitig die Melodie, den Bass und die Harmonie spielen kann. „Band in the Box“ sozusagen. Bei vielen anderen Instrumenten ist es so, dass du zwar vollkommen allein übst, Lieder aber eigentlich nur mit anderen Musikern gemeinsam spielen kannst.

Stell dir das mit einer Trompete, einer Tuba oder gar einem Schlagzeug vor: Üben musst du, wenn du ein paar Schritte weiterkommen willst. Auch häufig stundenlang. Und das durchaus regelmäßig. Nun bist du aber gerade nicht in der Musikschule oder bei der Band-Probe. Keiner begleitet dich, du kriegst eine Melodie oder einen Rhythmus hin, aber der Song ist irgendwie nicht komplett. Es wird monoton.

Und jetzt kommt das Akkordeon: Für Einsteiger auch deshalb gut, weil du sowohl allein als auch mit anderen gemeinsam spielen kannst. Ganz wie du magst. Du bist der mit dem Instrument der personifizierte Allrounder. Unabhängig und trotzdem komplett, das hat doch was.

Klein beginnen und nicht vom Instrument erschlagen werden
Klein beginnen und nicht vom Instrument erschlagen werden Foto: Shutterstock von Anton Havelaar

Als Einsteiger Akkordeon spielen – die richtige Größe wählen

Ein Akkordeon hat durchaus ein gewisses Gewicht und Größe. Kinder sollten damit nicht zu früh beginnen. Für die musikalische Früherziehung oder den Kindergarten ist es noch nicht so sinnvoll. Kinder unter fünf oder sechs Jahren könnten sich davon leicht überfordert oder gar abgeschreckt fühlen. Das Ding ist für die Kleinen einfach noch zu massig.

Viele empfehlen fünf bis acht Jahre als das richtige Alter für Akkordeon-Einsteiger. Andere sind der Meinung, dass Kinder nicht vor dem 8. Lebensjahr damit beginnen sollten. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo in der Mitte. Letztlich geht es um die Körpergröße und auch Kinder sind selbstredend nicht alle gleich groß.

Dann ungefähr sollte es passen. Nun geht es darum, das passende Akkordeon zu wählen. Ausschlaggebend wiederum die Größe, diesmal nicht die des Kindes, Jugendlichen oder Erwachsenen, sondern die des Instruments. Für die Größe des Akkordeons ausschlaggebend ist die Anzahl der Bässe bzw. Bass-Reihen.

Akkordeon für Einsteiger: Bleiben wir bei den Kids

Möchte man das Instrument für ungefähr 8-Jährige wählen, sollte man sich mit einem 40- oder 48-Bass-Modell beschäftigen. Mit dem 48er ist musikalisch ein wenig mehr möglich, zumal es eine Bassreihe mehr hat. Aber es ist eben auch eine Nummer größer. Und wenn man Schuhgröße 36 hat, kann man bekanntlich in Schuhen Größe 38 nicht gut laufen. Nicht anders beim Akkordeon es muss schlichtweg passen. Reinwachsen funktioniert da nicht.

Das Einsteiger-Akkordeon wächst leider nicht mit

Und da kommt auch schon der Gedanke im Umkehrschluss: Die Schuhe passen bei Heranwachsenden irgendwann nicht mehr. Das Akkordeon auch nicht. Bleibt der Musikschüler bei der Sache und macht es ihm oder ihr Spaß, ist für die Eltern die nächste Ausgabe schon vorprogrammiert. Sollte aber nicht allzu dramatisch sein, sofern das Instrument vernünftig behandelt und gepflegt wird. Genau aus demselben Grund sind viele auf der Suche nach einem gebrauchten Akkordeon für Einsteiger.

Klein beginnen und nicht vom Instrument erschlagen werden
Klein beginnen und nicht vom Instrument erschlagen werden Foto: Shutterstock von Eva Foreman

Und wenn du nicht mehr wachsen willst?

Natürlich entdecken nicht nur Kinder und Jugendliche die Welt der Musik für sich. Ausgewachsene – oft sind die Jugendlichen ja um deutlich größer als die Eltern – sollten mindestens ein 72-Bass-Akkordeon oder größer wählen. Die Größe ist letztlich ausschlaggebend dafür, was man aus diesem Instrument alles herausholen kann. Irgendwann ist vielleicht doch der Wunsch vorhanden, sich als Einsteiger auf dem Akkordeon auf einem Instrument mit mehr Möglichkeiten auszutoben.

Es gibt Modelle mit 40, 48, 60, 72, 96, 120 Bässen, die dann in mehreren Reihen gesetzt sind, außerdem noch einige Sondermodelle. Nicht zu vergessen, dass die „Quetsche“ auch noch in diversen unterschiedlichen Ausführungen angeboten wird, z.B. die Steirische, die Contertina oder das Bandoneon. Dann gibt es Knopfakkordeons, Pianoakkordeons und die sogenannten Pianomodelle. Gut festhalten, das war noch nicht alles. Ach, belassen wir es bei der Aufzählung. Wird sonst zu verwirrend.

Den Spruch: „Der Traum jeder Schwiegermutter, der Albtraum jedes Musikschülers: das Akkordeon“ stammt aus verstaubten Zeiten. Irgendwer wollte da vermutlich besonders witzig sein. In der Geschichte der Musik und des Instrumentenbaus hat sich derart viel getan, dass Fortgeschrittene als auch Einsteiger auf dem Akkordeon einfach nicht mehr auf den Musikgeschmack der Eltern eingeschränkt sind.

Hast du an diesem coolen Instrument erst mal richtig Lunte geleckt und bleibst dabei, kannst du es sogar irgendwann mit speziellen Soundmodulen vollkommen abgedreht klingen lassen. Die Technik dafür ist längst vorhanden. Also noch mal: Das Besondere beim Akkordeon ist, dass es keine Grenzen kennt. Gibt’s einfach nicht. Also dann, Dir als Einsteiger auf dem Akkordeon schon jetzt viel Spaß.

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