Keine Angst vor Fehlern – die passieren auch den ganz Großen

Kerry King von Slayer langt viermal daneben: Sympathisch und menschlich!

Foto: extrahiert aus YouTube-Video

Bei den Giganten der Weltbühnen glaubt man immer an absolute Perfektion. Umso faszinierender, dass auch den Heros der Thrash-Metal-Szene bisweilen Fehler unterlaufen. Kerry King, Guitar-Maniac von Slayer hat das Intro von „When The Stilness Comes” gleich viermal hintereinander vergeigt. Und das Publikum feiert ihn dafür!

Seht hin: Erst Fehler machen Musiker wirklich menschlich!

Slayer: Die Routiniers wollen sich aus dem Tour-Geschäft zurückziehen

Die Typen von Slayer sind absolute Routiniers. So viele Gigs wie die Band schon gespielt hat, muss man erstmal an Tagen gelebt haben. Mittlerweile haben sie so viele Jahre Bandgeschichte auf dem Buckel, dass sie sich auf Abschiedstournee befinden. Obwohl, „Abschied ist ein scharfes Schwert“ würde der allseits bekannte Hardrocker Roger Whittaker vermutlich sagen.

Und so wird das Wiedersehen mit Slayer auf den alljährlichen Festivals, in Stadien und mehr vermutlich zwar seltener. Dass sie wirklich von der Bildfläche verschwinden, glaubt niemand so recht. Nicht mal die Band selbst. Schließlich sind sie immer noch hungrig auf neue Projekte und auch längst noch nicht vollkommen abgebrüht.

Mutmacher für Einsteiger: Fehler passieren auch den Gitarrenakrobaten

Beweise dafür ist Kerry King, inzwischen stolze 55 Jahre alt und absoluter Gitarrenvirtuose. Beim Konzert im Madison Square Garden versemmelt er das Intro von „Wenn The Stilness Comes“ mehrfach hintereinander. Erst ist er verwundert, dann wird er langsam sauer. Zum Schluss verschwindet er einen Moment im Backstage-Bereich, kommt wieder und spielt etwas völlig anderes. Für das Publikum kein Grund zu hämischen Blicken oder Rufen. Ganz im Gegenteil. Die Menge unterstützt ihn und ist – so scheint es – sogar froh, dass ein Perfektionist menschliche Schwächen zeigt.

Vielleicht macht diese Szene sogar den Einsteigern Mut, die sich aus Angst vor Fehlern noch nicht wirklich auf die Bühne trauen. Ohne Sonne gibt es keinen Regen, ohne Stille keine Lautstärke und ohne Fehler keine Perfektion. Kein Mensch in der Crowd verlangt nach unbedingter Fehlerfreiheit. Ansonsten könnte man sich ja einfach das Album kaufen oder Song downloaden. Live ist live – und das ist gut so!

Du möchtest auch einen derartig coolen Sound wie Kerry King abliefern? Dann mach dich über die Basics schlau mit diesem Artikel zum Thema „Wie funktioniert ein Tonabnehmer einer Gitarre“.

Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte Dich auch interessieren: