Wieso du einen Umschalter für die Bodeneffekte benötigst

E-Gitarristen: Switcher für Pedalboard erleichtern das Leben ungemein

Foto: Shutterstock von Zoran Milutinovich

Wenn du als Gitarrist mit Bodeneffekten arbeiten willst, benötigst du eine Kommandozentrale, die du mit den Füßen bedienen kannst. Die Hände haben andere Aufgaben, die Nase als Joystick zu nutzen, kannst du ebenfalls vergessen. Lass uns gemeinsam betrachten, welche praktischen Vorzüge ein Switcher für Pedalboard für dich und dein Setup dir an die Füße reicht:

Check it: Vorzuge der Switcher für Pedalboard

  • Abschied vom Stepptanz
  • Reduktion von Nebengeräuschen per Loop
  • Unerwünschte Beeinflussung der Effekte eliminieren
  • Zeitsparen durch Umschalten kompletter Gruppen
  • Übersichtlichkeit als verpflichtende Bühnenanforderung

Switcher für Pedalboard – damit du dich weiterhin Gitarrist nennen darfst

Eigentlich wolltest du E-Gitarrist werden. Erst hast du deine Traumgitarre gefunden. Dann gesellte sich der druckvolle Verstärker hinzu. Der sollte möglichst puristisch und direkt klingen. Bei der Amp-Wahl hast du darauf geachtet, dass er mit einem Effekteinschleifweg ausgestattet ist. Und schon nahm die eigentliche Entdeckungsreise der individuellen Sounds ihren Lauf. Immer mehr Bodeneffekte haben sich auf deinem Pedalboard breitgemacht.

Equalizer, Kompressoren, Verzerrer, Delay, Hall, Chorus und Co. werden zu deinem ganzen Stolz. Dann noch ein paar spezielle Exoten wie den Harmonizer dazu gebastelt. Der Klang deiner Gitarre wird immer abwechslungsreicher und vor allem individueller. Es dauert nicht lange, bis die Zuhörer dich schon bei den ersten Tönen an deinen unverwechselbaren Sound erkennen.

Unverzichtbare Bodentreter müssen auch verwaltet werden
Unverzichtbare Bodentreter müssen auch verwaltet werden Foto: Shutterstock von Thiago Benassi

Mehr Effekte umschalten, als du Füße an den Beinen hast

Die ganzen Tretminen wollen und sollen natürlich auch an- bzw. abgeschaltet werden. Kein Problem, hast du dir gedacht. Schließlich bist du stolzer Besitzer von ungefähr zwei Füßen. Na ja, mehr werden es leider nicht. Also nicht mehr Effekte, sondern mehr Füße. Nicht selten kommt es vor, dass du zwischen den Songs oder jeweiligen Parts mehr Effekte umschalten musst, als dir Füße zur Verfügung stehen.

Du kommst an deine evolutionären Grenzen. Zielbewusst hast du dich zum weiterbildenden Hip-Hop-Dance-Kurs angemeldet. Längst belächeln die Bandkumpels deine bewegungsintensive Performance. Sinn der Sache war das nicht. Hättest du Stepptänzer werden wollen, würdest du dir wohl kaum eine E-Gitarre um den Hals schnallen.

Exakt das wolltest du nicht werden
Exakt das wolltest du nicht werden Foto: Shutterstock von Merla

Eine Lösung muss her. Equipment und Effektsammlung abspecken? Auf keinen Fall! Du wirst doch nicht vorsätzlich deine musikalische Identität beschneiden. Auf die ganzen Bodentreter verzichten und stattdessen aus dem unendlichen Fundus eines Multieffektgerätes schöpfen? Nö, das ist zwar komfortabel aber meistens ausschließlich digital und irgendwie auch nicht deine Welt. Was also tun? Keine Angst, die Lösung ist vollkommen simpel:

Switcher für Pedalboard erleichtern das Leben ungemein

Ein Switcher für Pedalboard muss her, und das nicht nur aus choreografischen Gründen. Ein solches Gerät ermöglicht es dir, mehrere deiner soundgeliebten Pedale mit einem einzigen Klick zu aktivieren oder eben – im Umkehrschluss – inaktiv zu schalten. Nicht länger stehst du vor der Anforderung, im rasanten Bühnenszenario mehrere Fußschalter gleichzeitig bedienen zu müssen. Exakt diesen eigentlich unmöglichen, multiplen Bewegungsablauf übernimmt der Switcher für Pedalboard.

Die Selbstorganisation nimmt ihren Lauf
Die Selbstorganisation nimmt ihren Lauf Foto: Shutterstock von AS photo studio

Nerviges Rauschen gar nicht erst zulassen: Loop Switcher für Pedalboard

Wo sich diverse Einzeleffekte in Reihe geschaltet breitmachen, ist das typische Rauschen der typisch nervige Begleitumstand. Das versucht man dann wiederum durch Noise-Gates zu begrenzen. Tatsache aber bleibt, dass die Geräte sich gegenseitig beeinflussen. Selbst dann, wenn sie sich im Standby-Modus befinden.

Nicht vollkommen eliminieren, aber zumindest bis den geringsten Rest auf den geringstmöglichen Rest reduzieren kann man das mit einem Loop Switcher für Pedalboard. In der Signalkette befinden sich damit lediglich die situativ gerade benötigten Effekte. Der Rest darf die Klappe halten.

Der Zeitfaktor ist song- und effektentscheidend

Willst du zwischen den Songs oder den Parts mehrere Geräte umschalten, kostet das außer Nerven vor allem eines: Zeit. Und sorry, aber die hast du nicht. Der Song läuft weiter und wird mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit nicht darauf warten, bis du ausgiebig durch dein Bühnenbeet der Effekte getrampelt bist. Der Aspekt scheint jedem nachvollziehbar, sorgt auf Bühnen aber immer wieder für schiefe Gesichter, wenn der Einsatz des Gitarrenakrobaten zu spät kommt.

Die zwangsläufigen Leerläufe sind einfach songschädlich. Der Sound musss kommen, und zwar sofort. Sinnvollerweise hast du dir deine benötigten Sounds und Effektkombinationen auf einer oder zwei Bänken zurechtgelegt, damit du sie mit ebenso mit einem, höchstenfalls zwei Tritten – Bank und Speicherplatz – auf dem Switcher für Pedalboard abrufen kannst.

Alles im Blick
Alles im Blick Foto: von Thomann

Status der Soundkombinationen optisch auf Anhieb erkennbar machen

Nicht zu unterschätzen ist übrigens die üblicherweise zurückhaltende Beleuchtung auf der Bühne. Ob die ganzen Pedale gerade on oder off sind, kannst du ohne einen Switcher für Pedalboard kaum zuverlässig beurteilen. Der zielsichere Tritt mit der Fußspitze wird zum zufallsabhängigen Vabanque-Spiel mit Unsicherheitsfaktor. Gerade die beliebten Analog-Pedale mit Retro-Faktor glänzen nicht immer mit Übersichtlichkeit geschweige denn optimal ablesbaren Displays.

Die menschliche Komponente: Multitasking hat seine humanoiden Grenzen

Wie auch? Platz für ein Display ist kaum vorhanden. Und selbst wenn die LED- oder LCD-Anzeigen fröhlich blinken. Wie und vor allem wann willst du die alle im kontrollierten Blick behalten? Schon sind wir wieder bei deinen evolutionären Endlichkeiten angelangt. Als handelsüblicher Gitarrist besitzt du zwei Augen und mit ein wenig Glück auch ein Gehirn. Das zumutbare Maß an Multitasking absolvierst du bereits, indem du zeitgleich schaltest und auf der Klampfe spielst. Alles hat seine Grenzen.

Sämtliche Anzeigen auf einem Display zusammengefasst

Anders sieht das mit einem Switching-System aus. Switcher für Pedalboards haben im Normalfall eine recht präsente Anzeige, wobei die jeweilige Bank und der spezielle Speicherplatz sichtbar sind. Das Sammelsurium der einzelnen Geräte-Displays kannst du somit unverzüglich aus deinem Blickwinkel streichen. Konzentriere lieber auf wichtigere Dinge.

Sinnvolle Features beim Switcher für Pedalboard

Verbleibt die Frage auf welche Features Du achten solltest, wenn du dir ein Umschalt-System zulegen möchtest. Angesichts der technologisch rasanten Entwicklung der Switcher für Pedalboards könnte die Antwort leicht ausufern. Versuchen wir deshalb, uns auf ein paar hilfreiche Basics zu beschränken.

Sinnvolle Anzahl der Loops
Sinnvolle Anzahl der Loops Foto: von Thomann

Anzahl der Loops: Bedenke, was du wirklich brauchst

Zur sinnvollen Ausstattung gehören die Loops, exakter ausgedrückt, die gebotene Anzahl der Loops. Wie viele du benötigst, entscheidet sich letztlich an der Menge deiner Bodeneffekte und der sich daraus ergebenden Effektkombinationen. Bleiben wir dabei bühnenrealistisch. Mehr als etwa acht bis zehn Loops wirst du selten benötigen. Ein interessantes Beispiel für ein programmierbares Effekt-Schaltsystem mit acht Loops und zusätzlichem Volume-Loop findest du auf dieser Produktseite auf thomann.de.

Schaltungstechnik darf gerne analog sein

Ebenfalls interessant ist ein Blick auf die Schalttechnik. Halten wir uns vor Augen, dass bevorzugt analoge Pedale eingebunden werden, andernfalls könntest du ja auch einfach auf ein digitales Multieffektgerät setzen, kommt eine analoge Schaltungstechnik deinem möglichst reinen Ton entgegen.

MIDI-Schnittstelle – eigentlich schon Standard

Eine MIDI-Schnittstelle sollte vorhanden sein, was bei höherwertigen Geräten allerdings keine außergewöhnliche Anforderung ist, sondern eher zur Standardausstattung gehört. Sinnvoll vor allem dann, wenn du neben dir zu Füßen liegenden analogen Effekten auch 19‘‘-Zoll-Komponenten in dein Setup mit einbinden möchtest.

Unterschätze nicht die benötigte Speicherkapazität

In der Bühnenrealität ist es meistens so, dass lediglich eine begrenzte Zahl unterschiedlicher Sounds wirklich genutzt wird. Plakativ betrachtet würde also ein Switcher für Pedalboard mit entsprechend geringem Speicher vollkommen ausreichen. Allerdings gibt es für uns Musiker mehrere Realitäten, auf die wir gerne vorbereitet sind.

Beispielsweise spielst du in mehreren Bands und bist darauf angewiesen, entsprechend unterschiedliche Effektkombinationen abzurufen. Oder aufgrund der räumlichen Gegebenheiten der Locations, in denen du spielst, brauchst du individuell ausgerichtete Raumeffekte. Darauf möchtest du mit diversen Varianten vorbereitet sein. Um die auf den jeweiligen Bänken bereitzustellen, benötigt dein Effektschaltsystem programmierbare Speicherkapazität. Nicht unüblich sind Kapazitäten für mehrere Hundert von Patches.

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Möchtest du mehr über Effekte erfahren, dann wirf doch mal einen Blick auf diesen Artikel zum Thema „Richtige Reihenfolge von Gitarreneffekten in deiner Signalkette“. Schon jetzt viel Erfolg, beim Konfektionieren, Schalten und Verwalten!

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