Sich den Herausforderungen stellen

Musiker werden: Mit welchen Skills du zum Ziel kommen kannst

Foto: Shutterstock von SeventyFour

Es ist und bleibt der Traum vieler: Musiker werden und richtig durchstarten. Wohl jedem ist bewusst, dass der Weg oftmals steinig und niemals einfach ist. Auch wenn’s mal schwierig wird: The Show must go on. Hier kommen ein paar Tipps und Gedanken, wie du aus deinem Wunsch gelebte Realität machen kannst.

Check it: Musiker werden – wie du es schaffen kannst

  • Überhaupt noch erstrebenswert?
  • Herausforderungen als Chancen begreifen
  • Durchhaltevermögen beweisen
  • Pünktlichkeit und Kritikfähigkeit
  • Musikalisch lernen und über das Business informieren
  • Organisiert und strukturiert bei gleichzeitiger Spontaneität
  • Gehe deinen Weg

Musiker werden – lohnt sich das noch?

Dass die Chancen für eine erfolgreiche Karriere als Musiker in den vergangenen Jahrzehnten, erst recht in den letzten Jahren deutlich eingeschränkter worden sind, ist allgemein bekannt. Die Zeiten haben sich maßgeblich verschlechtert. Es gibt weniger Auftrittsmöglichkeiten als früher, die Konzerte – wenn sie denn überhaupt stattfinden können – sind erst aufgrund des Pandemiegeschehens und dann der überbordenden Inflation schlecht besucht. Nicht nur unbekanntere Künstler mussten noch in 2022 haufenweise ihre Tourneen absagen, weil sie sich schlecht oder kaum besuchte Konzerte schlichtweg nicht leisten können. Soll man sich deshalb davon abhalten lassen, die Faszination Musik zu leben?

Die Zukunft findet statt, soviel ist mal klar

Nun könnten wir uns irgendwo in einer Baumhöhle verkriechen und in düstere Stimmung verfallen. Besser ist es sicherlich, mit einer vernünftigen Portion Optimismus darauf zu vertrauen, dass die Zukunft bald wieder besser aussieht. Wenn du Musiker werden möchtest, weil es nun mal dein Traum ist, stellt sich die Frage nicht, ob du lieber darauf verzichten solltest. Du kannst gar nicht anders, als loszulegen. Gerade als Einsteiger solltest du die Sache vernünftig und bei allem Rockstar-Lifestyle durchaus diszipliniert angehen. Immerhin gibt es etliche Herausforderungen, die auf dem Weg zum Profimusiker auf dich warten. Die erste Herausforderung bist du selbst.

Keine düstere Stimmung aufkommen lassen, die Zeiten werden sich bessern. | Foto: Shutterstock von BAZA Production

Herausforderungen als Chancen begreifen

Mit welchem Instrument und in welchem musikalischen Genre du dich auch immer siehst, es gibt eine Menge zu bewältigen. Immer wieder wirst du Hürden überspringen, die dir anfangs viel zu hoch erscheinen mögen. Nun könntest du bei jedem sich dir stellenden Problem entmutigt aufgeben und die ganze Geschichte an den Nagel hängen. Verkehrte Einstellung, was sich dir auch immer in den Weg stellen möchte, verstehe es nicht als nicht zu bewältigende Herausforderung, sondern als Chance.

Nur wenn du fest an dich glaubst und dein Ziel unbeirrt verfolgst, wirst du es schaffen. Bei manchen Dingen denkst du möglichweise, es nie zu schaffen. Genau die bieten dir die Chance, mit weitaus besseren Fähigkeiten und größerem Wissen als Sieger aus dem Rennen hervorzugehen.

Üben und Durchhaltevermögen beweisen

Leicht nachvollziehbar beginnt das zunächst bei deinem Instrument, das du vernünftig beherrschen musst. Und das heißt vor allem: Üben, üben, üben. Ein Instrument zu erlernen, ist nicht über Nacht möglich, vielmehr stehst du vor einem Marathon. Als Gitarrist werden dir die Finger schmerzen, als Blasmusiker die Lippen. Obschon du mir dir selbst behutsam umgehen solltest, lässt sich das kaum vermeiden.

Die gute Nachricht: Es tut nur am Anfang weh. Sofern du konsequent und vor allem regelmäßig übst, werden sich die Schmerzen in Luft auflösen. An den Fingerkuppen bildet sich Hornhaut, die Verkrampfungen aufgrund der ungewohnten Bewegungen entfallen, weil sie einfach nicht mehr ungewohnt sind. Was du benötigst ist vor allem Durchhaltevermögen.

Durchhaltevermögen mit Biss ist eine der wichtigsten Voraussetzungen | Foto: Shutterstock von Dmytro Vietrov

Mit Anleitung eines versierten Musiklehrers

Aber bitte nicht ins Blaue hinein üben, stattdessen mit vernünftiger Anleitung. Gerade anfangs ist es wichtig, dass die systematisch aufgebauten Übungseinheiten von einem erfahrenen Musiklehrer kontrolliert werden. Sicherlich könntest du rein autodidaktisch lernen, wenn du Musiker werden möchtest. Das Problem dabei ist, dass sich Fehler einschleichen würden, die du nur schwer wieder ablegen kannst. Solche Fehler kosten dich Nerven und Zeit. Die Zeit hast du nicht. Unterstützen kann dich dabei auch die geeignete Fachliteratur.

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Geduld haben und sich selbst vertrauen

Klar ist, dass die jeweils nächste Lektion in den seltensten Fällen auf Anhieb gelingt, vertrackte Akkordfolgen, schwierige Melodieläufe oder anspruchsvolle Grooves erst recht nicht. Vertraue dir selbst und habe Geduld. Taste dich langsam an diese Hürden heran und sei zuversichtlich. Auch wenn du zum hundertsten Mal wieder neu ansetzen musst, irgendwann wirst du es schaffen.

Mit einem kleinen Lächeln, könnte man auch sagen: Du musst es irgendwann schaffen. Du hast gar keine andere Chance, wenn du Musiker werden möchtest. Dieses Selbstvertrauen ist nicht nur notwendig, sondern unbedingt berechtigt. Allein dadurch, dass du ein Instrument beherrscht, kannst du etwas, was die meisten anderen nicht können. Und darauf kannst du aufbauen.

Rechtzeitig über das Musikbusiness informieren

Obgleich man sich eigentlich ausschließlich auf seine Musik konzentrieren möchte, müssen Musiker sich mit zahlreichen weiteren Aspekten auseinandersetzen. Einerseits, um überhaupt erfolgreich sein zu können; andererseits, um nicht in irgendwelche kostspieligen Stolperfallen zu tappen. Das Business ist kompliziert und so sollte man auch wissen, was einen erwartet. Etwa, wie die Verwertungsgesellschaften GEMA und GVL funktionieren. Was exakt ist die Aufgabe eines Produzenten; was übernimmt ein Plattenlabel und vieles mehr.

Was du brauchst, ist ein Überblick über alles, worum man sich als Musiker sinnvollerweise selbst kümmern sollte, und wie man das am besten macht. Kein Grund, auf sämtliche Gebieten ein Fachmann zu sein. Aber du hast ein sichereres Standing, wenn du das notwendige Wissen getankt hast. Auch hier gibt es interessante Lektüre, die dir auf dem Weg durch den Dschungel helfen können.

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Kritikfähig sein und bleiben

Zumindest kommerzielle Musik wird für die Menschen gespielt, die sie hören. Was auf den ersten Blick so simpel und banal klingt, birgt tatsächlich eine Menge Potenzial, wenn du ein besserer Musiker werden willst. In unserer oftmals polarisierenden Welt sind Musiker oftmals Kritik ausgesetzt. Dafür müssen sie sich das inflationär zitierte dicke Fell aneignen, ohne dabei die so immens wichtige Sensibilität zu verlieren.

Zugleich kann es gar keinen besseren Fundus geben, die Fähigkeiten und die Musik weiterzuentwickeln, als die Meinung der Kritiker. Das beginnt im Kleinen, etwa bei der Meinung der Bandmitglieder über dein letztes Solo im Proberaum und endet beim Feedback des Publikums beim Auftritt noch lange nicht. Wer mit seiner Musik ankommen will, muss sämtliche Sinne auf Empfang stellen, aus dem Empfangenen sinnvolle Rückschlüsse ziehen und daraus lernen.

Kritikfähigkeit und Selbstreflektion helfen dir auf deinem Weg | Foto: Shutterstock von Golubovy

Pünktlichkeit als professionelle Grundvoraussetzung

Selbst wenn man im Privatleben mal nicht pünktlich ist, die Bahn verpasst oder in der Schule die Pause überzieht: Professionelle Musiker kommen nicht zu spät. Zwar wird immer mal wieder geflachst und innerhalb von Bands gibt es gewiss auch das eine oder andere schwarze Schaf mit einem etwas unkonventionellen Verhältnis zur Uhr. Doch ebenso wie Konzerte auf den Punkt beginnen, ist beispielsweise die Studiozeit knapp bemessen, die Band- oder Orchesterprobe fängt termingenau an.

Pünktlichkeit ist eine Profi-Tugend. Sinnvollerweise planst du deine Ankunftszeiten bei der Probe, Bei der Auftritts-Location oder dem Studio erstens rechtzeitig und zweitens mit etwa einer viertel bis halben Stunden früher als vereinbart. Und zwar so, dass du ausreichend Zeit für den Aufbau deines Equipments hast und auf die Minute genau mit bestens gestimmtem und gepflegtem Instrument parat bist.

Der Spagat zwischen Organisation und Spontaneität

Nachdem wir uns jetzt darauf geeinigt haben, dass du bestens organisiert und strukturiert, zudem mit dem notwendigen Fleiß, Durchhaltervermögen sowie dem entsprechenden Wissensdurst vorankommen kannst, könnte man leicht glauben, das eigentliche musikalische Feeling, die Kreativität und das Rockstar-Gen blieben auf der Strecke. Das darf natürlich nicht sein und so wollen die Tipps sich auch nicht verstanden wissen.

Vielmehr bilden sie einen Rahmen, das Gerüst, an dem du dich orientieren und hochhangeln kannst, um deine eigentlichen Spaß an der Sache auszuleben. Erst auf dem Fundament der Eigendisziplin wirst du deinen musikalischen Fähigkeiten und deinem Charakter mit sämtlichen Emotionen bei der Musik freien Lauf lassen können. Im Hobbykeller mag das anders aussehen; doch kein ernstzunehmender Musiker würde mit einem nicht gestimmten Instrument zur Probe antreten, erst recht nicht zum Konzert oder der Aufnahmesession im Studio.

Also dann, sei immer bestens gestimmt und halte durch – es lohnt sich!

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Auch interessant: „Musikmarketing mit Spotify – Fehler, die ihr vermeiden solltet“.

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