Für Hygiene und Langlebigkeit der Flöte

Blockflöte reinigen – wie du es richtig machst

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Blockflöten bestehen üblicherweise aus Holz, eine Naturmaterial. Bereits daraus ergibt sich ein konkreter Pflegebedarf. Bedenkst du nun, dass durch Speichel, Feuchtigkeit und letztlich auch Umwelteinflüsse unappetitliche bis gesundheitsschädigende Rückstände am Instrument festkrallen, weißt Du, weshalb du die Blockflöte reinigen musst. Hier kommen unsere Tipps:

Check it: Blockflöte reinigen

  • Pflege wichtig aus hygienischen Gründen
  • Ohne Reinigung keine Langlebigkeit
  • Mundstück, Windkanal und Labium
  • Innenreinigung mit Bürste und Tuch
  • Blockflöte ölen und Kork einfetten

Blockflöte reinigen – beginnen wir mit dem Mundstück

Der direkte Kontakt zwischen dir und deiner Blockflöte besteht unmittelbar am Mundstück. Leicht nachvollziehbar, dass du diesem Bauteil spezielle Aufmerksamkeit widmen musst. Immerhin bläst du nicht nur Atemluft, sondern auch Speichel in das Instrument hinein. Dass das nicht besonders hygienisch ist, versteht sich von selbst. Möchtest du deine Blockflöte reinigen, ist es also der erste Schritt nach jedem Spielen, das Mundstück mit einem trockenen Tuch abzuwischen.

Die Feuchtigkeit muss konsequent weg
Die Feuchtigkeit muss konsequent weg Foto: Shutterstock von Vera Aksionava

Regelmäßige Reinigung muss zum Automatismus werden

Dieses bis zu diesem Punkt noch recht oberflächliche Reinigen der Blockflöte sollte dir schnell in Fleisch und Blut übergehen. Gewissermaßen automatisiert sollte das Abwischen nach jedem Üben oder Live-Spielen durchgeführt werden. Dabei achtest du darauf, dass das Tuch penibel sauber ist. Schließlich willst du Bakterien und Keime abtragen und keinesfalls auftragen.

Kurz abwischen solltest du das Mundstück übrigens auch, bevor du das Instrument an deine Lippen nimmst. Es liegt bereits eine gewisse Zeit im Etui. Was sich währenddessen getan hat, kannst du niemals mit Gewissheit sagen. Also lieber einmal zu häufig als zu selten säubern.

Keine aggressiven Mittel nutzen: Gesünder für dich und dein Instrument

Auf aggressive Flüssigkeiten wie beispielsweise Desinfektionsmittel verzichtest du bitte. Das macht keinen Sinn. Das Holz der Flöte reagiert darauf nicht so wohlwollend. Und für dich sind solche Mittel auch alles andere als eine Gaumenfreude. Putz- und Desinfektionsmittel schmecken mies und sind außerdem auch keinesfalls gesund. Blockflöte reinigen: Ja! Aber deinen Mund säuberst du lieber anders.

Mundstück, Windkanal und Labium

Widmen wir uns den Details: Unmittelbar an deinem Mundstück befindet sich der sogenannte Windkanal. Aus vollkommen pragmatischem Grund dürfen sich hier keine Verschmutzungen ansammeln. Von hier aus wird die Anblasluft direkt auf das Labium gelenkt. Hier also beginnt der eigentliche Weg der Tonerzeugung. Gefühlt wirst du solche Verunreinigungen möglicherweise gar nicht wahrnehmen. In der Spielweise und auch im Klang des Instrumentes wegen der Verwirbelungen durchaus. Möchtest du diesen Teil deiner Blockflöte reinigen, kannst du dafür beispielsweise einen Papierstreifen verwenden.

Vorsichtig, damit keine Kanten entstehen
Vorsichtig, damit keine Kanten entstehen Foto: Shutterstock von Pumidol

An dieser Stelle befindet sich nun auch das Labium, das Teil, an dem der Luftstrom sich bricht, bzw. den die Luft passieren muss, um überhaupt einen Ton zu erzeugen. Das Labium ist außerordentlich wichtig für das vernünftige Spiel, zudem sehr sensibel. Scharfe Kanten oder sonstige Beschädigen darf es nicht geben. Dein Instrument würde Schäden an dieser Stelle mit beeinträchtigter Tonqualität quittieren. Eine Reparatur ist schwer bis gar nicht möglich. Auch hier bitte die Blockflöte reinigen, allerdings sehr vorsichtig.

Oberflächenreinigung für später aufbewahren

Die Oberseite erhält später die ihr gebührende Aufmerksamkeit. Die wirst du während der Pflege des Instrumentes noch öfter anfassen. Und wenn du nicht wie ein professioneller Polizist, Detektiv oder Einbrecher mit Handschuhen arbeitest, hinterlässt du bei jeder Berührung Fettrückstände deiner Finger. Da kannst du dir die Hände noch so häufig waschen; das Fingerfett ist normal und für deine Haut überlebenswichtig. Auch oberflächlich willst du die Blockflöte reinigen, aber eben erst zum krönenden Abschluss.

Tuch und Bürste für das Innenrohr nutzen

Nehmen wir uns somit erstmal die Innenseite vor. Besonders ist hier die regelmäßige Säuberung, zumal sich hier oftmals Fasern und Staub absetzen. Solcherlei Rückstände sind aber schlecht für den Klang. Immerhin sind das Widerstände, die einen ungehinderten Durchlass der Luft verhindern. Zwar sind das wenigstens anfänglich allenfalls Nuancen. Aber solche Rückstände bauen sich auf. Also weg damit. Nach jedem Spielen nutzt du dafür zunächst einen Stab mit Öse für ein Tuch. Gut deshalb, weil du damit zuverlässig und besser die Blockflöte reinigen kannst als mit Blockflötenwischern.

Unbedingt sinnvoll ist es, zunächst einen Blockflötenwischer für die groben Teilchen zu nutzen und im nächsten Stepp das Tuch hindurchzuziehen. Hast du es mal eilig, beispielsweise direkt nach dem Flötenunterricht, dann verzichtest du ausnahmsweise auf den Wischer, verwendet aber das besagte Tuch. Blockflöte reinigen darf auch mal schnell und unkompliziert sein. Ein bewährtes Beispiel für einen Blockflötenwischer findest du auf dieser Produktseite auf thomann.de.

Praktisch, bewährt und preiswert: Blockflötenwischer
Praktisch, bewährt und preiswert: Blockflötenwischer Foto: von Thomann

Nach der Reinigung kommt die Pflege

Blockflöte reinigen und Blockflöte pflegen sind zwei Tätigkeiten, die ganz direkt ineinander übergehen. Hast du dein Instrument rundherum von innen und außen geputzt und getrocknet, muss es von Zeit zu Zeit eingeölt werden. Verhindern willst du dadurch, dass sich das Instrument verfärbt und dass irgendwelche rauen Oberflächen entstehen. Aber Achtung: Das gilt keinesfalls für das komplette Instrument. Der Block und der Windkanal bleiben frei von Öl. Andernfalls würden sich Tröpfchen bilden, die dich am Spielen hindern.

Damit sich keine spröden Risse ergeben: Blockflötenöl
Damit sich keine spröden Risse ergeben: Blockflötenöl Foto: von Thomann

Besitzt du ein Instrument mit Klappen, dann werden auch diese Bauteile ebenso vorsichtig wie regelmäßig eingeölt. Diesen Vorgang musst du nicht zwangsläufig nach jedem Spielen wiederholen. Manche Fürsorge kann man bekanntlich auch übertreiben. Etwa alle drei Monate solltest du nicht nur die Blockflöte reinigen, sondern auch einölen. Entsprechendes Öl findest du auf dieser Produktseite auf thomann.de.

Die Zapfen müssen eingefettet werden

Verbleibt der Blick auf ein weiteres neuralgisches Teil: die Zapfen. Üblicherweise bestehen die aus Kork. Die besondere Anforderung ist, dass sie einerseits das Instrument an der betreffenden Stelle hermetisch abschließen sollen. Es darf also keine Luft aus dieser Verbindung herausströmen, außerdem müssen der Kork wiederstandfrei sein, damit du die Teile schadlos miteinander verbinden kannst.

Für die neuralgischen Zapfen und Korkverbindungen: Korkfett
Für die neuralgischen Zapfen und Korkverbindungen: Korkfett Foto: Shutterstock von Thomann

Dafür müssen die Zapfen wenigstens ab und zu eingefettet werden. Verzichte bitte auf Haushaltsmittel aus Omas‘ Küche. Margarine oder Butter sind völlig ungeeignet, was sich wiederum durch die Hygiene von selbst erklärt. Geeignetes Korkfett befindet sich meistens im Lieferumfang deiner Blockflöte. Nachschub bekommst du über diese Produktseite auf thomann.de.

Zum Schluss nun baust du die Blockflöte zusammen und wischt sich mit einem Tuch blitzeblank, damit sie wieder fettfrei wie neu erstrahlt. Es fühlt sich einfach sauberer an. Außerdem hört das Auge bekanntlich mit.

Also dann, alles paletti? Dann viel Spaß beim Üben und Spielen!

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Es werden diverse verschiedene Blockflöten auch hinsichtlich der Griffweise angeboten. Stehst du noch vor der Entscheidung, welches Instrument du dir zulegen möchtest, dann lies doch mal unseren „Kaufberater Blockflöte“.

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