Von Green Day über Slipknot bis Nickelback und mehr

Legendäre Bands beantragen staatliche Finanzhilfen in Corona-Zeiten

Foto: extrahiert aus YouTube-Video extrahiert

Etwa die Eagles und Guns N‘ Roses gehören zu den ganz großen Namen der Rockszene, auch prominente Bands wie Green Day, Nickelback oder Mastodon. Doch auch die brauchen während der Corona-Pandemie Unterstützung. Es fehlen die wichtigen laufenden Einnahmen, um den Lebensunterhalt der Crew-Mitglieder zu bezahlen. COVID-19 ist für die Musikindustrie ein finanzielles Desaster.

Bereits zu Beginn der Pandemie Anfang des Jahres hat Billie Jor Armstrong mit einer akustischen Version von Boulevard of Broken Dreams beeindruckt. Die Textzeile „I walk alone“ wird in Corona-Zeiten zur immer schmerzhafteren Tatsache. Wir wünschen uns, dass bald keiner mehr allein laufen muss und allesamt möglichst unbeschadet durch die dramatische Gegenwart kommen.

Billie Joe Armstong – Boulevard Of Broken Dreams – (iHeart Living Room)

Millionenfach verkaufte Tonträger retten nicht vor Corona

Selbst namhafte, weltberühmte Bands benötigen Hilfe in Zeiten der Pandemie. Gefühlt hätte man damit kaum gerechnet. Andererseits wird dadurch noch mal deutlicher, welche finanziellen Auswirkungen die Veranstaltungsverbote und Einschränkungen in finanzieller Hinsicht für die Eventbranche haben. Die Bands hatten und haben immensen Erfolg mit millionenfach verkauften Tonträgern. Das hilft in der aktuellen Situation wenig. Denn: Wie umfangreich die dahintersteckende Maschinerie ist, lässt sich anhand der beantragten Förderungen unschwer ablesen.

PPP – Paycheck Protection Program: Lohnfortzahlung für die Crew

Schon im Frühjahr wurde in den USA das sogenannte „Paycheck Protection Program“ aufgelegt, ein Hilfspaket für Selbstständige, Mittelständler und Unternehmer in Höhe von mehreren Billionen US-Dollar. Hauptziel ist es, Lohnfortzahlungen zu sichern. Und das betrifft eben auch die Kulturschaffenden von Künstlern bis zu Technikern, vom Aufbauhelfer bis zum Toningenieur und mehr. Gerade bei den gigantischen Bands, die mit einer ebenso großen Crew unterwegs sind.

Sechs- bis siebenstellige Hilfen beantragt – zunächst auf Kreditbasis

Beim Paycheck Protection Programm handelt es sich um ein Hilfsprogramm auf Kreditbasis; Stand jetzt also Gelder, die eines Tages wieder zurückgezahlt werden müssen. Die meisten beantragten Kredite liegen im sechsstelligen Bereich. Manche Musiker mit großer Crew haben laut Darstellung der Medien bis zu einer Million beantragt. Von Bands wie Pearl Jam, Green Day, Disturbed oder Tool werden Zahlen zwischen 150.000 und einer halben Mio. US-Dollar gemeldet. Dabei geht es keinesfalls in erster Linie um den Erhalt der Band bzw. um den Kontostand der Mega-Stars. Es geht um nichts Geringeres als den Lebensunterhalt der gesamten Crew.

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Viele weitere Künstler haben sich in den vergangenen Monaten zur Corona-Pandemie mit ihren jeweils eigenen Möglichkeiten eingesetzt. So auch Bono von U2. Schau mal auf diesen Artikel: „Corona: Bono von U2 komponiert und performt ein Liebeslied für Italien“.

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