Motivation beim Musikmachen – begeistert und begeisternd bleiben

Eine Frage der positiven Perspektive

Foto: Shutterstock von Masarik

Wer fasziniert von einem Instrument ist und noch ganz am Anfang steht, ist zu Beginn immer hochmotiviert. Doch immer wieder stellt sich die Frage, ob man auch das nötige Durchhaltevermögen hat und sich nervigeren Zeiten durchbeißt. Dein Ziel ist die Musik. Hier kommen ein paar Tipps, damit deine Motivation beim Musikmachen an keiner Stelle auf der Strecke bleibt.

Check it: Motivation beim Musikmachen

  • Der Wunsch muss aus dir selbst kommen
  • Ambitioniert bis in die Fußspitzen
  • Riskante Hürden überspringen und durchhalten
  • Du wirst zum Maler – deine Leinwand ist die Musik
  • Begeisterung, Adrenalin und Motivationsschub
  • Es ist ein Lebensgefühl

Motivation beim Musikmachen nicht mit Zwang verwechseln

Schon klar, kein Musiker ist ständig hochmotiviert, immer wieder gibt es Phasen, in denen man entweder keine Lust oder Zeit hat. Gedanken, die in vollkommen anderen Sphären schweben, wollen gedacht werden. Hausaufgaben oder sonstige alltäglichen Dinge sind selbstverständliche ebenso wichtig wie das Üben auf dem Instrument, wenn nicht im jeweiligen Augenblick sogar deutlich wichtiger.

Und schon merkt man: Ich habe heute nicht geübt, bin keinen Schritt weitergekommen. Immer locker bleiben, das ist nicht das geringste Problem und noch viel weniger Anlass für ein schlechtes Gewissen. Ein Musikinstrument zu erlernen ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Das Hobby darf nicht soviel Platz im Leben einnehmen, dass fürs Leben keine Zeit mehr bleibt. Deine Motivation beim Musikmachen ist dadurch schließlich nicht beeinträchtigt.

Ambitioniert und motiviert bis in die Fußspitzen

Widmen wir uns mal deinen Anfängen und schauen wie du die Motivation beim Musikmachen hochhältst, ohne dir falschen Druck zu machen oder machen zu lassen. Wenn du beginnst, ein Instrument zu lernen, geht die Lernkurve anfangs steil nach oben. In vergleichsweise kurzer Zeit wirst du eine Menge in dich aufsaugen und diese Lernerfolge sind der ideale Motivationsfaktor schlechthin.

Klar, das liegt auf der Hand, umso weniger man weiß oder beherrscht, umso mehr kann man lernen. Langfristig wird sich das zwangsläufig ändern. Die Lernkurve flacht ab. Du beherrscht schon einigen Stuff und hast diverse Zusammenhänge verstanden. Außerdem hast du bereits eine Menge Techniken in dich aufgesogen, die als Basics immer wieder gepflegt werden wollen. Schon macht sich Ernüchterung breit, zumal du nicht mehr Woche für Woche spürbar und hörbar besser wirst.

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Eine riskante Hürde will übersprungen werden

Tatsächlich ist dieser Punkt riskant und leider für viele ein negativer Wendepunkt. Die anfänglich geradezu rasanten Lernerfolge sind gewissermaßen der Ambitionsturbo, der Musikschüler vorantreibt. Sie sind nichts Geringeres als die kontinuierliche Erfüllung des Wunsches nach Anerkennung. Plötzlich aber hat man das matte Gefühl, der Akku sei leer.

Die zweifelhafte Lösung heißt leider für viele eben noch Ambitionierte: Sie brechen ab, haben keinen Bock mehr weiterzumachen und das Instrument verstaubt in irgendeiner unbeachteten Ecke. Äußerst schade wäre es, wenn du diese Hürde nicht überwindest. Da stellt sich doch locker mal die Frage, wie du deine Motivation beim Musikmachen trotz abflachender Lernkurve aufrechterhalten kannst.

Jetzt darfst du dich ruhig mal selber feiern

Du bist bislang zügig vorangekommen und hast innerhalb kürzester Zeit eine Menge gelernt. Wenn du ehrlich zu dir selbst bist, hast du kaum Gelegenheit gehabt, darüber nachzudenken. Schon klar, man denkt ja auch nicht während des 100 Meter Sprints darüber nach, wie man sich die Schuhe angezogen hat. Nun aber ist der Tag gekommen, an dem du dir dafür Zeit nehmen solltest.

Also nicht dafür, über Laufschuhe nachzudenken, sondern zu realisieren, was du bis jetzt alles geschafft hast. Ist es nicht erstaunlich, wie deine Finger dir inzwischen weitaus besser gehorchen als zuvor? Bist du nicht von dir selbst beeindruckt, weil die anfänglich krummen Töne mittlerweile sogar richtig gut klingen? Du hast so viel geschafft und darfst dich jetzt auch mal selber feiern. Du hast es verdient.

Sei stolz auf das, was du geschafft hast! | Foto: Shutterstock von Dean Drobot

Die Tür steht offen, du musst nur hindurchgehen

Schon wird dir vermutlich bewusst, dass die Lernerfolge zwar schön, aber beileibe nicht alleinverantwortlich für deine Motivation beim Musikmachen sind. Es ging ja nicht darum, einfach nur eine rein mechanische Fähigkeit zu erlernen. Der Zweck dessen ist doch, das Instrument zu beherrschen, um damit die Musik zu spielen, die dir Spaß macht. Ja, auch das klingt ernüchternd; bleibt eine Tatsache: Das Lernen ist das Mittel zum Zweck.

Und mit dem bislang erreichten geht’s für dich erst richtig los; erst jetzt beginnst du wirklich, die Geheimnisse der Musikwelt zu entschlüsseln. Die Tür, die Klänge zu genießen, deine Kreativität auszuleben und die nächsten Schritte zu gehen, befindet sich unmittelbar vor dir. Sie steht im wahrsten Sinne des Wortes offen. Du musst nur hindurchgehen. Deine Motivation beim Musikmachen bekommt jetzt eine neue Qualität.

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Du wirst zum Maler – deine Leinwand ist die Musik

Du betrittst nun vorsichtig, aber nicht minder intensiv, die nächste Phase. Dir stehen inzwischen diverse Spieltechniken zur Verfügung, mit denen du entweder einige deiner Lieblingssongs spielen oder deine eigene Kreativität ausleben kannst. Nach den ersten Tönen und Akkorden auf der Gitarre hast du ein paar Skalen gelernt. Beginn doch mal mit dem Improvisieren! Aus ersten holprigen Tönen werden die Phrasen, die unmittelbar aus deinem Inneren stammen.

Mit der Improvisation beginnst du deine Emotionen in Musik zu formen. Gleiches gilt für nahezu sämtliche anderen Instrumente. Sobald die Basics stehen, nimmst du das Erlernte und lässt damit Neues entstehen. Du wirst zum Maler; deine Leinwand ist die Musik und die Töne sind deine Farben. Erinnerst du dich? Als du begonnen hast, konntest du noch nicht mit Musik malen; die Leinwand wäre leergeblieben.

Deine Staffelei ist die Musik, den Pinsel führst du selbst | Foto: Shutterstock von Ollyy

Dein Antrieb war doch eigentlich nicht das schlichte Lernen

Die Motivation beim Musikmachen hast du doch nicht wirklich nur aus dem Lernen gezogen. Vielmehr hattest du ein Ziel vor Augen. So wolltest du beispielsweise deine Lieblingssongs nachspielen. Es ist so weit. Die Zeit ist reif. Und mit jedem einzelnen Song, den du dir draufschaffst, wirst du besser werden. Sobald du die ersten Stücke draufhast, stellst du dir dein eigenes Repertoire zusammen, eine Setlist mit Songs, die du bald jederzeit abrufbereit hast.

Sobald sich die Gelegenheit ergibt, kannst du damit jeden Nachmittag, Abend oder die Party mit guten Freunden bereichern. Allein das sollte doch schon eine gute Portion Motivation beim Musikmachen mit sich bringen. Schneller als vermutet wirst du zum musikalischen Mittelpunkt zwischen Party und Lagerfeuer.

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Sauge die Begeisterung in dich auf – jetzt geht’s richtig ab

Die Post geht richtig ab, sobald du gemeinsam mit anderen spielen kannst. Sei das mit einer kompletten Band, bei spontanen Sessions unter Gleichgesinnten oder auch nur mit dem musikalischen Kumpel oder der Freundin. Ihr werdet euch gegenseitig motivieren und immer ein Stück weiter voranbringen. Das wird sich mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit soweit steigern, bis du den Treffen förmlich entgegenfieberst.

Bei zuvor abgesprochenen Songs nach sich jeder vernünftig vorbereiten. Bei der Jam Session tobt sich jeder nach seinen Fähigkeiten aus. Dabei geht es keinesfalls um Perfektion, stattdessen um das gemeinsame Erlebnis, um diese außergewöhnlichen Vibes, die beim gemeinsamen Musizieren entstehen. Saug die Begeisterung in dich auf und genieße es.

Und schon geht’s richtig ab: Voller Begeisterung! | Foto: Shutterstock von GBJSTOCK

Suche dir dein Adrenalin und freue dich auf den Energieschub

Gerade wenn du mit anderen gemeinsam spielst, erst recht vor Publikum, wirst du dein bisher gesammeltes Können hochkonzentriert auf den Punkt bringen wollen. Das Adrenalin schießt dir ins Blut, du möchtest ja nicht allzu viel verkehrt machen. Plötzlich spürst du, wie das Adrenalin dich trägt. Das Lampenfieber ist überwunden, die Finger hören auf zu zittern.

Du erlebst den puren Energieschub, ohne dich durch die Monotonie des stumpfen Übens eingeengt zu fühlen. Der Adrenalinfaktor birgt drogenfreies Suchtpotenzial. Wenn du den beispielsweise bei einem Konzert einmal erlebt hast, wirst du ihn immer wieder erleben wollen. Und längst hast du dabei begriffen, wie deine Motivation beim Musikmachen damit in höhere Sphären getrieben wird.

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