
Immer wieder taucht auf Bühnen als auch in Tonstudios der Begriff der DI-Box auf. Doch was ist das überhaupt, welche Aufgaben nimmt sie wahr und welche Unterschiede gibt es? Wann und wofür du eine DI-Box kaufen solltest und wofür du sie benötigst, klären wir in diesem Artikel.
Check it: DI-Box für Anfänger – Gründe und Möglichkeiten
Ein immer wieder auftretendes Problem bei der Abnahme von Instrumenten wie beispielsweise der E-Gitarre sind Brummschleifen und sonstige Einstreuungen. Zudem müssen verschieden starke Ausgangssignale kompatibel gemacht werden. Hier klären wir, warum du als Anfänger welche DI-Boxen kaufen solltest.
- Direct Injection: Aufgabe der DI-Box
- Unterschiede zwischen passiven und aktiven DI-Boxen
- Weshalb der Sound kompatibel gemacht werden muss
- Wie sich Brummschleifen und Co. bei Lautstärke auswirken
- DI-Boxen sind sehr einfach zu bedienen
- Wann du Mono- oder Stereo-Modelle benötigst
DI-Boxen: Existenzberechtigung und Aufgaben
Bevor wir uns mit den Einzelheiten passiver und aktiver DI-Boxen befassen, sollten wir erklären, was eine DI-Box ist und was sie tut. Eine DI-Box (kurz für „Direct Inject“) ist ein Hardwaregerät, mit dem ein unsymmetrisches Signal mit hoher Impedanz in ein symmetrisches Signal mit niedriger Impedanz umgewandelt wird. So kannst du ein Instrument wie eine E-Gitarre, einen Bass oder einen Synthesizer direkt an einen Mikrofoneingang deines Mischpults oder Audio-Interfaces anschließen.
Besonders wichtig ist das in der Nähe des Instruments, wenn du ein Signal über lange Kabel überträgst, da schwache, unsymmetrische Signale äußerst anfällig für elektromagnetische Störungen sind. Während DI-Boxen aufgrund der Kabellängen in Live-Sound-Szenarien obligatorisch sind, werden sie auch im Studio verwendet, um beispielsweise eine E-Gitarre direkt in das Aufnahme-Setup einzuspeisen.

Grundsätzlich geht es um die Impedanzwandlung
Grundsätzlich handelt es sich bei einer DI-Box um einen Wandler. Gewandelt werden asymmetrische Signale in symmetrische bzw. hochohmige Instrumentensignale in niederohmige, also solche, die für den direkten Anschluss an den Mikrofoneingang eines Mischpultes geeignet sind. So lautet denn auch die wörtliche Übersetzung für Direct Injection etwa „Schachtel zur direkten Einspeisung. Zielsetzung ist es grundlegend, für weniger Rauschen, Brummschleifen und sonstige Nebengeräusche auf dem Übertragungsweg zu sorgen, sei das beim Live-Auftritt auf der Bühne, im Studio oder wo auch immer. Dabei gibt es je nach abzunehmendem Instrument Unterschiede, nämlich die zwischen aktiven und passiven DI-Boxen.
Nimmt man eine aktive oder passive DI-Box?
Die Faustregel dafür lautet, bei aktiven Quellen wie etwa einem Keyboard passive DI-Boxen zu verwenden. Hingegen sollten bei passiven Quellen wie etwa einem E-Bass ohne aktive Elektronik aktive DI-Boxen zum Einsatz kommen. Klar, es gibt auch Instrumente, bei denen die konkrete Abgrenzung etwas problematisch wird. Beispielsweise bei Akustikgitarren mit integriertem Tonabnehmersystem verschwimmen die Grenzen. In solchen Fällen wirst du schlichtweg ausprobieren müssen, mit welcher Schaltung der galvanischen Trennung du zum geräuschärmsten Ergebnis kommst. Solche Grenzfälle sind aber eher selten.
DI-Box: Impedanz-Anpassungstransformator oder elektronische Verstärkung?
Bleiben wir zunächst bei den Basics, um die Unterschiede zwischen aktiven und passiven DI-Boxen zu klären. Einfach konfektionierte passive DI-Boxen haben in der Regel einen kleinen Impedanz-Anpassungstransformator mit an Bord. Demgegenüber stehen die anspruchsvolleren Designs der aktiven Dis, bei denen elektronische Verstärkungsstufen verwendet werden. Vorstellen kannst du dir die Funktionalität wie beim Eingangsbereich deines Instrumentenverstärkers.
Was sind die Unterschiede zwischen aktiven und passiven DI-Boxen?
Grundsätzlich benötigen aktive DI-Boxen eine Stromversorgung. Erreicht wird das entweder durch ein herkömmliches AC/DC-Netzteil, eine Batterie oder eben durch die stromführende Phantomspeisung des Mischpults. Aufgrund eben dieser Stromversorgung besteht die Option, weitere Funktionen in das Design zu integrieren. So ist es beispielsweise möglich, eine Vorverstärkerschaltung hinzuzufügen, sodass Signale mit sehr niedrigem Pegel verstärkt werden können. Klar, das machst du natürlich nicht im Nachhinein selbst. Vielmehr ist das Aufgabe der Hersteller. Wähle einfach das geeignete Modell mit den gewünschten Features.
Weshalb muss der Sound mit einer DI-Box kompatibel gemacht werden?
Wir sprechen von Musik, wir reden von Sound. Jedem Gitarristen, Bassisten und sonstigen Instrumentalisten ist bewusst, welche Bedeutung der stimmige Klang hat. Die Suche nach dem heiligen Sound-Gral führt dich auf die Bühne oder zu eben den Aufnahmen. Selbstverständlich möchtest du in dieser Hinsicht keinerlei Abstriche machen. Gerade bei passiven Pickups ist der Klang allerdings nicht immer mit den Eingängen von Audio-Interface oder denen des Mischpultes kompatibel.
Als Resultat wird der Klang erstens leise und zweitens dumpf ertönen. Exakt das ist das Szenario, in dem eine DI-Box ins Spiel kommt und die Verbindung zwischen deiner Gitarre, deinem E-Bass oder sonstigen Instrumenten mit deinem weiteren Equipment herstellt. Die Geräte müssen sich mit ihrem Signal-Output untereinander verstehen. Es ist eben schlichtweg sinnentleert, wenn das eigentliche Potenzial deines Instrumentes bereits vor dem Mischpult endet.
Was sind die grundlegenden Vorteile und Aufgaben der DI-Box?
Bei einer DI-Box stehen für dich gleich mehrere Vorzüge im Fokus deiner Überlegungen. Der erste Aspekt lautet, unerwünschtes Rauschen und Brummen zu eliminieren, die sich beispielsweise beim Anschluss deiner E-Gitarre an ein Mischpult ergeben können. Schaltest du nun eine DI-Box in den Signalweg, wertest du das Signal auf. Es wird klarer, klangqualitativer und vor allem rauschärmer.

Auffällig wird’s, sobald du lauter drehst
Vor Augen halten solltest du dir in diesem Zusammenhang vor allem zwei Punkte, die du vermutlich erst realisieren wirst, wenn es dich auf lautere Bühnen, ins Tonstudio oder zu Aufnahmen beim Home-Recording trägt. Solang du in deinem Kämmerlein noch vergleichsweise leise und nachbarschaftstauglich spielst, werden dir etwaige Nebengeräusche allenfalls selten auffallen. Sobald du jedoch aufdrehst, beispielsweise bei den ersten fetten Auftritten, wird eben nicht nur die Lautstärke deines Instrumentes massiv angehoben, stattdessen auch die etwaiger Nebengeräusche. Die können im Zweifelsfalls derart laut sein, dass sie die Kalotten der Lautsprecher zerstören.
DI-Box zwischen Klangbild, Geräte- und Gehörschutz
Das heißt, es geht um weitaus mehr, als das nervige Brummen und Knistern für ein homogenes Klangbild auszulöschen. Nämlich darum, das gesamte Equipment vor Schäden durch etwaige Spitzen zu bewahren. Zweitens erwartet dich bei Aufnahmen der gleiche Effekt. Während du deine Parts eingespielt hattest, fielen dir etwaige Nebengeräusche gar nicht auf.

Wie auch, du hast dich auf dein Instrument konzentriert. Nun aber geht es an die Abhöre. Und es werden eben nicht nur deine musikalisch kreativen Einsätze lauter hörbar, sondern auch die problematischen Nebengeräusche, die sich eben nicht so einfach im Nachhinein wieder herausfiltern lassen. Das war’s mit der Aufnahme. Die kannst du schlichtweg vergessen und mit durchdachterem Setup nochmal von vorn beginnen.
DI-Box: Keine Angst vor der Bedienbarkeit
Eine DI-Box zu bedienen und entsprechend anzuschließen, ist nun wirklich kein Hexenwerk. Spezielle technische Kenntnisse, besondere Fähigkeiten oder ein Studium der Quantenphysik sind schlichtweg nicht nötig, allenfalls ein paar wenige Grundkenntnisse. Die Gitarre oder beispielsweise der passive E-Bass wird mit dem Klinkenkabel an den Input der DI-Box angeschlossen, anschließend der Ausgang der DI-Box mit dem Eingang von Mischer oder Audio-Interface verkabelt.
Nach dem Einschalten von Verstärker und Co. gilt es einen Moment in die vermutlich nicht mehr vorhandene Stille zu horchen. Sofern du jetzt ein dir inzwischen erklärliches Brummen wahrnimmst, drückst du die Erdungstaste. Das Brummen dürfte sich unmittelbar erledigt haben. Falls nicht, stimmt irgendetwas anderes im Signalweg nicht. Die Fehlersuche beginnt, dass das mit der Erdung zu tun hätte, hast du inzwischen ausgeschlossen.
Nimmt man eine DI-Box in Mono- oder Stereo-Version?
Am Markt werden zahlreiche sowohl passive als auch aktive DI-Boxen angeboten, die entweder mono oder stereo ausgelegt sind. Allein aufgrund der Möglichkeiten mit den vielzitierten Kanonen auf Spatzen zu schießen, ist in diesem Zusammenhang schlichtweg sinnentleert. Welcher Bauart du nutzt, entscheidet sich insbesondere an deinem individuellen Setup. Sofern du über puristisch über einen einfach Gitarrenverstärker spielst oder etwa den Bass direkt ansteuerst, reicht eine einkanalige Mono-DI-Box vollkommen aus. Spielst du jedoch ein Stereo-Instrument wie ein Keyboard oder willst bei der E-Gitarre entsprechende Stereo-Effekte nutzen, ist klar, dass du auch eine Stereo-DI-Box benötigst.
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