Vorprogrammiertes Band-Chaos

7 unerlaubte Skills mit denen du dich in der Band schnellstens unbeliebt machst

Foto: Shutterstock von christian wiediger

Für die allermeisten unter uns ist es ein erstrebenswertes Ziel, in einer Band zu spielen. Gemeinsam musikalisch und kreativ austoben, super Momente im Proberaum und on Stage erleben und gerne auch vom Publikum abgefeiert werden. Aber Achtung: Das ist auch eine persönliche Anforderung, bei ihr als Teamplayer zusammenhalten müsst. Hier kommen ein paar Verhaltensweisen, die du in der Band lieber nicht an den Tag legen solltest:

Möchtest du gerne aus der Band geschmissen werden, geht das ganz einfach. Verhalte dich einfach so, dass allesamt nur noch den Kopf über dich schütteln. Dann bist du schneller weg, als du dein Instrument auspacken kannst. Zum Beispiel so:

  • Sei permanent unpünktlich.
  • Bereits dich niemals vor.
  • Ersticke jede musikalische Idee, bevor sie geboren ist.
  • Spiele alle anderen Instrumente außer deinem eigenen.
  • Drehe deinen Verstärker immer gehörschmerzend auf Volldampf.
  • Glotze spätestens alle zwei Minuten aufs Smartphone.
  • Bring immer jemanden mit zur Probe, der da nichts zu suchen hat

1. Pünktlichkeit ist auch eine Frage des Respekts

Die anderen warten mal wieder auf dich im Proberaum. Am Anfang der Probe gibt es etliche Dinge zu besprochen. Dann soll’s konzentriert vorangehen und das verlangt selbstverständlich nach Zeit. Die ist ohnehin knapp genug. Nur bist du leider nicht anwesend. Offensichtlich hast du dir den divenhaften Rockstar-Nimbus auf die Fahne geschrieben. Gar nicht gut. Sei dir lieber dessen bewusst, dass ihr dasselbe Ziel habt und permanente Unpünktlichkeit gleichbedeutend mit Respektlosigkeit ist.

Oh man, das nervt
Oh man, das nervt Foto: unsplash von emery meyer

2. Nicht vorbereitet? Denk mal mit den Augen der anderen

Und wo wir gerade beim Zeitfaktor sind: Damit, dass du einigermaßen rechtzeitig erscheinst, bist du schon mal einen wichtigen Schritt gegangen. Dennoch bleibt es allenfalls ein Anfang. Logisch, dass du vernünftig vorbereitet sein solltest. Du glaubst hoffentlich nicht wirklich, die Bandkumpels würden gerne ruhevoll darauf warten, bis du frische Saiten aufgezogen hast, ein Riff übst, das eigentlich seit Wochen sitzen sollte, oder erstmal ausgiebig nach Batterien, Kabeln, Saiten und Sounds in deinem Case suchst.

3. Songwriting nicht durch Dauer-Genörgel im Kein ersticken

Einen neuen Song zu entwickeln, bedeutet Kreativität, Ausprobieren und auch mal in die verkehrte Richtung stolpern zu dürfen. Dazu, sich musikalisch nackt zu machen, gehören Mut und Vertrauen gleichzeitig. Wedelst du bei jeder entstehenden Idee gleich mit lautstarker Nörgelei um dich, wird dir schon bald keiner mehr vertrauen. Die Pflanze wird nicht blühen; du wirst sie im Keim ersticken. Schade drum. Einfach mal im richtigen Moment still sein und nicht alles plattquatschen.

4. Nicht ständig an fremden Instrumenten rumfummeln

Nachvollziehbarerweise magst du es nicht, wenn jeder an deinem Instrument rumfummelt. Verständlich. Die anderen sind davon auch wenig begeistert. Nimmst du das Instrument eines Bandkumpels in die Hand, solltest du zumindest fragen. Egal, wie gut ihr euch kennt. Aber auch wenn er zustimmt, solltest du das nicht übertreiben. Schließlich seid ihr eine Band und keine musikalische Früherziehungsgruppe, wo jeder nach Belieben mal ausprobieren darf. Kümmere dich lieber um deine Angelegenheiten. Das erwartest du umgekehrt auch.

Überzogene Lautstärke zerstört nur das Bandgefüge
Überzogene Lautstärke zerstört nur das Bandgefüge Foto: unsplash von cedrik mosquera

5. Dosiere deine Lautstärke, ohne die anderen platt zu walzen

Wer am lautesten spielt gewinnt? Vollkommen falscher Ansatz! Jeder Song ist eine Bandleistung. Zwangsläufig muss auch jeder zu hören sein. Gerade im Probenkeller ist die mögliche Lautstärke begrenzt. Einerseits deshalb, weil der Gesamtsound andernfalls immer schlechter wird. Auf der anderen Seite, zumal beispielsweise der Sänger oder die Sängerin keine Chance gegen die Instrumente haben. Halte dich in dieser Hinsicht sinnvoll zurück und sei präsent, wenn du an der Reihe bist.

6. Das verdammte Smartphone darf auch mal die Klappe halten

Du wirst es kaum glauben, aber es gibt Augenblicke im Leben, in denen hat dein Handy schlichtweg nichts zu suchen. Und zwar nicht nur dann, wenn du gerade mal wieder im Operationssaal von einem Chirurgen zusammengeflickt wirst oder einem Vortrag über das Balzverhalten der neuneapolitanischen Pinguine zuhörst. Auch bei der Probe und erst recht beim Gig sollte deine persönliche Kommunikationszentrale einfach still sein. Kein Gebimmel, kein Blick, gar nichts. Glotzt du ständig aufs Smartphone, bist du nicht bei der Sache. Das braucht keiner.

Freundin, Freund und Verwandte können dich woanders bewundern
Freundin, Freund und Verwandte können dich woanders bewundern Foto: Shutterstock von Roman Samborskyi

7. Meinungen von der Seitenlinie will keiner hören

Kein Mensch aus der Band will sich in deine persönlichen Beziehungen mischen. Ebenso allerdings sollte sich deine Freundin bzw. dein Freund, deine Mutter, der Vater oder die Oma auch nicht in die Bandproben und den sonstigen Bandalltag mischen. Du spielst mit und für die Band. Konzentriere dich auf das Wesentliche und verzichte darauf, zu jeder Probe deine geliebte Klette mitzubringen. Erst recht solltest du nicht nach jedem Song um anerkennende Blicke und bewundernde Kommentare betteln. Die Meinung von der Seitenlinie ist in solchen Augenblicken nicht gefragt.

Bestimmt fallen euch noch zahlreiche weitere Dinge ein, die beim Miteinander im Bandalltag nerven. Wir sind gespannt auf eure Kommentare und kuriosen Erlebnisse.

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Nur aufs gemeinsame Ziel konzentriert kommt ihr weiter. Wenn ihr dann den Sprung an die Öffentlichkeit in Angriff nehmen wollt, bietet sich dafür die Teilnahme an einem Bandwettbewerb an. Habt ihr daran Interesse, werft doch mal einen Blick auf unseren Artikel zum Thema „Bandcontest“.

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