80er Hits: Exzessive Sounds einer wilden Ära

Zwischen Synthie-Pop, NDW, EDM und vielem mehr

Foto: Shutterstock von Jane Simon

Kaum einer mag es, wenn immer auf der ach so goldenen Vergangenheit rumgekaut wird. Aber die Achtziger haben es wirklich verdient. Die Jahre waren ein Mekka der Kreativität, ein Fundus vollkommen neuer Technologien, brachten etliche neue musikalische Stile heraus und vor allem einen riesigen Haufen von legendären 80er Hits. Here we go!

Check it: 80er Hits – aus einer mehr als bunten Dekade

  • Wie die 80er die Musikfans mit neuen Genres überrollten
  • Wie sich Synthie-Pop, NDW und Co. zu Wort meldeten
  • Was die Digitalisierung des Equipments bewirkte
  • Wie die neuen Sounds die Produktion beeinflussten
  • Welche typischen Instrumente für die 80er stehen
  • Wieso Gitarristen Kühlschränke mitschleppten
  • Weshalb Effektsound auf die Spitze getrieben wurden

80er Hits – Partykracher und Dauerbrenner

Die 80er-Jahre werden immer wieder mit an oberster Stelle benannt, wenn es um kultige Songs geht. Viele davon sind echte Partykracher, und die Liste der Dauerbrenner ist bis in die heutigen Tage schlicht endlos. Das Jahrzehnt war verrückt, zeichnete sich durch zahlreiche Trends aus und brachte unvergessene 80er Hits als auch innovative Instrumente hervor. Im Zuge des digitalen Fortschritts wurden Produktionsprozesse vollkommen neu gedacht.

Neue Stilrichtungen am rasanten Fließband

Die Achtziger waren die Zeit von Newe Wave und Synthie-Pop, der neuen Deutschen Welle, aber auch Hip-Hop, House und Heavy Metal. Die Musik war schrill, unangepasst, schräg und erfindungsreich. Die Themen von Rock und Pop waren in den 80er Hits bunt durchmischt. Geradezu rasant entwickelten sich immer neue Stilrichtungen.

Es ging einfach ständig und überall die Post ab | Foto: Shutterstock von Ralf Liebhold

Außergewöhnliche Koexistenz der Genres

Die Musikwelt erlebte eine wahre Explosion an Kreativität und Innovation. Nicht zuletzt aufgrund der fortschrittlichen Technologien fand vorsichtig der Übergang von der rein analogen und teils archaischen Musik zu den diversen Stilen der elektronischen Musik statt. Der ursprüngliche Punk der 70er hatte sein Zenit überschritten. Wie selten zuvor und danach koexistieren diverse Genres unmittelbar nebeneinander.

Zwischen Synthie-Pop und Neue Deutsche Welle

Hierzulande gab die Neue Deutsche Welle im wahrsten Sinne des Wortes Vollgas und lieferte etliche 80er Hits. International wurden Rock und Pop zu Synthie-Pop vermengt, Mitte der Dekade meldete sich der Italo Disco vehement zu Wort und am Ende stürmten die 80er Hits des Eurodance die Tanzflächen. Eigentlich gab es nichts, was es nicht gab. Aber so ziemlich alles war vollgepumpt mit bis dato unbekannten Sounds.

Ohne aktuelles Equipment ging gar nichts mehr

Zu den Besonderheiten der meisten 80er Hits gehörte, dass Musiker sie als Coverversion noch vergleichsweise einfach interpretieren und reproduzieren konnten, allerdings nur, wenn das benötigte Equipment vorhanden war. Und das war nicht ohne. Immerhin hatte das digitale Zeitalter begonnen, befand sich allerdings verglichen mit den heutigen Sounds – für die damalige Zeit glücklicherweise – noch in den Kinderschuhen.

Analoges Equipment flog reihenweise aus dem Fenster | Foto: Shutterstock von LIAL

Analog und digital schlossen sich nicht gegenseitig aus

Die Bands setzten auf Harddisc-Recorder, Sequenzer und schlussendlich wurde 1982 das MIDI-Protokoll eingeführt. Die Effekte wurden digital und klangen unvergleichlich sauber. Die analoge Musik ging eine nahezu gleichberechtigte Symbiose mit der Digitalisierung ein. Möglicherweise gehörte diese Koexistenz zu den genreübergreifenden Geheimnissen.

Unvergessliche 80er Hits ohne Ende

Die bestens 80er Hits aufzuzählen, ist keine Option und schlichtweg unmöglich, zumal eine solche Auswahl immer eine Frage des persönlichen Geschmacks bleibt. Aber wenn wir einmal die Schublade der 80er Hits aufmachen, kommen uns diverse prägende Songs ins Gedächtnis. Hier lediglich ein kleiner und wertfreier Auszug:

  • Billie Jean – Michael Jackson

Mit „Billie Jean“ brachte der King of Pop es auf mehr als 9,3 Millionen verkaufte Tonträger. 40 Wochen lang in den deutschen Charts und für die 80er Hits absolut prägend: Wenn andere sich über eine einzige Auszeichnung freuen, warm anziehen: Michael Jackson erhielt 4 x Gold, 18 x Platin und 1 x Diamant.

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Michael Jackson – Billie Jean (Official Video)

  • Hier kommt Alex – die Toten Hosen

Die Toten Hosen waren schon immer für ihr sozialkritisches Engagement bekannt. Als die Punkband den Roman vertonte, legte sie damit einen der echten 80er Hits hin. Allerdings weniger effektbeladen als der übliche Sound-Gusto der damaligen Zeit.

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Die Toten Hosen – Hier kommt Alex (Official Video)

  • Urgent – Foreigner

Urgent war die erste Singleauskopplung aus dem extrem erfolgreichen Foreigner-Album „4“ aus dem Jahr 1981. Lou Gramms Stimme und das Saxophon Solo von Junior Walker machten den Song zu einem der Party-Hits schlechthin.

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Foreigner – Urgent (Official Video)

  • Personal Jesus – Depeche Mode

Depeche Mode gehörten zu den Vorreitern des Synthie-Pop und waren bekannt für ihre düstere Note, ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Personal Jesus wurde etliche Male gecovert. 1989 kletterte er in die deutschen Charts und hielt sich satte 23 Wochen in den Top 100.

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Depeche Mode – Personal Jesus

  • 99 Luftballons – Nena

Der Song aus der Feder von NENA-Keyboarder Jörn Uwe Fahrenkrug-Petersen war prägend für die Neue Deutsche Welle. Frech, mit dezentem, aber unmissverständlichem Unterton, und mit den Sounds der 80er ging er durch die Decke und ist auch heute noch ein Partykracher.

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NENA – 99 Luftballons (Official Video)

  • Major Tom – Peter Schilling

Peter Schilling zählte zu den erfolgreichsten Interpreten der Neuen Deutschen Welle. Major Tom erzählt die Story eines Astronauten der aus dem Orbit den blauen Planeten beobachtet und dann „(…) völlig losgelöst von der Erde“ nie wieder zurückkehrt. Major Tom war auch international ein riesiger Erfolg.

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Peter Schilling – Major Tom (Official Video

  • Forever Young – Alphaville

Bei Alphaville handelte es sich tatsächlich um eine deutsche Band. 1984 veröffentlichten sie den Song „Forever Young“ und sprachen der Jugend damit aus der Seele. Als einer der 80er Hits, lockte der Titel mit eher soften Sounds auf den Dancefloor.

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Alphaville – Forever Young (Official Video)

  • In the army now – Status Quo

Auch bei Status Quo zogen die Sounds – insbesondere die Drum-Sounds der 80er ein, gut zu hören bei den markanten Überleitungen. „In the Army Now“ ist ein Antikriegs-Song, der eigentlich aus von Bolland & Bolland im Jahr 1986 stammt, aber erst Coverversion durch Status Quo fünf Jahre später extrem erfolgreich wurde. Leider ist der Titel aktueller denn je.

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Status Quo – In The Army Now (Official Status Quo)

  • Tainted Love – Soft Cell

Tainted Love von Soft Cell war eigentlich eine Coverversion. Das erfolglose Original stammte aus dem Jahr 1965. 20 Jahre später machte Soft Cell den Titel zum Welthit. In Deutschland Platz 1, ebenso in Großbritannien. Edelmetall gab es in diversen Staaten; in Kanada wurden sie mit Platin ausgezeichnet; ein typisches Beispiel der 80er Hits.

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Soft Cell – Tainted Love (Official Music Video)

Sound geprägt von ikonischen Effekten und Instrumenten

Ach, wir könnten endlos so weiter machen. Eins fällt auf Anhieb auf: Allesamt waren echte Ohrwürmer. Die 80er Hits wollten und sollten den Fans einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen. Und tatsächlich war die Dekade eine Zeit des musikalischen Aufbruchs. Künstler und Produzenten erkundeten neue Klangwelten. Ikonische und bis heute unvergessene Instrumente prägten den Sound dieser Ära.

Die typischen Instrumente in den 80er Hits

Es war eine mehr als experimentelle Zeit; der Synthie-Pop hatte Hochkonjunktur. Zum Referenzinstrument schlechthin entwickelte sich der DX7 von Yamaha. Dabei handelte es sich um einen bahnbrechenden FM-Synthesizer, dessen charakteristischer Klang durch die sogenannte FM-Synthese erzeugt wurde. Von den wuchtigen Bässen bis zu glitzernden Pads war der DX7 überall in den 80er Hits zu hören.

Der DX7 war das Referenz-Instrument schlechthin | Foto: Flickr com von digital_studio_japan

Die Synthie-Hersteller hatten den Braten gerochen

Angesagte Marken waren etwa Oberheim, Arp, Sequential und selbstverständlich der Moog. Die Hersteller hatten den Braten gerochen und überschlugen sich förmlich mit neuen Ansätzen. So war beispielsweise der Moog Liberation ein Keytar – ein Keyboard, das um die Schultern gehängt wie eine Gitarre gespielt wird. Neben seinen druckvollen Klangqualitäten mit Funky-Bass und unvergesslichen Lead-Sounds wurde er umgehend zu Showfaktor und machte Keyboarder mobil.

Typischerweise waren Synthie-Sounds gewollt höhenbetont

Interessant ist, dass die virtuell-analogen Synthesizer immer auch einen gewissen Glanz in den Höhen aufwiesen, den man auch mit Filtern nicht vollständig wegbekam. Weshalb auch; immerhin gehörten die glänzenden Höhen zum prägenden Sound der 80er Hits. Das zog sich auch über nahezu alle anderen Instrumente hinweg.

Variante von digitalen Samples mit analogen Filtern

Ein weiterer damals prominenter Synthesizer kam mit dem D-50 von Roland. Dessen Besonderheit war es, einzigartige Sounds durch die Kombination von digitalen Samples mit analogen Filtern zu liefern. Benannt wurde das bezeichnenderweise als „L.A. Synthesis“, die zu einem wahren Markenzeichen der Zeit wurde, diverse Pop- und Rockproduktionen beeinflusste und Bestandteil etlicher 80er Hits avancierte.

Das Mysterium des „D“ in der Produktbezeichnung

Zu den prägenden Synthies der 80er Hits gehörten etwa die der DW-Serie von Korg mit dem 6000er, 8000er und ab 1988 drängte sich der legendäre M1 in den Mittelpunkt. Die Pendants von Yamaha waren nicht nur der DX7, stattdessen die komplette DX-Serie wie auch der DX11. Auch bei Roland gab es eine komplette D-Serie, nämlich den D-20, D-50 und den D-90. Nicht von ungefähr kam es, dass die allermeisten Modelle das „D“ in der Bezeichnung trugen. Da dürfen wir nun lange raten, wofür das wohl stehen könnte. Die Lösung ist zu naheliegend: Das „D“ steht selbstredend für „Digital“.

FM-Synthese prägend für etliche 80er Hits

Im Mittelpunkt der Synthesizer-Sounds stand neben der Sample-Technologie die FM-Synthese (Frequenz-Modulationssynthese), bei der die Geräte zwar komplexer zu bedienen und insbesondere zu programmieren waren als die Vorgänger die auf Basis der sogenannten subtraktiven Synthese arbeiteten. Aber erstens nahm man das aufgrund der Qualität der Modulation in Kauf und zweitens wurde das Editieren der Sounds im Laufe der Zeit weniger komplex.

Manche Geräte waren finanzkräftigen Produzenten vorbehalten

Klar der Markt wurde förmlich mit analogen und digitalen Instrumenten überschwemmt. Manche davon konnte man sich einigermaßen leisten, andere wie den Fairchild oder den Prophet 5 eher nicht. Tatsächlich konnte man für den Prophet 5 derart tief in die Tasche greifen, dass man vermutlich zum selben Preis alle zuvor genannten auf einmal hätte kaufen können. Zur Wahrheit gehört, dass es nur äußerst wenige Musiker gab, die solche absoluten High-End-Geräte mit auf die Bühne schleppten. Die blieben eher zahlungskräftigen Studios vorbehalten.

Es war ein smoother, aber extrem dynamischer Übergang

Obschon weiterhin analoge Synthesizer auf diversen Produktionen zum Einsatz kamen, die auch immer wieder mit den speziellen Pop-Sounds der 80er Hits in Verbindung gebracht wurden und werden, war das digitale Zeitalter in der Musik unwiderruflich eingeläutet.

Rechenleistung und Speicherplatz waren extrem teuer

Zur besseren Einordnung: Zwar wurde das Synclavier als erste Digital Audio Workstation bezeichnet, das von 1975 bis 1991 hergestellt wurde, und die erste DAW mit HD-Recorder Funktion war der Fairlight CMI. Mit Anwendungen in der heutigen Form hatte das dennoch wenig zu tun. Denn insgesamt fehlt der Speicherplatz; heutige Speicherkapazitäten, die bereits ein winziges Smartphone zur Verfügung stellt, waren schlichtweg undenkbar. Und Speicherplatz war teuer; unglaublich teuer.

Speicherplatz war extrem kostspielig | Foto: Shutterstock von Kittyfly

Die rockige Facette schwang weiterhin mit

Das Besondere der 80er Hits war, dass bei den meisten Songs die rockige Facette über Drums, verzerrte E-Gitarren und Hardrock-Riffs noch immer mitschwang und nicht durch die reinweg digitale Produktion im Home-Studio vollkommen ersetzt wurde. Der Synthie-Bass oder der Drum-Computer wurden zusätzlich eingebunden oftmals gedoppelt, woraus sich ein sehr spezieller und nicht minder druckvoller Sound ergab.

Als die Drum-Machines Sound und Beats lieferten

Knackige Beats lieferten beispielsweise Drum Machines wie der Roland TR-808 und der TR-909. Die extrem druckvollen und geradezu hypnotischen Patterns prägten den synthetischen Drum-Sound der 80er Hits. Ausschlaggebend für die Resultate war jedoch nicht nur dass, sondern wie sie in den Produktionen eingebunden wurden. Häufig war es so, dass die Schlagzeuger nicht arbeitslos wurden, sondern direkt über den Groove der Drum Machines spielten.

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Warum Gitarristen mit kühlschrankgroßen Racks arbeiteten

Selbstverständlich betraf die neue Soundschwemme nicht nur die Tastenakrobaten. Gleichermaßen waren die Gitarristen von den Möglichkeiten infiziert. Gitarristen unterschiedlichster Genres stopfen riesige Racks mit Vorverstärkern, Endstufen und Effekten voll. Bei den Gitarristen zeigte sich der neue Trend hauptsächlich beim starken Einsatz von Effekten wie Chorus und Flanger und Co. Auch wurden neue Effekte als auch die ersten Rack-tauglichen Multieffekte entwickelt, die in der Symbiose der rabenschwarzen und quietschbunten Welt der 80er Hits als perfekte Soundlieferanten galten.

Die Effekt-Racks der Gitarristen wurden immer größer | Foto: Shutterstock von Mighty Images

Soundkaskaden: Ohne Delay keine Rock-Gitarre

In den 80ern waren die Gitarristen allerdings nicht nur Chorus- und Flanger-verliebt. Vielmehr galt das Statement: „Ohne Delay keine Rock-Gitarre.“ Insbesondere die Marke Lexicon hatte die qualitative Delay-Nase ganz weit vorne. Die einstigen Tape-Delays flogen reihenweise aus den Setups der Gitarristen; auf den Bühnen wurden eingängig groovende Delay-Pattern übereinander getürmt. Und auch hier können wir sehen, dass die technisch musikalische Entwicklung niemals aufhört: Die übereinander geschichteten Delay-Pattern sind gewissermaßen die Vorläufer der späteren Loop-Stations.

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Tricks und Kniffe in der Aufnahmetechnik

In der Aufnahmetechnik wurde mit sämtlichen Tricks und Kniffen gearbeitet, die man sich bis dato nicht annähernd vorstellen konnte. Es wurde gesampelt, bis der Arzt kam; selbst akustische Drum-Sets wurden erst eingespielt, dann mit zahllosen Samples gedoppelt und schlussendlich wurde ihnen durch den Einsatz von Noise-Gates erst der natürliche Raumklang genommen, den man anschließend wieder durch Digitalhall ersetzte. Und zwar mit riesigen Hallfahnen, die lange Zeit weder möglich waren noch akzeptiert wurden.

Digitale Raumeffekte mit endlosen Hallfahnen

Digitalhall war das neue Spielzeug von Produzenten und Instrumentalisten gleichermaßen, Im Gegensatz zum analogen Hall klang er so unglaublich sauber. Und so war es nur naheliegend, dass mit digitalen Raumeffekten bis zum Exzess experimentiert wurde. Beste Beispiele für endlose Hallfahnen in 80er Hits sind etwa „Running Up That Hill“ von Kate Bush, das legendäre Tom-Fill-In von Phil Collins auf „In The Air Tonight“ oder „The Unforgettable Fire“ von U2.

Band- und Plate-Hall und Co. wurden durch Digital-Hall ersetzt | Foto: Shutterstock von Olga Tsyvinska

Meilensteinsound von Phil Collins noch heute aktuell

Ohnehin hatte Phil Collins mit seinem Schlagzeugspiel und seinem Drum-Sound bei den 80er Hits noch eine gehörige Portion draufgesetzt. Der ohnehin fette Sound wurde gegated und massiv komprimiert und wurde zur Referenz damaliger Schlagzeuger. Und zwar derart prominent, dass e als Effekt auf zahllosen Aufnahmen und der Preset-Bank diverser Drum-Computer landete. Noch heute ist der Phil-Collins-Sound aus den 80er Hits in nahezu jedem Reverb-Effekt.Plug-in integriert.

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Typisch 80er Hits: Durchbruch des Saxophons

Außerdem war das Saxophon, der Matchwinner in der 80er Hits schlechthin. Es schaffte einen in dieser Form nie dagewesenen Durchbruch in die Dance-, Rock- und Popmusik. Unvergessen sind die Saxophon-Parts in Songs wie „Who Can It Be Now?“ von Men At Work, „True“ von Spandau Ballet oder „Urgent“ von Foreigner. Gerry Rafferty hatte bereits 1978 mit „Baker Street“ den Weg für das Saxophon geebnet, bei dem die Überleitungen von Raphael Ravenscroft eingespielt wurde.

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