Wirklich das letzte Konzert der Toten Hosen in Bremen?

Echte Nonstop-Party mit typischer Punk-Attitude, Moshpit und Co.

Die Toten Hosen: Trink aus! Wir müssen gehen! | Bastian Bochinski

Mit rund 35.000 Besuchern war das Konzert der Toten Hosen am 14.08.2026 auf der Bremer Bürgerweide restlos ausverkauft. Und das bei brütender Hitze von 36 Grad. Dass sie sich vermeintlich mit dem Motto „Trink aus! Wir müssen gehen!“ auf Abschiedstournee befinden, war Campino und Co. nicht im Geringsten anzumerken. Ganz im Gegenteil; sie standen förmlich unter Strom. In rund zweieinhalb Stunden lieferten sie mit 28 Songs einen rockenden und punkenden Rundgang durch ihre musikalische Karriere von Klassikern bis zu Auszügen aus ihrer aktuellen Produktion.

Bereits die Vorbands – wenn man das überhaupt so nennen darf – hatten es in sich. Den Start machte die britische Punk- und Power-Pop-Band „Bad Nerves“ mit rasantem, fast atemlosen High-Energy-Sound, in ihrer Ungeschliffenheit erinnernd an die Ramones oder The Strokes. Die Resonanz der Fans war bis dahin tatsächlich noch etwas zurückhaltend. Nach kurzer Umbaupause übernahm Feine Sahne Fischfilet das Zepter, die meinungsstarke Band um Leadsänger Jan „Monchi“ Gorkow. Und die hatten natürlich als Anheizer beispielsweise ihren bekanntesten Song „Wir kommen in Frieden“ und etliche weitere im Gepäck. Monchi gab Vollgas und setzte bereits beim ersten Song zum Stage-Diving an.

Campino in Höchstform | Jörn Petersen

Campino mit seiner Energie kaum zu bändigen

Um 20:30 Uhr standen dann die Toten Hosen auf der Bühne. Ihre Fans hatten sie vom ersten Ton an voll im Griff. Nach kurzem Intro ging es auch schon mit „Opel-Gang“ aus dem Jahr 1982, „Die Show muss weitergehen“, „Wir waren nie weg“ und „Auswärtsspiel“ zur Sache. Campino schien in seiner Energie kaum zu bändigen. Weshalb auch? Er raste permanent kreuz und quer über die Bühne und feuerte eine Hymne nach der anderen ab. Insgesamt sollten es 28 Songs werden, ein echtes Marathonprogramm. Die Setlist des Abends war gespickt mit Songs, die viele der Besucher durch Jahrzehnte begleitet haben, wie „Alles aus Liebe“, „Wünsch DIR was“, „Hier kommt Alex“, und natürlich „10 kleine Jägermeister“ und „Eisgekühlter Bommerlunder“.

Gigantische Punk-Party mit rund 35.000 Besuchern | Bastian Bochinski

Wirklich das letzte Konzert der Toten Hosen in Bremen?

Für die Toten Hosen ist Bremen eine ganz besondere Station auf ihrer Tour, schließlich verbindet sie mit der Stadt eine lange Geschichte. Hier war ihr allererstes Konzert nur wenige Meter weiter, nämlich im Schlachthof. Damals kamen kaum Gäste, auch deshalb, weil sie aufgrund eines Druckfehlers auf den Plakaten als „Die Toten Hasen“ angekündigt waren. Und jetzt eine derartig riesige Fangemeinde. Was für ein Kontrast.

Echte Nonstop-Party mit typischer Punk-Attitude, Moshpit und Co.

Die Veranstalter hatten zusätzliche Berieselungsanlagen und Wasserspender bereitgestellt. Die Menschen nutzten Regenschirme als Sonnenschirme, tauchten ihre Caps in Wasser und versorgten sich mit Getränken. Irgendwie hatten sie die hohen Temperaturen überstanden, wenngleich die Sanitäter sich nicht über mangelnde Einsätze beklagen konnten. Schlussendlich kühlte das Wetter zumindest ein wenig ab, die Stimmung allerdings nicht annähernd. Die Toten Hosen hatten die Bürgerweide zum Explodieren gebracht. Es war eine echte Nonstop-Party mit typischer Punk-Attitude, Moshpit und Co.

Ende 2027 soll Schluss sein. Aber wer weiß.

Am Ende der Veranstaltung war das Publikum restlos begeistert. Etliche der Fans hatten schon zuvor Konzerte in anderen Städten besucht oder werden bei weiteren Giganto-Auftritten mit der Band pilgern. Im Vorfeld hatte insbesondere Campino mehrfach erklärt, dass die Tour „Trink aus! Wir müssen gehen.“ die letzte sein könnte. Man wolle den richtigen Zeitpunkt für den Abschied vom Tour-Geschäft nicht verpassen. Ende 2027 soll Schluss sein. Aber wer weiß.

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Die beiden Gitarristen der Band bevorzugen vor allem traditionelle, druckvolle Rockgitarren, nutzen abseits der großen Marken aber auch maßgefertigte Modelle von Boutique-Herstellern. Da Andreas „Kuddel“ von Holst Linkshänder ist, spielt er ausschließlich Left-Hand-Modelle. Tatsächlich besitzt eine sehr große Linkshänder-Sammlung und wechselt seine Instrumente regelmäßig. Wenn auch du Linkshänder bist, zieh dir doch mal diesen Artikel rein.

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