Tipps für erfolgreiches Band-Marketing bei begrenztem Budget

Marketing für Nachwuchsbands: Wie ihr als Newcomer an die ersten Auftritte kommt

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Die Marketing-Branche weiß ein Lied davon zu singen: Trommeln gehört zum Handwerk. Ein Produkt zu vermarkten, verlangt nach viel Zeit und Einsatz. Euer Budget ist verständlicherweise begrenzt. Hier kommen einige Tipps für das günstige Marketing für Nachwuchsbands.

Check it: Marketing für Nachwuchsbands

  • Homepage, Blog und Social-Media-Seiten
  • An Bandcontests teilnehmen
  • Vitamin B schaffen und nutzen
  • Telefonische Akquise nicht scheuen

Trommeln gehört zum Handwerk. Soviel ist mal klar. Die Marketing-Branche weiß ein Lied davon zu singen. Euer Nachteil: Die Konkurrenz ist groß. Die Schar der Bands, die sich und ihr Programm vor Publikum präsentieren wollen, ist immens. Oftmals ist es schon ein Erfolg, aus der riesigen Masse der Bewerbungen hervorzustechen und vom Veranstalter überhaupt wahrgenommen zu werden.

Preisgünstiges Marketing für Nachwuchsbands: Im Web sichtbar sein
Preisgünstiges Marketing für Nachwuchsbands: Im Web sichtbar sein Foto: Shutterstock von LightField Studios

Die Homepage – eure virtuelle Visitenkarte im Netz

Im Gegensatz zu den verstaubten Zeiten eurer Eltern und Großeltern habt ihr mindestens einen immensen Vorteil: Das Internet ist euer Freund. Und zugleich auch die aktuelle Verpflichtung beim Marketing für Nachwuchsbands. Heutzutage kommt ihr um eine eigene Homepage nicht mehr herum. Aber das sollte für euch als Digital-Natives eigentlich das geringste Problem darstellen.

Die Schwierigkeit ist die: Eure Mitbewerber sind auch nicht auf dem Baum aufgewachsen und von denen müsst ihr euch irgendwie abheben. Das bedeutet, ihr müsst euch da schon ganz schön was einfallen lassen und eure Kreativität voll auskosten. Auf der positiven Kehrseite der Medaille steht, dass diese eure Visitenkarte im Netz sehr preisgünstig ist. Der Kostenfaktor ist eindeutig auf eurer Seite.

Nächstes Problem, auch eine Selbstverständlichkeit unter Marketing-Experten, eine schlecht gepflegte Website ist schlechter als keine Homepage. Das heißt, sobald ihr das Ding veröffentlich habt, müsst ihr die Band-Page dauerhaft pflegen und mit neuen interessanten Inhalten befrachten. Plant also die Zeit dafür ein. Beim Marketing für Nachwuchsbands gehört das zu den Basics schlechthin. Lässt sich nicht ändern, selbst wenn ihr keinen Bock darauf habt. Irgendein IT-Nerd wird sich im Freundeskreis schon finden.

Social Media – ab in die kommunikative Online-Welt

Vermutlich einfacher wird es für euch sein, statt oder zusätzlich zur Homepage eine Facebook-Seite und einen entsprechenden Instagram-Account einzurichten. Das besondere Vorzug ist, dass ihr euch – gerade bei Instagram – treffgenauer in eurer Altersgruppe bewegt und schneller wahrgenommen werden. Macht coole Fotos. Haut ein paar ansprechende Texte rein. Erzählt etwas von euch. Besonders wirkungsvoll im Netz sind wirklich authentische Aussagen. Und dann vergesst nicht, eure Kumpels und Kumpelinnen zu bitten, ein paar nette Kommentare auf die Seite zu kloppen und lasst euch kräftig „liken“. Das sorgt für Aufmerksamkeit.

Und immer dran denken: Kurz und knapp halten; kein Mensch liest ellenlange Texte auf Facebook, erst recht nicht bei Instagram. Da geht’s um Action. Und bei dieser Online-Variante vom Marketing für Nachwuchsbands solltet ihr von Anfang an auf den richtigen Tonfall achten. Also bitte keine Provokationen und auch keine möchtegern-witzigen Sprüche oder Antworten. Die können leicht mal falsch verstanden werden. Jean-Pütz, Hobbythek: Ich bastele mir einen Shitstorm.

Gesehen werden, Erfahrung sammeln und Kontakte knüpfen
Gesehen werden, Erfahrung sammeln und Kontakte knüpfen Foto: Shutterstock von Air Images

Bandcontest – macht mit

An Bandcontests teilzunehmen, hat für euch gleich mehrere Vorteile. Zunächst mal könnt ihr natürlich – so ihr als Sieger auf dem Podest steht – die Preise abräumen. Und die können mehr als lukrativ sein. Auch wenn ihr nicht als Gewinner aus dem Contest hervorgeht, sehen euch viele Menschen. Marketing für Nachwuchsbands heißt gesehen und gehört werden.

Gleichzeitig knüpft ihr Kontakte und zwar nicht nur zu den Veranstaltern, der Jury oder den Beobachtern von Producern bis zu Labels. Ihr lernt andere Bands kennen, könnt Erfahrungen austauschen und euch mit ihnen vernetzen. Irgendwann hilft’s; vielleicht kommt eines Tages ein Anruf: „Du hör mal, wir könnten bei dem Kulturverein spielen. Aber wir haben leider keine Zeit. Habt ihr nicht Lust einzuspringen?“

Vitamin B: Es gibt nichts, was euch schneller hilft

Geradezu der rote Teppich beim Marketing für Nachwuchsbands ist und bleibt das berühmte „Vitamin B“. Naja, ist auch zugleich die zweischneidige Schwierigkeit. Was sollt ihr machen, wenn ihr verständlicherweise noch keine eingespielten Kontakte habt? Ganz einfach: Dann müsst ihr sie eben erschaffen. Geht dorthin, wo die Entscheidungen getroffen werden.

Vollkommen egal, ob das der Entscheider im Jugendfreizeitheim, in der nächsten In-Scene-Kneipe oder vom Stadtfest ist. Kein Mensch wird euch buchen, wenn man euch nicht persönlich kennt. Leider oder glücklicherweise ist das eine unumstößliche Wahrheit beim Marketing für Nachwuchsbands. Es ist ein kommunikatives Signal, wenn ihr mittendrin seid. Und wenn ihr nur schüchtern aus dem Proberaum winkt, ist es eben exakt das Gegenteil.

Promo-Material haben, aber nicht sinnlos durch die Gegend schicken
Promo-Material haben, aber nicht sinnlos durch die Gegend schicken Foto: Shutterstock von Africa Studio und LightField Studios

Promo-Pakete zusammenstellen

Heutzutage ist es mit geringen Mitteln möglich, einigermaßen vernünftige Aufnahmen von den eigenen Songs zu machen, die anschließend auf CD zu brennen oder einfach als Datei zu verschicken. Viele Veranstalter kriegen eine Krise, wenn sie Werbemails mit fettem Datenanhang bekommen. So ein Online-Account ist auch schnell mal zugemüllt. Beispielsweise Festival-Veranstalter bekommen derart viele Promo-CDs zugeschickt, dass sie definitiv nicht die Zeit haben, die allesamt durchzuhören.

CDs, Bandfotos und Co. unmotiviert durch die Gegend zu schicken, bedeutet große Reibungsverluste. Oftmals landen die Briefumschläge oder Päckchen auf irgendeinem unbearbeiteten Stapel. Wenn ihr Glück habt. Wahrscheinlicher ist, dass sie weit unten liegen. Außerdem kosten Promo-Packages einfach Geld. Sowohl in der Herstellung als auch in Sachen Porto.

Trotzdem solltet ihr euch solches Material zusammenstellen. Aber nicht nach dem Gießkannenprinzip durch die Gegend schicken. Allenfalls an ausgewählte Veranstalter, von denen ihr wisst, „dass da was geht“. Und nach traditioneller Verkäufer-Manier greift ihr anschließend zum Telefon und nehmt persönlichen Kontakt auf. Und exakt das ist Zauberwort für das erfolgreiche Marketing für Nachwuchsbands:

Lieber telefonisch als per Post oder E-Mail
Lieber telefonisch als per Post oder E-Mail Foto: Shutterstock vonViktoriia Hnatiuk

Persönlich Kontakt aufnehmen

Um an die ersten Auftritte zu kommen, müsst ihr schlichtweg aktiv sein, telefonisch und persönlich. Ihr müsst euer Produkt anbieten und verkaufen wollen. Das Produkt seid ihr, bzw. ist eure Musik mitsamt Entertainment. Durchforstet das Internet nach Veranstaltungsmöglichkeiten. Hängt euch an die Strippe und ruft potenzielle Veranstalter an. Mehr als eine Abfuhr könnt ihr nicht kriegen. Also keine Angst davor.

Mag sein, es geht auch mal ein Telefonat daneben und ihr bekommt eine unwirsche Abfuhr. Üblicherweise aber ist die Eventbranche von der kleinsten Kneipe über den Kulturverein bis zum größten Festival voll von schlichtweg netten Menschen. Beim Marketing für Nachwuchsbands per Telefon benötigt ihr nur ein paar Erfolge in Form von „hört sich interessant an“. Und zack, jetzt ist der Moment gekommen, in dem ihr das Promo-Paket losschickt oder – besser noch – euch mit dem Laptop unter dem Arm zum Veranstalter begebt und ihm die Bude einrennt.

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