
Der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) hat seinen Halbjahresreport 2026 veröffentlicht. Belegt wird darin ein weiteres Wachstum der Einnahmen aus Downloads im Streaming-Bereich, Vinyl und CDs in Deutschland. Es mag durchaus einige Musiker und Produzenten geben, die auf diese Nachricht mit ausgiebigem Kopfschütteln reagieren. Angesichts der Ausschüttungen von Spotify und Co. werten etliche Musikschaffende nicht den BVMI-Bericht als Schlag ins Gesicht, wohl aber die Resultate.
In der Meldung heißt es wörtlich zitiert: Die Industrieeinnahmen, die in Deutschland im ersten Halbjahr 2026 mit dem Verkauf von Musik auf CDs, Vinyl-LPs und Downloads sowie im Streamingbereich erzielt wurden, erreichten insgesamt 670 Millionen Euro (bei einem Handelsumsatz von 1.221 Mio. Euro). Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 5,4 Prozent.
Auch dieses Mal war das Streaming Treiber der positiven Marktentwicklung, die Industrieeinnahmen legten hier um 5,5 Prozent auf nunmehr 84,4 Prozent der Brancheneinnahmen zu. Der Split zwischen physischem (CDs und Vinyl) und digitalem (Streaming und Downloads) Geschäft liegt in Deutschland zur Jahresmitte nun bei 13,6 zu 86,4 Prozent.
Begünstigt durch starke Albumveröffentlichungen wurde im ersten Halbjahr auch das Wachstum im physischen Marktsegment (+5,3 %). Innerhalb dieses Segments wuchs Vinyl um 9,8 Prozent und erreichte damit einen Anteil von 47,8 Prozent am physischen Markt. Nach wie vor hat die Schallplatte noch immer nicht die CD eingeholt, die mit einem Plus von 0,8 Prozent ebenfalls leicht hinzugewinnen konnte.
Dr. Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des BVMI: „Die erfreuliche Entwicklung im ersten Halbjahr unterstreicht, wie wichtig es zunehmend wird, besonders engagierte Fans, die sogenannten ‚Superfans‘, mit speziellen Produkten und Artist-Aktionen zu erreichen, eben auch im physischen Bereich. Davon abgesehen sind unsere Mitglieder aktuell sehr fokussiert an dem Komplex ‚Musik und KI‘. In diesem Bereich geht es um die Erschließung neuer Geschäftsfelder.“
Im Mittelpunkt der Monetarisierung im Rahmen von individuellen Lizenz-Partnerschaften im Interesse aller Beteiligten stehe hier die notwendige Transparenz auf Seiten der Anbieter. In diesem Kontext sei zu erwähnen, dass die Branche vergangene Woche auf internationaler Ebene einen Ansatz zur freiwilligen Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten vorgestellt hat. Drücke weiter: „Damit dokumentieren wir einmal mehr, dass wir diese Innovation als Branche gestalten.“
Wie siehst du das? Veröffentlichst du auch Musik und bekommst etwas vom großen Kuchen ab? Oder sind es nur Peanuts, von denen du nicht überleben kannst? Lass es uns in einem Kommentar wissen!





