News: Wolfgang Petry feiert 50 Jahre “Sommer in der Stadt“

Als Schlager rockig wurden

Mit unsterblichen Megahits hat Wolfgang Petry in den vergangenen fünf Dekaden ganze Generationen von Schlagerfans begeistert. | Sony Music Deutschland

Er gehört zu Köln wie der Dom oder der Heumarkt: Mit seiner rheinischen Bodenständigkeit, seiner offenen, unverstellten Art und natürlich seinen unsterblichen Megahits hat Wolfgang Petry in den vergangenen fünf Dekaden ganze Generationen von Schlagerfans begeistert. Auf seiner neuen Single schaut der Kultsänger nun zurück auf seine geliebte Geburtsstadt, auf die sympathisch eigenwilligen Menschen und auf sein bewegtes Leben – und legt mit der packenden Poprock-Ballade „Mr bruche keiner“ seine allererste Eigenkomposition in Kölscher Mundart vor.

Rückblick ins Jahr 1976: Mit seiner Debütsingle „Sommer in der Stadt“ entert Wolfgang Petry Platz 16 der deutschen Charts und tritt zum ersten Mal in der „ZDF-Hitparade“ auf, in der er von den Zuschauer:innen direkt auf den 2. Platz gevotet wird. Für Petry erst der Anfang einer beispiellosen Karriere, während der er knapp zwanzig Millionen Einheiten seiner insgesamt 27 veröffentlichten Studioalben (davon fünf Top 1-Scheiben und neun Top 5-Entrys in den deutschen Album-Charts) verkauft hat, in den größten Konzertarenen Deutschlands vor Millionen von Fans zu sehen war und unzählige Auszeichnungen, darunter mehrere goldene Schallplatten, ein Multiplatin-Award, fünf ECHOs in der Kategorie „Schlager/ Volksmusik“ sowie zehn Goldene Stimmgabeln, inklusive zwei „Platinum Life Award“-Stimmgabeln für sein Lebenswerk entgegennehmen konnte.

Auf seiner neuen Single schaut der Kultsänger zurück auf sein bewegtes Leben. | Sony Music Deutschland

Wolfgang Petry feiert 50 Jahre “Sommer in der Stadt“

Nachdem er im Sommer gemeinsam mit der DFB Frauen-Nationalmannschaft auf dem gefeierten Remake seines Gassenhauers „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih`n“ zu hören war, präsentiert sich Wolfgang Petry auf seiner neuen Single so nachdenklich wie nie zuvor. „Mr bruche keiner“ („Wir brauchen keinen“) ist ebenso Rückschau auf sein aufregendes Leben wie auch ein Blick nach vorne, was das Universum vielleicht noch für den Sänger und Musiker bereithalten mag. Ein Song in seiner „Muttersprache“ – für Wolle eine naheliegende Entscheidung. „Ich denke schon mein ganzes Leben auf Kölsch und muss mir ständig alles übersetzen“, so Wolfgang Petry schmunzelnd. „Mittlerweile gefällt es mir richtig gut, kölsche Texte zu schreiben und geht wie von selbst. Wenn ich nach Köln fahre, ist das wie ein Schalter, der sich umstellt! Ich bin sofort wieder da, wo mein Leben mit und in dieser Sprache begonnen hat. Mit Rosie spreche ich aber in beiden Sprachen.“

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Fünfzig Jahre nach seinem aller ersten öffentlichen Auftritt legt Wolfgang Petry mit „Mr bruche keiner“ eine kraftvolle Poprock-Ballade vor, auf der er weit zu seinen musikalischen Anfängen und seiner Liebe zur Rockmusik zurückgeht. Ein melancholischer Blick zurück, verbunden mit einem Petry-typischen Augenzwinkern. „Man kann so viele Sachen selbst erledigen, doch meistens hat man zu viel Angst davor oder ist zu bequem. Gerne zu geben – das ist gut fürs Herz“, fasst Wolle die Botschaft seiner neuen Single für all diejenigen zusammen, die dem kölschen Dialekt (noch) nicht mächtig sind. „Köln ist einfach meine Heimatstadt. Hier hatte ich meine erste Beatband und meine ersten Freundschaften, von denen viele bis heute halten. In Köln fühle ich mich zuhause. Hier darf ich Wolli sein. So wie ich bin.“

Wenn Schlager von rockender E-Gitarre getragen wird

Indes das Schlager-Genre bei vielen rockigen Musikern damals geradezu verpönt war, schaffte Wolfgang Petry einen besondere Coup dadurch, dass er den traditionellen Schlagersound mit Rock-Elementen kreierte, wobei insbesondere die E-Gitarre erstmals zum treibenden und zentralen Instrument im Schlager wurde. Mit seiner im Jahr 1996 gegründeten Live-Band – der Petry-Band – klangen seine Alben und Konzerte eher wie handgemachter Rock als klassischer Schlager.

Dabei diente die E-Gitarre keinesfalls nur als leiser Hintergrund, lieferte stattdessen treibende Riffs und Powerchords als auch immer wieder klassische Rock-Soli. Schlager mit dem Sound und der Attitude einer Rockband wurde zu seinem prägenden Merkmal, mit dem er den Grundstein für einen Schulterschluss von mindestens zwei eigentlich konträren Fanlagern legte.

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