
Wer auf lauten Sound auf der Bühne verzichten möchte, greift heute gerne zu hochwertigen In-Ear-Kopfhörern. Die sind inzwischen so günstig geworden, dass sie auch für Anfänger erschwinglich sind. Wir schauen uns die Sony IER-M500 genauer an, die guten Sound und guten Sitz für wenig Geld bieten wollen.
Check it: Sony IER-M500
- günstige In-Ears
- guter Sound
- viele Anpassungsmöglichkeiten
Was gehört zum Lieferumfang der Sony IER-M500 In-Ear-Kopfhörer?
In der Schachtel befindet sich einmal ein Softcase mit den In-Ears selbst, dazu eine weitere Pappschachtel mit dreimal zwei zusätzlichen, verschieden großen Ohrstöpseln und viermal zwei Bügeln für unterschiedlich große Ohrmuscheln. Dazu gibt’s mehrere Anleitungen in verschiedenen Sprachen, wobei deren Bebilderung so gut ist, dass man nichts anderes lesen muss. Hierfür schon mal ein richtig dickes Lob!
Das mitgelieferte Case ist etwas größer, als man es von vielen Consumer-Stöpseln kennt, aber noch längst nicht so groß wie die Plastik-Cases mancher gegossener In-Ears. Das ist sicher ein Kompromiss zwischen Wiederfindbarkeit im Case und Platz in der Hosentasche. Denn soviel sei vorweg verraten: Sofern man ein Ausgabegerät mit Miniklinkenbuchse hat, eignen sich die Sony IER-M500 durchaus zum „einfachen“ Musikhören.
Was ist wichtig bei In-Ear-Kopfhörern?
Ganz klar zwei Dinge: Sound und Passgenauigkeit mit daraus resultierendem Komfort. Fangen wir mit der Passgenauigkeit beim Sony IER-M500 an, denn die hat auch großen Einfluss auf den Klang. Die In-Ears sollten unbedingt fest und abschließend im Ohr sitzen, denn nur so übertragen sie auch alle Bässe.
Wie sorgt man für festen Sitz bei den Sony IER-M500?
Dafür gibt es zwei Möglichkeiten pro Seite, um die Monitore an deine Ohren anzupassen. Bereits bei Auslieferung sind mittelgroße Stöpsel und ebenso mittlere Bügel aufgezogen. Von hier ausgehend kannst du Stöpsel der Größen S und XS nach unten sowie L nach oben und Bügel in den Größen XS, S, L und XL auswechseln. Scheu dich hier nicht, auch unterschiedliche Größen für deine Ohren auszuprobieren. Mein rechter Ohreingang ist zum Beispiel auch größer als der linke. Hauptsache ist, die Sony IER-M500 sitzen ohne zu drücken und schließen den Gehörgang gut ab.

Wie ist der Tragekomfort der Sony IER-M500 In-Ears?
Wenn du die richtigen Größen der „Anbauteile“ für deine Ohren gefunden hast, werden die In-Ears in die Ohren gedrückt und die Kabel klassisch von vorne über das Ohr nach hinten geführt. Eine vorgebogene Plastikverstärkung um die Kabel erleichtert die Führung, wobei sich die Kabel auch drehen und zum Austausch der Bügel auch lösen lassen. Hinten kannst du dann die Länge der frei beweglichen Kabel durch eine Öse einstellen und das nach unten laufende Kabel mit einer kleinen Klemme zum Beispiel am Kragen eines Hemds, einer Bluse oder T-Shirts befestigen – sehr praktisch!
Ganz wichtig ist bei In-Ears ja der gute Sitz. Es darf nichts drücken, aber auch nichts wackeln. Schließlich willst du die Kopfhörer ja über mehrere Stunden beim Musizieren auf der Bühne oder im Proberaum bequem tragen können.
Zum Testen habe ich mit den Sony IER-M500 mehrere Stunden an meinem Rechner Musik produziert. Zwischendurch habe ich mal eine Seite kurz aus dem Ohr genommen, um eine kurze Gesprächssituation oder eine Ansage zum Publikum zu simulieren. Auch nach zwei Stunden ununterbrochenem Tragen war ich positiv überrascht: Die In-Ears saßen bequem und sicher in meinen Ohren. Es drückte nichts, die Kopfhörer hielten dicht.
Zum Vergleich: Ich besitze nicht nur ein paar billige In-Ear-Kopfhörer für unter 30 Euro, sondern auch ein Paar In-Ears, die extra für meine Ohren gegossen wurden. Letztere sitzen – verständlicher Weise – noch ein kleines bisschen perfekter, aber eben auch nur bei mir. Und sie kosteten ein Vielfaches der IER-500. Für In-Ears, die auf verschiedene Ohren angepasst werden können, sitzen die Sony-Kopfhörer hervorragend! Du merkst übrigens sehr schnell, ob die Sony IER-M500 richtig gut passen, denn sobald sie nicht fest im Ohr drin sind, fehlen die kräftigen Bässe. Damit kommen wir zum Klang.
Wie ist der Sound der Sony IER-M500 In-Ears?
Sofern die Stöpsel fest und abschließend in den Ohren sitzen, spielt der Kopfhörer seine Stärken voll aus. Der Frequenzgang reicht laut Sony von 10 bis 40.000 Hz, was in Kombination mit der kleinen integrierten Akustikkammer für ein ausgewogenes Klangbild mit kräftigen Bässen, durchsetzungsfähigen Mitten und sehr klaren Höhen sorgt. Somit eignen sich die Sony IER-M500 für alle Musiker Wer bestimmte Frequenzen betont haben möchte, kann dies vom FOH-Techniker besorgen lassen, denn es ist alles da.
Was ist das Einsatzgebiet der Sony IER-M500 In-Ears?
Tatsächlich kannst du diese In-Ears sowohl auf der Bühne, im Proberaum, aber auch einfach zum Musikhören benutzen. Die Sony IER-M500 sind spritzwassergeschützt und somit für Profi-Umgebungen und den Alltag geeignet. Der Miniklinkenstecker saß im Test sehr gut in verschiedenen Buchsen. Die Miniklinke ist hier übrigens Standard, der an den meisten Funkempfängern für In-Ears eingesetzt wird, weshalb im Gegensatz zu vielen „großen“ Kopfhörern hier auch kein Adapter auf große Klinke mitgeliefert wird.

Und sonst?
Sehr gut finde ich auch, dass die Kopfhörer MMCX-kompatible Stecker am 1,6 Meter langen Kabel haben, sodass man es bei Bedarf auch austauschen kann, wenn es im rauen Tour-Alltag – auch Anfänger im Proberaum können ein Kabel mal zerstören – den Geist aufgeben sollte.
Den Sony IER-M500 gibt es übrigens in drei verschiedenen Farben. Unser Testexemplar ist transparent mit ebenso transparenten Kabeln. Diese Variante ist sicher am unauffälligsten, nur ein kleiner roter (rechts) und blauer (links) Ring verrät uns direkt, in welches Ohr welcher Stöpsel gehört. Dazu gibt es eine schwarze Variante mit ebenso schwarzen Kabeln sowie eine Variante, bei der die Hörer komplett rot oder blau gefärbt und die Kabel wiederum schwarz gehalten sind.
Fazit zum Sony IER-M500
Der Sony IER-M500 ist ein sehr guter In-Ear-Kopfhörer zu einem günstigen Preis von knapp 120 Euro. Das ist in Anbetracht der Tatsache, dass viele Telefon-Kopfhörer mit deutlich schlechterem Klang gerne mal das Doppelte kosten, nicht zu viel. Bluetooth oder Noise Cancelling haben sie nicht, und das ist hier selbstverständlich. Denn die Klangübertragung erfolgt auf der Bühne immer noch über einen externen Sender, in den die In-Ears eingestöpselt werden, und durch die sehr gute Passgenauigkeit der geräuschisolierenden Ohrstöpsel und der Bügel fürs Ohr bekommst du von der Außenwelt auch so nicht viel mit. Wer immer schon mal mit In-Ears geliebäugelt hat, findet hier einen sehr guten Einstieg in diese Welt.
Ein paar technische Daten zum Sony IER-M500 (Herstellerangaben):
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- Kopfhörertyp: geschlossen, dynamisch
- Frequenzgang: 10–40.000 Hz
- Impedanz: 16 Ohm
- Empfindlichkeit: 103dB/mW
- Kabellänge: ca. 1,6 m (Kabel ist austauschbar)
- mitgeliefertes Zubehör: Anpassungsbügel, Ohrstöpselaufsätze, Bedienungsanleitung, Clip, Case
- erhältlich in drei Farbvarianten
Mehr zum Sony IER-M500 gibt’s auch auf der Webseite von Sony.
Hast du bereits Erfahrungen mit In-Ear-Monitoring gesammelt? Lass es uns in einem Kommentar wissen!