Tonlagen auf der Posaune

Posaune lernen: Zugtabelle

Posaune-Band
Foto: C MB 166 Lizenz: CC BY-ND 2.0

Die Posaune besteht aus drei Teilen: Trichter, Zug und Mundstück. Da die Posaune keine Ventile hat, werden die Töne über die Zugposition des Instruments und den Lippenansatz erzeugt. Um euch das Posaune lernen leichter zu machen, findet ihr hier eine Zugtabelle und wichtige Intonationstipps.

Die Zugposition der Posaune
Anders als andere Blechblasinstrumente hat die Zugposaune keine Ventile, die mit den Fingern gedrückt werden. Über den Lippenansatz lässt sich nur die Naturtonreihe (= Obertonreihe) vom Grundton der Posaune (B♭) aus erzeugen. Alle weiteren Töne lassen sich über das Betätigen des Zugs erreichen. Je weiter der Zug ausgezogen wird, desto länger wird die schwingende Luftsäule im Instrument und desto tiefer klingt der erzeugte Ton. Jede der Zugpositionen (oder: Lagen) entspricht hierbei einem Halbton. Von jedem auf der Posaune spielbaren Naturton lassen sich somit sieben verschiedene Töne bilden, die eine chromatische Tonleiter (Halbtonleiter) ergeben.

Das Quartenventil
Manche (Tenor-)Posaunen verfügen über ein Quartventil, das mit dem Daumen der linken Hand betätigt wird und das den Ton um eine Quarte (entspricht fünf Halbtönen) tiefer klingen lässt. Auf diese Weise lassen sich die Töne aus den Lagen 6 und 7 auch in Lage 1 bzw. 2 spielen.

Intonationstipps
Die grau markierten und in Stichnotengröße notierten Töne F
(mit Quartventil +qv. ) und a♭´/g#´ klingen im ersten Zug deutlich zu tief. Sie sollten daher auf Zug 6 (F) bzw. Zug 3 (a♭´/g#´) gespielt werden.

Die gelb hinterlegten Töne klingen etwas zu hoch oder tief und müssen deshalb mit dem Zug ausgeglichen werden: Pfeil nach oben: Zug etwas verkürzen; Pfeil nach unten: Zug etwas verlängern.

Bei den Quartventiltönen muss teilweise noch stärker ausgeglichen werden, hier ist in Klammern die korrekte Zugposition angegeben.

Zugtabelle-Posaune
Alfred Music

Hilfspositionen
Durch die Kombination aus Naturtonreihe und Zugpositionen bieten sich für viele Töne mehrere Positionen an. Die Standardposition ist dabei diejenige mit dem kürzesten Rohrweg. Die alternativen Positionen nennt man Hilfspositionen. So bietet sich die Möglichkeit, beim Spielen von schnellen oder schwierigen Passagen „lange Wege“ mit dem Zug zu vermeiden.

Einige Beispiele:

Ton Standardposition mögliche Hilfsposition
f 1. Zug (2. Naturton f) 6. Zug (3. Naturton b♭´
1. Zug (4. Naturton d´ 4. Zug (5. Naturton f´
3. Zug (4. Naturton d´ 6. Zug (5. Naturton f´
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