Bandcoaching

5 goldene Regeln, um als Band groß rauszukommen

Band Simpsons
Screenshot Youtube

Ihr wollt mit eurer Band voll durchstarten? Wir haben für euch zusammengefasst worauf ihr dabei unbedingt achten müsst. Diese 5 Tipps helfen euch dabei, als Band groß rauszukommen.

1. Verantwortungsgefühl
Es ist von großer Bedeutung, dass eure Band zuverlässig ist – ist sie das nicht, läuft es nämlich nur auf unnötigen Stress hinaus und ihr wirkt unseriös. Ein Beispiel: Man sollte auf jeden Fall pünktlich zum Soundcheck erscheinen!

2. Kontakte knüpfen/Eine Community bilden
Achtet auch darauf, Kontakte zu knüpfen und ein eigenes Netzwerk zu entwickeln! Mit Personen, die eure Band schon kennen, kann man nämlich eher bei einem eurer Gigs rechnen, als mit Leuten, die euch nicht kennen.

Wichtig sind außerdem Kontakte zu anderen Bands – man kann sich über Recording-Möglichkeiten oder Fotografen austauschen und vielleicht sogar mal einen Gig zusammen planen, denn davon profitieren gleich mehrere Bands.

Kurz gesagt: Das Konkurrenz-Verhalten darf man ruhig auch mal abschalten. ?

3. Eine Demo-Aufnahme zur Verfügung stellen
Wenn man noch ganz am Anfang ist, schreckt einen der Gedanke an eine Demo-CD, vor allem bei sehr jungen Bands, vielleicht erst mal ab – „Wo und wie können wir unsere Musik aufnehmen? Wo bekommen wir das Geld her?“ Dieses Problem ist schneller gelöst als gedacht. Eine Demo-CD muss nicht die beste Tonqualität haben, denn der Sinn einer Demo ist es, den Leuten, die euch noch nicht kennen, eine Kostprobe eurer Musik bieten zu können.

Ob man sich dann ein günstiges PC-Programm für Zuhause holt oder in ein Tonstudio geht, ist vorerst egal.

Übrigens: Man kann sich auch an diverse Medienhochschulen wenden, da die Studierenden dort oft Projekte absolvieren müssen. Das heißt, ihr könntet mit dem Studierenden in das Tonstudio der Hochschule gehen und dort euer Zeug aufnehmen. Das ergäbe eine Win-Win-Situation – der Studierende hat einen Inhalt für sein Projekt und ihr habt gute Studio-Aufnahmen.

Des Weiteren ist es wichtig, ein paar dieser Aufnahmen kostprobenartig im Netz kostenlos zur Verfügung zu stellen, damit sich möglichst viele eure Musik anhören können. Dieser Schritt ist erneut besonders relevant für unbekannte Bands, da man so das Publikum besser auf sich ziehen kann.

4. Präsenz im Internet

Heutzutage läuft sehr viel über das World Wide Web und Social Media Sites. Deshalb ist es wichtig, dass auch eure Band im Netz vertreten ist. Es gibt einige Portale, bei denen es sich anbietet, eine öffentliche Seite zu erstellen. Dazu zählen Facebook, Soundcloud, YouTube, Instagram oder Bandcamp.

Das Erstellen der Seite allein reicht jedoch nicht aus! Man muss das Publikum, das man bereits durch ein Gefällt mir oder Ähnliches gewonnen hat, auch unterhalten und auf dem Laufenden halten. Dies fördert zum einen eure Reichweite, zum anderen werdet ihr nicht in Vergessenheit geraten. Mindestens (!) einmal die Woche sollte man etwas posten, auch wenn es nur ein Bild mit einem netten Text ist oder ein lustiges Video von eurer Probe.

Generell ist es für die Fans interessant, wenn ihr sie mit der Kamera mitnehmt – ob das nun in Form eines Ausschnitts der Autofahrt zum nächsten Gig mit ein paar freundlichen Grußworten oder beim Aufnehmen eines Musikvideos passiert, ist natürlich euch überlassen.

5. Auftritte bis zum Umfallen!!!
Am wichtigsten ist aber immer noch die Praxis. Ihr könnt im Proberaum noch so gut sein – wenn die Bühnenpräsenz nicht stimmt, könnt ihr auch das Publikum nicht mitreißen. Deshalb ist es von großer Bedeutung, Live-Gigs zu spielen, ihr müsst schließlich Bühnenerfahrung sammeln!

Natürlich ist es am Anfang schwieriger, sich gut zu präsentieren und gleichzeitig zu konzentrieren, aber irgendwann ist man (im Idealfall) an einem Punkt angelangt, an dem man auf der Bühne Vollgas geben kann, ohne Angst zu haben, dass man einen Fehler machen könnte oder nervös wird, weil der Typ in der letzten Reihe die Arme verschränkt und grimmig guckt. Außerdem kann man live immer am besten beweisen, was man drauf hat. Eine Aufnahme gut klingen zu lassen, kann jeder – es wäre nur blöd, wenn ihr live dann plötzlich ganz anders klingt, oder?

ABER: Viele Auftritte spielen ist leichter gesagt als getan? Von wegen! Es gibt nämlich eine Menge Bandcontests, bei denen man sich anmelden kann – die einen mit Gebühr, die anderen ohne. Es geht auch nicht unbedingt darum, sofort weiterzukommen oder gar zu gewinnen – das ist nur ein schöner Nebeneffekt. Das Wichtigste ist, dass ihr Erfahrung sammelt, andere Bands kennenlernt  und vielleicht auch ein professionelles Jury-Feedback bekommt.

Natürlich kennt euch in so einer Situation der Großteil des Publikums noch nicht, deshalb ist es immer super, kleine Mitbringsel zu verschenken, denn ihr wollt ja auch in den Köpfen der Leute bleiben. Sticker mit dem Logo der Band sind zum Beispiel gern gesehen und können schon für kleines Geld angefertigt werden. Individualität und Wiedererkennungswert sind sehr, sehr wichtig! Ihr könnt zum Beispiel ein Banner mit eurem Logo mit auf die Bühen nehmen. Achtet auch darauf, dass ihr irgendeine visuelle Besonderheit habt, die die Leute, die auf eure Internet-Seite gehen, sofort wiederfinden.

Wenn ihr nicht bei einem Contest mitmachen möchtet, könnt ihr natürlich auch bei Clubs nachfragen, ob sie Interesse hätten, euch spielen zu lassen. Vielleicht gibt es bei euch in der Nähe ja auch Festivals für Nachwuchsbands oder ein Jugendzentrum, in dem ihr auftreten könnt.

Eine weitere Möglichkeit ist es, selbst Konzerte zu veranstalten. Um dabei möglichst viele Besucher zu bekommen, ist es von Vorteil, wenn ihr euch mit einer anderen Band zusammentut und gemeinsam den Gig veranstaltet, aber natürlich könnt ihr auch alleine etwas auf die Beine stellen. Großgeschrieben ist dabei auf jeden Fall das Wort WERBUNG! Keine Werbung, keine Gäste. Deshalb solltet ihr mögliche Interessenten möglichst früh über die Veranstaltung informieren.

Aber eines sei zum Abschluss auf jeden Fall noch gesagt: Anfangs seid ihr die, die den Auftritten hinterherlaufen müsst, denn sie werden euch im Normalfall nicht zufliegen!

Viel Erfolg!

Via backstagepro.de

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