Musikmachen mit dem PC Teil 1 – Systemanforderungen

Erstellt: 25.06.2010

Autor: Redaktion

Kategorie: Keyboards und Synthie , Studio und Recording

Inhalt:Basics

Schwierigkeitsgrad:(Leicht)

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Mac oder PC?

Mac oder PC unterscheiden sich in Rechenleistung und Performance kaum, denn die Hardware ist nahezu identisch. Nimm, was dir besser gefällt bzw. das was deine Freunde benutzen. Das erspart unnötige Systemdiskussionen, und du hast Leute an der Hand, die dir bei Problemen weiterhelfen können.

Systemanforderungen

Audioanwendungen sind recht leistungshungrig. Während für einfache Ansprüche durchaus ein Einsteiger-PC genügt, solltet du für höhere Ansprüche Leistungsreserven einplanen.

Tipp: Das beste Preis/Leistungsverhältnis bieten in der Regel Computer der oberen Mittelklasse. Der Hauptprozessor muss nicht das absolute Topmodell sein, es sollte sich aber auch nicht um ein typisches Sparmodell wie Celeron oder Turion handeln. Auch die extrem sparsamen Prozessoren in Netbooks sind für komplexe Audiobearbeitung etwas schwach auf der Brust.

Empfehlenswert sind Prozessoren mit mehreren Prozerssorkernen (Dual Core, Quadcore etc.). Die meisten Audioprogramme sind für Multi-Processing optimiert und können die zusätzliche Rechenleistung voll nutzen.

Nicht empfehlenswert für Audioanwendungen sind PCs und Notebooks mit „Shared Memory“ Grafik. Greifen Programme und Grafikausgabe auf denselben RAM-Speicher zu, kommen sie sich gegenseitig ins Gehege und es kommt leicht zu Aussetzern in der Audioausgabe. Achte also darauf, dass der PC einen Grafikprozessor mit eigenem Video-RAM besitzt. Die Leistungsfähigkeit des Grafikprozessors ist dagegen nicht besonders wichtig. Es kommt lediglich darauf an, dass er über eigenen Videospeicher verfügt.

Audioanwendungen bedingen einen hohen Festplattendurchsatz. Für einfache Anforderungen können die Audiodaten auf dieselbe Platte abgelegt werden, auf der sich auch das Betriebssystem befindet. Für Projekte mit vielen Audiospuren oder mit großen Sample-Libraries ist es dagegen ratsam, die Audiodaten auf einer separaten Festplatte abzulegen. So kommen sich Betriebssystem und Audioanwendungen nicht in die Quere.

Interne Festplatten, sind heute praktisch immer schnell genug. Externe Festplatten mit USB-Anschluss sind dagegen nicht gut für Audioaufnahmen geeignet, da der Datentransfer über USB den Prozessor stark beansprucht. Etwas performanter sind Firewire-Platten; sie belasten das System weniger stark. Am schnellsten unter den externen Festplatten sind solche, die über eSATA angesprochen werden.

System optimieren?

Früher musste man länger am System herumkonfigurieren, um optimale Audio-Performance aus dem Rechner zu kitzeln. Heute ist das kaum noch nötig. Ratsam sind zwei einfache Einstellungen:

optimale_Leistung

Das Abschalten von optischem Schnickschnack ist empfehlenswert
für leistungsschwache Rechner.

Klicke mit der rechten Maustaste auf das „Arbeitsplatz“-Symbol auf dem Desktop. Geh dort auf den Reiter „Erweitert“ und klicke unter „Systemleistung“ auf „Einstellungen“. Hier kannst du visuelle Effekte ein- und ausschalten. „Für optimale Leistung anpassen“ deaktiviert radikal allen optischen Schnickschnack. Ein paar sinnvolle Effekte, die die Darstellung verbessern, darfst du getrost wieder aktivieren; dazu zählen „Fensterinhalt beim Ziehen anzeigen“ und „Kanten der Bildschirmschriftarten verfeinern“.

Das Abschalten von visuellen Effekten empfiehlt sich vor allem für schwachbrüstige Rechner bzw. mit geringer Grakfikleistung. Ist eine leistungsfähige Grafikkarte eingebaut ist, macht’s kaum einen Unterschied.

Hintergrunddienste

Die Bevorzugung der „Hintergrunddienste“ verbessert die
Audioperformance.

Allgemein empfehlenswert ist folgende Optimierung: Neben dem Reiter „Visuelle Effekte“ ist der Reiter „Erweitert“; klicke dort unter „Prozessorzeitplanung“ auf „Hintergrunddienste“. Keine Panik: Das führt zu keinem Geschwindigkeitsverlust! Im Gegenteil: Durch Bevorzugung der Hintergrunddienste wird der Treiber deines Audiointerfaces „besser durchblutet“, d.h. es kommt nicht so schnell zu Aussetzern.