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... hat Dr. Bonk an irgendeiner Stelle erwähnt, daß man bei dem SNR-Bottom-Signal "die Phase drehen muss"? ...also ich gucks jetzt nochmal, um ganz sicher zu gehen, daß er das wirklich nicht erwähnt hat ;)
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er hat im ersten Beitrag (BD) schon zur Phasendrehung was gesagt und gezeigt, also dürfte das wohl damit erklärt sein, dass es nicht noch mal erwähnung findet. Wobei mich wundern würde, dass es Auslöschungen gäbe, wenn beide Mikros doch gleich weit vom Fell entfernt sind. Letztlich ist die Entfernung von BD Frontfell zu Batterfell weit größer als zwischen Snare Batter & Snare...
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Ich kann den anderen Kommentatoren nur beipflichten. Die Video-Beiträge sind extrem oberflächlich und unterschlagen teilweise die wesentlichen Faktoren des Drum Recordings. Ich möchte einige an dieser Stelle kurz nennen:
1. Stimmen des Drum Sets
Dies ist der wohl wichtigste Faktor überhaupt, der maßgeblich über den späteren Sound entscheidet! Nicht umsonst wird darauf im Studio die meiste Zeit verwendet. Wenn ich mir die Toms im Beitrag von Dr. Bonk anhöre, wurde offensichtlich genau dieser Punkt vergessen. Das spätere Austauschen (ist das eigentlich DAS Mittel der Wahl?) hätte vermieden werden können.
2. Mikrofonierung und Mikrofonpositionierung
Auf den Faktor Richtcharakteristik und ihre Auswirkung auf Klang/Positionierung wird nicht eingegangen. Offensichtlich scheint der Autor über die technischen Gegebenheiten der Mikrofone nicht gut informiert zu sein, denn wie lässt es sich sonst erklären, dass ein gerichtetes Mikrofon mit Pappe umklebt wird mit der Aussage, dass so die HiHat weniger stark mit aufgenommen wird? Wenn man sich mit Mikrofonen beschäftigt, sollte der Begriff Druckgradient ein Begriff sein. Beim gezeigten Mikrofon handelt es sich um einen Druckgradienten-Empfänger und nicht um einen Druckempfänger. Das bedeutet, das die Richtwirkung des Mikrofons durch geschickte Laufzeitverzögerung des SEITLICH einfallenden Schalls erreicht wird. Der Gradient aus frontal und verzögert seitlich eintreffenden Schall bestimmt die Richtwirkung des Mikrofons. Hält man nun die seitlichen Schalleintrittsöffnungen eines Druckgradientenempfängers zu (oder klebt diese zu), wird aus diesem ein Druckempfänger (also ein Mikrofon mit Kugelcharakteristik). Man hat also erfolgreich die starke Richtwirkung aufgehoben und in eine Kugel verwandelt. Ob das die HiHat fern hält? Nimmt man stattdessen allerdings ein Mikrofon mit Richtwirkung und richtet es so aus, dass es mit der unempfindlichsten Seite zur HiHat zeigt (bei der Niere sind das z. B. 180° bezogen), so hat man wesentlich mehr erreicht. Das Lesen der Polar-Diagramme ist für die Mikrofonierung Pflicht und die für Laien wichtige Erklärung derselben wäre angebracht gewesen.
3. "Tunnel" vor der Bass Drum
Den Sachverhalt, warum man die Bass Drum nicht mit einem Gate versehen muss, wenn man einen Tunnel davor baut, ist mir schleierhaft. Welche akustische Wirkung besitzt der Tunnel? Wie beeinträchtigt er das Ausschwingverhalten der Felle? Eine Erklärung wäre nett, weil ich ansonsten befürchte, dass in Zukunft viele sinnlose Teppich-Tunnel vor Bass Drums gebaut werden.....
Ich möchte nicht den gesamten Beitrag zerreißen, sondern lediglich anregen, nicht die wesentlichen Fakten zu unterschlagen. Schließlich möchten die Leser/Betrachter der Videos ja was lernen und nicht wieder mit Halbwissen arbeiten.
Doktor Bonk
David Bonk schaffte es mit der Band PANIK (auch bekannt als Nevada Tan) in die Top Ten der deutschen und europäischen Charts und bekam dafür zwei Echo-Nomminierungen und Gold in Russland. Der Pianist und Gitarrist startete 2008 seine Karriere als Produzent im Hansa Tonstudio Berlin. Er wirkte u.a. an Produktionen wie X-Factor, LaFee, Annett Louisann und Joja Wendt als Produzent und/oder Engineer mit.
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