Oktavreinheit

Die Oktavreinheit muss bei einem Saiteninstrument einstellbar sein, weil sonst beim Wechsel von tiefen zu hohen Lagen Verstimmungen auftreten können. Bei bundierten Gitarren und Bässen ergeben die Bundabstände nur saubere Tonschritte, wenn die Länge des schwingfähigen Saitenstücks exakt stimmt.

Das gilt aber nur theoretisch, denn in der Praxis schleichen sich hier Fehler ein, die durch verschiebbare Saitenreiter am Steg kompensiert werden müssen, wenn alle Töne sauber gestimmt rüberkommen sollen. Vor allem durch die Saitendehnung beim Herunterdrücken aufs Bundstäbchen entsteht eine geringe Verstimmung, die um so stärker auffällt, je weiter man in die hohen Lagen vordringt. Dieser Verstimmungsfaktor ist im wesentlichen auch abhängig von der eingestellten Saitenlage und von der Flexibilität der verwendeten Saiten und wird durch entsprechende Oktavreinheits-Justierung der Saitenreiter am Steg wieder ausgeglichen.