• Gute Demo-CD: Ist mein Equipment ausreichend?

    Hallo Leute! Ich wäre euch echt dankbar, wenn ihr einen kurzen Blick auf mein Equipment werfen könntet, bevor ich mich durchs Forum blättere. Also: Es geht darum, dass ich von unserer Band gutes Demo-Material herstellen möchte, dass auf den ersten Blick/auf den ersten Hörer nicht gleich als selbstgemacht zu erkennen ist. Wir haben schon etliche Recording-Versuche unternommen, aber mein Gitarrist war mit dem Rohmaterial nie wirklich zufrieden. Wir sind daher ein wenig frustriert und mein Gitarrist denkt schon darüber nach, (sehr) viel Geld - was wir nicht haben - für Harddisc-Recorder u. ä. auszugeben. Ich würde mich daher sehr freuen, wenn ihr mir bestätigen könntet, dass mit dem derzeitigen Equipment unser Ziel erreicht werden kann bzw. was noch dringend fehlt: -) PC Pentium4, 1.6 GH, 2 GB RAM -) Ableton Live 6 LE -) Edirol UA-5 (Audio-Interface) -) Shure SM57 Gitarre: -) Hughes&Kettner-Verstärker oder für Line-In -) Line 6 POD Zur Verfügung wären noch Mackie-Mixer, div. Mikros (SM58, AKG). Was meint ihr? Danke euch!!!!! LG! Michi

    • #1
    • 18.03.2009 17:08

    in einem guten raum kann man auch mit einem kleinen mp3-rekorder gute demos machen. ansonsten machen gute aufnahmen immer noch die leute, die aufnehmen und spielen und nicht das equipment. vielleicht noch die instrumente. und ganz vielleicht die mikros.

    wenn geld ausgeben, dann für ein studio mit entsprechend kompetenten leuten und guten räumen, wäre mein ratschlag.

    lg - kostia.

    • #2
    • 18.03.2009 17:50

    Ich denke, daß das damit geht. Kommt natürlich auch auf die Musikrichtung an.
    Meist liegt es nicht am Equipment, sondern am Können. Wenn’s scheiße klingt, ist es meist auch so gespielt.

    • #3
    • 18.03.2009 18:48

    also ich gebe zu 90% recht.. in der annahme, dass es nicht an den musikalischen fähigkeiten von jeglichen musikern fehlt... ich bin wie ihr auch der meinung., dass der raum und vorallem das tontechnische wissen eine sehr sehr grosse rolle spielt... aber ganz ehrlich unter uns, wenn das equipment reichen muss, um gute demos zu produzieen, dann muss der tontechniker aber eine verdammte bestie sein !! weil einfach ist es mit diesem equipment wirklich nicht... in meinen augen..
    klar bleibt ein schrott song ein müll ( shit inn, shit out) aber von sm 58 miks, kann man wirklich nicht das gleiche resultat wie von einem grossmembran studio mik erwarten, oder ?? bei euch schon ?? also bei mir nicht...
    gruss

    • #4
    • 18.03.2009 23:37

    Super! Vielen Dank für Eure Meinungen.
    Ja, hätte ich sagen sollen: Wir machen Progressive Metal.
    Also eher schwierig, das gut aufzunehmen.

    Wie gesagt ist das vorrangige Ziel, Demo-Material zu kriegen,
    mit dem man sich präsentieren kann. Wir haben schon testhalber
    einige ganz simple Probenmitschnitte gemacht und uns gefreut,
    dass es zumindest mal IRGENDWAS von uns zu hören gibt. Und garnicht
    mal soooo schlecht geworden (man hört jeden Ton und jedes Instrument klar raus)...

    Bei einem Label würde ich damit aber nicht antanzen.

    Meint ihr also, es führt kein Weg an einem Harddisc-Recorder
    vorbei? Und taugt das SM57 garnichts? Ich hab so oft gehört,
    dass es ein sehr beliebtes Mic zum Aufnehmen von Instrumenten
    und Gesang ist.

    Achja - der Aufnahmeraum: Proberaum, 15m², sehr schallschluckend.
    Kaum Resonanzflächen.

    Was meint ihr? Was sollten wir tun?

    • #5 Antwort auf #4
    • 19.03.2009 00:36

    ich verstehe nicht ganz, was ein harddisk-recorder bringen soll. der ersetzt doch auch nicht das know-how, die mikros, die preamps etc. und mischen muss es ja auch noch jemand, selbst wenn es gut aufgenommen ist. wenn es euch wirklich um klangqualität geht, ist wirklich der beste ratschlag, den ich euch geben kann, in ein studio zu gehen dessen produktionen ihr mögt und recording und mix von einem profi machen zu lassen, dem ihr vertraut. denn klangqualität kauft man nur da. nicht im musikfachhandel. vorher üben nicht vergessen. lg - kostia.

    • #6
    • 19.03.2009 05:00

    zum guten equipment gehören ist erster linie dir eigenen ohren und dein knowhow...

    versuche erst mal das optimum an sound aus den vorhandenen möglichkeiten zu holen. deine ausrüstung taugt dazu allemal !

    future_former

    • #7 Antwort auf #4
    • 19.03.2009 08:25

    Doch, das SM57 ist schon ein gutes Mikro, aber eben ziemlich speziell. An Gitarren Amps oder an der Snare macht es z.B. eine gute Figur. Auch an der Kickdrum, den Toms oder sonstwas mit hohen Pegeln kann man es ausprobieren und ggf. zu tollen Ergebnissen kommen. Man kann auch im Studio reinsingen, wobei der Sound dann eher speziell ist und man wissen sollte was man im Mix tut.

    Ich finde ihr habt zwei Möglichkeiten: Entweder ihr nehmt die Kohle und bucht ein Studio. Das hätte die Vorteile, dass ihr das Equipment nicht selber kaufen müsst, ihr lernt welches Mikro wie wann und wo am besten eingesetzt wird und ihr ne Menge über’s Recordings allgemein lernt.

    Oder ihr investiert in ein paar Mikros (muss ja nichts teures sein) und testest einfach mal drauf los. "Mikro vor die Box, spielen, aufnehmen, klingt super" gibts nur sehr selten. Vielleicht sogar nie. Außerdem spielt die Akustik des Raumes eine große Rolle. Das sind zig Variablen, die das Ergebnis beeinflussen und es kostet sehr viel Zeit alle Unwägbarkeiten zu erkennen. Wenn die Gitarre z.B. dünn klingt, kann das an der Position des Mikros, dem Amp, der Box, der Gitarre, ...... liegen. Einen HD Recorder zu kaufen bringt Euch keinen Milimeter nach vorne. Dein Edirol wird momentan nicht der Flaschenhals sein, sondern eher die Mikros und die Erfahrung. Wenn mein Auto nicht richtig zieht, kaufe ich i.d.R. kein neues Autoradio.

    Ich finde ganz wichtig zu wissen, dass das Lernen sehr viel Zeit kostet und mit einer Menge Fehlschläge verbunden sein kann. Wenn Dein Gitarrist zur eher ungeduldigen Gattung gehört, der irgendwann keinen Bock mehr hat, geht in ein Studio.

    • #8 Antwort auf #4
    • 19.03.2009 08:41

    Der Harddisc-Recorder ist das letzte was ich anschaffen würde. Ihr habt doch einen PC, besorgt euch lieber ein gutes Audio Interface (z.b. RME Multiface).
    Das SM57 ist ok für die Snare Drum oder sowas, weiter würden euch z.B. zwei Kleinmembran Mikros bringen, die später dann auch noch als Drum Overheads gebraucht werden können. Wir haben mit einem Mindprind DI Port (ca. 80 Euro gebraucht) und zwei Studio Projects C4 Mikros( Kann auch Rhode N5 oder MXL irgendwas sein) ganz gute Aufnahmen gemacht. Man kann das allerdings niemals mit CD Produktionen vergleichen. Das SM57 könnt Ihr z.B. dann später für die Snare nehmen. M-Audio Octane ist ein guter 8 Kanal Preamp den es allerdings nur noch gebraucht gibt. da habt Ihr dann schonmal 8 gute Preamps, bis dahin reciht evtl. auch der Mackie Mischer.
    Es gibt auch diese Drum-Mikro Koffer wo alle Mikros für die Drums komplett in einem Koffer angeboten werden. Beyerdynamik, Sennheiser oder auch Shure bietet diese Koffer an.
    Der Raum ist meiner Meinung nach auch zu klein um professionell aufzunehmen.

    • #9
    • 19.03.2009 09:24

    Hey! Vielen Dank für Eure Tipps! Haben mir echt Mut gemacht! Das Studio sollte der letzte Ausweg sein - hat was von "mit Kanonen auf Spatzen schießen". Es sollen ja "nur" Demos werden.

    Super! Dann werden wir mal weiter herumtüfteln.

    Wie ist das mit dem Know-How? Ich finde im Netz viele Einzelschnipsel zum Thema Mischen und Pre-Mastering. Aber toll wäre so ein Newbie-Anfänger-Tutorial. Um einige typische Anfängerfehler gleich vermeiden zu können. Könnt ihr mir etwas empfehlen?

    Oder sollte ich mit dem Rohmaterial gleich zu einem kostengünstigen Experten gehen, der da noch was rausholen kann?

    THX!

    • #10
    • 19.03.2009 09:30

    Mit diesem Equipment seid Ihr doch schon gut ausgerüstet.

    Besser Eure Songs nochmals überdenken und eventuell auch mal ein Akkordeon mit langen Akkorden, also kein wirres Mozart-Geklimper einbauen.