• Kontakt 4 unter Windows 7 - Problem

    Seit 5 Jahren benutze ich in meiner Coverband live einen Laptop. Mittlerweile kommen alle Sounds nur noch aus dem Rechner (Brainspawn Forte mit B4 II und 5 Instanzen Kontakt 4).Da der alte Lappi in die Jahre gekommen ist habe ich mir einen neuen zugelegt (Dell Studio 1747 mit Intel i7-Prozessor, Windows 7 64Bit). Tolle Kiste, nur macht mir Kontakt arge Probleme. Ich weiß nie, ob Kontakt funktioniert oder nicht. Mal läuft alles stundenlang reibungslos, mal friert Forte für mehrere Minuten ein, ein anderes Mal bricht Kontakt einzelne Sounds nach kurzer Zeit ab.Ich hab mittlerweile alles Mögliche probiert, den Rechner neu aufgesetzt mit nur den notwendigsten (aktuellen) Treibern, trotzdem treten die Probleme immer noch auf. Das Ganze habe ich auch mit IK Multimedias Sample Tank 2.5. Seltsamerweise treten die Probleme nur mit Kontakt und Sample Tank auf. Wenn ich lediglich die B4 II verwende, läuft alles reibungslos.Hat jemand eine Idee, woran des Ganze liegen könnte (Windows 7, Chipsätze, Prozessor i7 mit Turbo-Boost o.ä.)? Ich bin für jede Hilfe dankbar.

    • #1
    • 25.11.2010 20:58

    Hi ab_keyboards,

    ich benutze Forte auch schon ein paar Jahre. Du schreibst, dass Probleme immer mit Kontakt oder Sample Tank auftreten. Ich schlage mal folgende mögliche Ursachen vor:

    1) Soundkarten-Treiberprobleme: da kommen natürlich als erstes die Soundkartentreiber in Betracht. Bist du sicher, dass die stabil sind? Latenzen eventuell zu niedirg?

    2) Konflikte mit anderer Peripherie: hier machen sich oft LAN oder noch häufiger WLAN Adapter störend bemerkbar. Bei meinem Laptop muss ich, wenn ich störungsfrei arbeiten will den WLAN - Adapter deaktivieren. Hast du mal versucht DPC latency Checker einzusetzen? Damit kann man wenigstens feststellen, ob derartige Störungen den ASIO Treiber behindern. Allerdings sind mir derartig extreme Probleme wie du sie beschreibst in diesem Zusammenhang nicht begegnet.

    3) Sowohl Kontakt als auch Sample Tank greifen stark auf die Festplatten zu. Wie verwendest du die Instrumente unter Forte? Du kennst da sicherlich die Funktion "do not use per scene configuration data" unter dem Reiter "Scene Commands". Dabei werden die Sounds nur beim erstmaligen Laden des Racks eingeladen. Wenn du dir erlauben kannst die Sounds fest in die Sampler zu laden, gibt das zum einen erheblich kürzere Umschaltzeiten, zum anderen einen sehr stabilen Betrieb.

    Mir ist umgekehrt schon mehrfach ein Absturz von Forte gelungen, wenn ich diese Funktion nicht benutzt habe. Allerdings erfordert die auch einen ordentlichen Speicher (z.B. 8 GByte) ein 64Bit OS (hast du) und einen 64Bit Host (gibt es von Forte derzeit nur als Beta 3) oder jBridge um mehrere Instanzen zu isolieren und damit getrennt Speicher zu allokieren. Vielleicht kannst du in der Richtung etwas bewegen.

    Soviel von hier. Wenn du noch Fragen hast, poste ruhig,

     

    Gruß, und viel Erfolg, humphrey

    • #2
    • 26.11.2010 20:48

    Hast Du den 1747 mit dem 90W oder dem 130W Netzteil bekommen?

    • #3 Antwort auf #1
    • 26.11.2010 22:52

    Hallo Humphrey,

    danke für deine ausfürliche Antwort. Ich habe das Problem mittlerweile lokalisiert. Es liegt an der Art wie Kontakt den Speicher verwendet. Wenn ich nach dem Start von Forte ein paar Minuten warte dann funktioniert das System einwandfrei. Strange but true. Vor dem Sart muss ich alles was ich nicht brauche abschalten (WLAN, Avira, Windows 7-Optik auf das Nötigste beschränkt).

    Soundkarte und Latenz hatte ich als erstes im Blick, daran lag es aber nicht. NI B4 II lief immer ohne Probleme. LAN ist nicht angeschlossen, WLAN habe ich (mittlerweile) immer ausgeschaltet wenn ich es nicht brauche.

    Ich lade beim Start von Forte meine 92 Instrumente komplett in den Speicher, damit ich beim Umschalten keine Latenzen habe ("do not use per scene configuration data" aktiviert). JBridge verursachte beim ausprobieren mir zwei Abstürze, dann hab ich es gelassen. Das war vor ca. 6 Wochen.

    Die jetzige Vorgehensweise ist sicher nicht optimal, aber ich kann als Hobby-Keyboarder damit leben.

    Gruß

    AB

    • #4 Antwort auf #2
    • 26.11.2010 22:54

    Mit 90 W. Das Teil wurde aber so heiß, dass ich den Service kontaktiert habe. Nach einem OS-Update wurde es nicht besser, daraufhin haben Sie mir ein 130 W-Netzteil geschickt. Wird zwar immer noch warm, aber es besteht wenigstens keine Verbrennungsgefahr mehr.

    • #5
    • 27.11.2010 10:29

    Ah, ok. Die Frage kam natürlich nicht ganz unbegründet: Nach einigen Beschwerden über das unterdimensionierte und abgerauchte NT hat man billig den Strombedarf per neuem BIOS gedrosselt, anstatt weiter teuer kostenlos die richtigen Netzteile nachzuliefern. Seitdem reicht angeblich schon eine kleine Belastung der GPU aus, damit das BIOS die CPU ziemlich aggressiv drosselt (oder so ähnlich, habe das nur schnell zusammengegoogelt) wird. Das wiederum mögen Audioanwendungen nicht besonders.

    Dein Gerät könnte aus der Zeit stammen, in der die Geräte schon mit dem BIOS-Pfusch, aber noch ohne das größere Netzteil geliefert wurden. Das würde bedeuten, das ein BIOS -Downgrade vielleicht hilft....

    ...wenn das denn die Ursache ist. Aber nachdem DPC-Spikes durch Festplattenzugriffe (auf die dein Fall schliessen lassen könnte) ausgeschlossen (?) sind, rücken gewöhnliche Resourcenkonflikte ins Licht, die dann aber selten auf bestimmte Plugins beschränkt sind und damit auch als Verdächtige ausfallen. Also wenn Du beim Troubleshooting nicht weiterkommst, bleibt dir die BIOS-Sache zumindest als Strohhalm.

     

    Gruss,

    LP

    .

    • #6 Antwort auf #3
    • 27.11.2010 10:51

    Hi ab_keyboards,

    du schreibst, dass du einige Zeit warten musst, bis das System einwandfrei funktioniert. Könnte das an der Funktion "Samples im Hintergrund laden" in Kontakt liegen? Wenn die aktiviert ist, lädt der Sampler nur die aus seiner Sicht wichtigsten Samples (vermutlich, die die in der Vergangenheit am häufigsten benötigt wurden) in den Speicher, meldet fertig und lädt den Rest dann später nach. Wenn du in dieser Phase spielst, kann es passieren, dass die angeschlagenen Noten noch nicht im Speicher sind, was dann zu abgebrochenen Noten, oder einem fürchterlichen "Nachlaufen" der gespielten Noten führt.

    Ich habe diese Funktion (im Options Menü) für Live-Betrieb abgewählt. Der Sampler lädt nun erst mal alles in den Speicher (was natürlich beim ersten Mal erheblich länger dauert) ist aber danach wirklich einsatzbereit.

    Schalte ich dann die Sounds um, ist die Ladezeit erheblich kürzer (obwohl er immer wieder neu lädt) was für meine Bedürfnisse reicht. Wenn du den Kontent fest einlädst sollten sich auch hier wieder die kurzen Umschaltzeiten einstellen.

     

    Gruß, humphrey

    • #7
    • 29.11.2010 20:39

    Hallo Humphrey,

    ich hatte die Option Samples im Hintergrund laden aktiviert. Ich habe sie gerade deaktiviert, das Laden dauert EWIG (zeitweise dachte ich Kontakt wäre abgestürzt), aber danach scheint es einwandfrei zu funktionieren - danke für den Tipp.

    • #8 Antwort auf #7
    • 29.11.2010 23:18

    Hi ab_keyboards,

    freut mich, wenn`s geholfen hat.

    Noch ein Hinweis falls du eine externe Platte verwendest: ich hatte die Samples auf eine externe USB-Platte aufgespielt. Trotzdem die laut Test schneller war als die interne, dauerte der Ladevorgang extrem lange. Nachdem ich wichtigesten Samples auf die interne Platte überspielt hatte, ging es deutlich schneller.

    Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass es tatsächlich sehr lange dauert, wenn du eine große Anzahl von Samples verwendest. Sonst fällt mir zu dem Thema noch eine SSD ein, falls das finanziell in Frage kommt.

    Gruß, humphrey

    • #9 Antwort auf #8
    • 30.11.2010 07:40

    Ich benutze zwei interne 7200er. Bei 92 Instrumenten habe ich halt eine ganze Menge Samples die geladen werden müssen. SSD halte ich für technisch noch nicht ausgereift. Ich warte da erst mal ab.

    • #10
    • 05.01.2011 19:01

    habe mir zu meinem t60 mit forte und kontakt 4 zwei SSD geleistet (eine hätte wohl auch gereicht, längere geschichte). Intel X25. kann es nur empfehlen - leise, unempfindlich und beim hochfahren und samples-laden SCHNELL. auch für das DFD von kontakt gut, da kann man dann auch noch ein bisschen dran drehen.