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Doppelte Akkorde in Notenbuch ?
Hallo ich bin derzeit dabei in selbst Studium mir das Keyboarden bei zu bringen. Aktuell arbeite ich abwechselnd auf ein Yamaha PSR 740 und ein KORG PA 500 international.
Mein aktuelles Problem betrifft aber eher das lesen von Akkorden. über den Noten stehen ja die Akkorde für die Begleitautomatik. ALso z.B. "Am" für A Minor.
Nun finde ich aber öfters solche Akkord angaben:
Gm/F
Da bin ich nun an stutzen, wie dies zu verstehen ist. Soll beim ersten Durchlauf Gm und in der Wiederholung dann F gegriffen werden, oder beide kurz hintereinander oder ist das eine alternative?
Danke für die Info!
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Hallo,
Das ist ein sogenannter Slash Chord, hat aber nix mit dem berühmten Gitarristen zu tun, sondern bezieht sich auf das "/"-Zeichen. Bei diesen Akkorden wird im Bass, also der tiefste klingende Ton, ein F gespielt. Du tauschst also das G (Grundton) gegen ein F aus.
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Ui ok, das bringt mich schon mal ein gutes Stück weiter. Naja fast. Ich gehe davon aus das die normale Akkord erkennung beim Keyboard nicht in der lage ist einen Slash Akkord zu erkennen.
ALso wenn ich bei meinen KORG PA 500 International dieen Slash Chord auslösen will baut mir die Begleitautoamtik was anderes daraus
Gm/F wird dann zu Bb
Hab es auch mal mit ein F/C probiert, also:
Also statt a c f zu greifen den tiefsten Ton vom C genommen also G C F was als G7sus4 erkannt wird.
Na dann such iczh doch mal ob ich das Key noch so konfiguriert bekomme, dass diese Akkorde erkannt werden. Sollte das nicht gehen, nimmt man dann den grund Chord oder sollte man den verminderten versuchen?
Danke noch mal, hast mir sehr geholfen.
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Damit tun sich Begleitautomatiken tatsächlich schwer.
Zum genaueren Verständnis: Der Basston, der quasi unter dem Bindestrich steht, ersetzt nicht den Akkordgrundton, sondern bildet einen neuen Grundton. Der Akkord bleibt typischerweise ganz erhalten. Wenn da also, um ein ganz typisches Beispiel zu nennen, F/G steht, dann wäre das korrekt ausgespielt von unten nach oben: G-F-A-C oder auch G-A-C-F. Es gibt schon Begleitautomatiken, die das können, die nutzen immer den untersten Ton, den zu spielst als Basston. Man kann das bei vielen einstellen.
Kleiner Tip für eine einfachere Begleitautomatik, die das vielleicht nicht kann: Der eigentliche Akkord ist immer der ÜBER oder VOR dem Bruchstrich. Und bei der typischen Dominantfunktion, also wenn Über dem Bruchstrich ein Ton steht, der einen Ganzton unter dem Ton unter dem Bruchstrich liegt, dann kannst du in den meisten Fällen auch gut mit einem sus4-Akkord (oder noch besser einem 7sus4) leben, der klingt ganz ähnlich. Beispiele:
F/G wird zu G7sus4
Bb/C wird zu C7sus4
D/E wird zu E7sus4
das klappt bei den meisten Songs sehr gut!
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Wenn man "fingered chord" o.ä einschaltet, ist das sicher einfacher an die Automatik zu vermitteln.
Ich habe diesen Modus meinen Schülern immer ans Herz gelegt, weil man dabei auch lernt, die Akkorde zu greifen, wie sie auf einer Tastatur ohne Begleitautomatik funktionieren. Der Übergang zu tatsächlich gespielter Begleitung (die wesentlich flexibler ist) war danach leichter. UUUnd: dieser Modus funktioniert meiner Erfahrung nach (ist 'ne Weile her) auch auf allen Keyboardmarken gleich.
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Das hab ich wohl erwähnt zu erwähnen. Ich selbst spiele aktuell auf einen KORG PA 500 mit folgenden Settings.:
Easy Mode = off
Fingered Mode 3
Bass inversion = on
Ich selbst hab mir angewöhnt die Akkorde als ganzes zu greifen, So finde ich sollte ich es wohl auch greifen, da es so auch auf jeden keyboard gleich klingt.
In Augenblick bin ich mit den Buch "100 Pop und Rock Songs" von HAGE an werkeln ohne die Playback CD´s zu verwenden. Nur wenn das mit den Slash chords nicht klappt, kann ich ein Großteil der Noten vergessen. Mal ein paar Beispiele:
Afrika von Toto taucht auf : A/E G/D
Another Day in Paradise : D/E C/E
Dancing Queen F/C G/B
In the Air tonight : C/D Bb/DMuss ich nun wirklich tief in die Musik theorie eintauchen um dann selbst in der Lage sein zu können aus diesen Mischmasch was brauchbares zu machen? Ich will ja nur spielen und nicht selbst Komponieren.
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Hier auch noch mal ein Bild um mein Problem zu veranschaulichen.
in Groß ansehbar hier:
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Bei fingered Chord wäre z.B. zu greifen
A/E: von unten her E (weil nach Slash, aber ohnehin im Akkord), A, Cis
D/E: von unten her E (weil nach /), Fis, A, D (Der D-Akkord in greifbarer Umkehrung)
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ok, jetzt bin ich vollends verwirrt.
A/e von unten her E ?!?! Wie ist das nun gemeint? A nun von C1 aus gesehen gegriffen? + ein E ? aber das E gehört doch eh zum A Akkord?
Ist also gemeint (von links nach rechts: Cis E A + E2 ?) wird vom 500er als normales A angesehen.
Wenn ich anders greife also
A Cis E2 und nun noch das E1 hinzu nehmen ändert dies auch nichts.
Lege ich nun zu grunde das der E akkord = Gis + b + e wäre der tiefste Ton doch das Gis
also müßte ich wenn ich den tiefsten Ton nehme des E akkords doch eigentlich:
Gis A Cis E2 greifen. Das wird erkannt als : A Maj7
Mich beschleicht das gefühl das ich hier noch irgendwas nicht ganz verstanden habe ....
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Ich habs nun endlich hin bekommen.
Danke für die vielen Tipps.
Also nach nochmaligen genauen Studieren eurer Auskünfte habe ich den Splitpoint mal von C4 auf G4 verlegt um eine breiteres Spektrum zu habe, Dann habe ich von Fingered 3 auf Expert Modus umgestellt mit eingeschalteter Bass Inversion.
Wenn ich nun den Buchstaben nach den / als tiefsten Basston verstehe und meine Griffe entsprechend lege erkennt nun das 500er auch die Slash Akkorde.
Gott sei dank, ich dachte schon ich hätte ein Songbuch "100 Pop und Rock Songs" von Hage umsonst gekauft.
Nun kann ich weiter üben.... viel üben ..... sehr viel Üben.
Klappt aber wohl nicht mit jeden. Was ich grade nicht hin bekomme ist das
Cm/f
Ich greife also ein kompaktes Cm also C Dis G verlege das eine Oktave hoch:
C2 Dis2 G2 und lege das F1 davor. Trotz des deutlichen Abstands wird es als F 7 9 erkannt
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.
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Du darfst nicht vergessen: Oft werden Slash-Akkorde auch verwendet, um jazzige Voicings besser darstellen zu können: ein cm auf F ist ja fast schon ein F79, da fehlt lediglich noch das A. In bestimmten Zusammenhängen kann eben genau ein F79 gemeint sein!
