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Vintage Strats - echt oder echt eingebildet...?!
Tach schön,
mich würde mal interessieren, wie ihr mit dem Thema "Fälschungssicherheit" bei alten Fender-Instrumenten umgeht.
Fakt ist, die Teile sind "Bausätze", Fakt ist auch, daß der Anreiz die Instrumente zu fälschen bei den momentanen Preisen hoch ist und weiterhin Fakt ist, daß man bis auf das "Knowhow" alles Nötige an Hardware käuflich erwerben kann.
Allein hier am Ort hängen bei zwei Händlern insgesamt 16 "preCBS"-Strats herum (wenn deren Webauftritte verläßlich sind).
Damit mich keiner falsch versteht: ich unterstelle niemandem, absichtlich eine gefakte Vintagegitarre zu verkaufen. Ich stelle nur mal die Behauptung auf, daß man ohne eine lückenlose Dokumentation (Originalrechnung, Vorbesitzer-Doku, etc, pp.) so ein Teil heute eigentlich gar nicht kaufen darf, es sei denn, man kauft den Zweifel an der Authentizität mit und bezahlt dafür >10k€ Aufschlag auf die CS-Preise...
Wie seht ihr das?
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Ich würde beim Kauf eines Vintage-Instruments allerhöchste Vorsicht walten lassen. Auf diesem Markt geht nicht alles mit rechten Dingen zu.
Frage in die Runde: Für andere Sammelgebiete gibt es vereidigte Sachverständige die Expertisen über die Sammelgegenstände erstellen. Gibt es soetwas für Gitarren hier in Deutschland?
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PS: In der Oldtimerszene gibt es dazu einen schönen Spruch:
Mit der Andrea Doria gingen 50 Lancia Aurelia Spider unter.....regelmäßig taucht einer davon wieder auf!
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Vereidigte Sachverständige für diesen speziellen Bereich sind mir nicht bekannt. Ist auch ziemlich sinnlos, da selbst der kundigste Fachmann die Fälschungen durch zum Teil erhebliche Serienstreuungen (Halsstempel zB) nicht mehr sicher erkennen kann. Kein Gutachter wird ein Poti öffnen, um hineinzuschauen....Das Holz ist für die C14-Methode leider ca. 250 Jahre zu jung.
Manche Gitarrenbauer machen "Echtheitsbegutachtungen". Häufig arbeiten sie aber auch mit Vintagehändlern zusammen.
In den USA macht Gruhn sog. "appraisals", basierend auf der Tatsache, daß sie über 40 Jahre am Markt sind. Halte ich auch nicht für seriös, zumal sie anbieten, das aufgrund von Fotos und abgelesenen Date Codes und Poti Codes zu machen.
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Hallo!
Das sehe ich auch kritisch!
Ich hätte gerne eine echte alte Strat, und würde dafür auch echt Geld auf den Tisch legen. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass man dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit betrogen wird, habe ich mir das verkniffen.
Zumindestens für das Thema Stratocaster kann man hier viele wichtige Informationen bekommen:
P.S.:
Da hilft nur, ein wirklich gutes neues Instrument kaufen, und dann darauf spielen bis der Arzt kommt! Irgendwann wird es dann auch genauso gut wie die heutigen Vintage-Instrumente. Denn damals wurden bei Fender auch nur Holzbretter zusammen geschraubt, die Produktion hatte ziemlich wenig Voodoo...
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ich habe mal eine 63er Strat von einem freund gekauft. dennoch habe ich versucht, die geschichte der gitarre zurück zu verfolgen und konnte insgesamt drei vorbesitzer auftreiben, der letzte hatte die gitarre dann über eine kleinanzeige in G&B ende der achtziger jahre gekauft. da war ich eigentlich ganz beruhigt, dass meine echt ist.
ansonsten ist es schwierig geworden. eigentlich kann man nur abraten, eine teure alte fender oder gibson zu kaufen, wenn man nicht die richtige kenne hat.
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Hi,
da wär ich auch vorsichtig.
Ich hab bei ebay folgenden Shop entdeckt:
http://stores.ebay.de/The-Fellowship-of-Acoustics
Der ist an der holländischen Grenze und handelt mit entsprechendem Material.
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ach ja, den gibts ja auch noch:
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Moin,
ich befürchte, man kann sich fast auf niemanden verlassen.
Gerade biem Onkel Fender gibt es so viele Ausnahmen in den Specs für die verschiedenen Baujahre.
Alle paar Jahre taucht da was Neues auf - was mir zeigt, dass es überhaupt niemanden gibt, der allumfassend Bescheid weiß.
Es gibt ein paar Leute, denen ich schon zumindest ansatzweise vertrauen würde. Ein George Gruhn etwa soll richtig Ahnung haben. Oder André von Straufer Guitars. Über dessen Werkbank sind derart viele garantiert echt alte Gitarren von teilweise extrem prominenten Leuten gewandert, dass der wahrscheinlich den Braten sofort riecht, wenn etwas an einer Gitarre nicht stimmt, und dann eher dazu raten wird, davon Abstand zu nehmen.
Vermutlich sollte man von jeder Gitarre sofort die Finger lassen, sobald man auch nur den geringsten Zweifel hat.
Der einfachste Weg: statt 25.000 Euro für ne olle Strat auszugeben - lieber 5.000 für ne Gitarre vom Gitarrenbauer und nochmal 5.000 für nen Boutique-Amp.
Und für die restlichen 15.000 fährst Du mit Deiner Familie mindestens 5 mal gediegen in den Urlaub.
Da haste mehr von - und auf jeden Fall kein unsicheres Gefühl im Magen...
Viele Grüße
Andreas
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Meiner Meinung nach hat das einfach etwas mit Emotionen zu tun.
Ich denke (und das ist jetzt wirklich nur meine eigene Meinung), dass es keine Solidbodygitarre geben kann, die faktisch wirklich 10.000, 15.000 oder 30.000 € wert sein kann.
Für mich ist eine Gitarre immer noch ein Musikinstrument, was seinen Wert dadurch erhält, dass es benutzt, also gespielt wird. Wenn ich bedenke, wie oft meine Düsenberg (für die ich die "lächerliche" Summe von 500 € gezahlt habe) schon ihren Dienst im Studio und auf der Bühne ohne Murren und Knurren verrichtet hat und von den Technikern bzgl. ihre hervorragenden Sounds gelobt worden ist, frage ich mich wirklich was eine "Vintage" Gitarre da mehr bringen soll.
Rein handwerklich betrachtet.
Meine neueste Errungenschaft, eine Godin "Progression" ist auch wieder so eine Gitarre, die einfach geil klingt, penibelst verarbeitet ist und einfach, obwohl sie nicht "vintage" ist, authentisch klingt. Und dabei einer "Vintage" Gitarre, rein handwerklich weit überlegen ist.
Ich bin auch nicht davon überzeugt, dass die Hölzer aus den 60er Jahren um soooo Vieles besser abgelagert und/oder verarbeitet sind, als dass sie (rein funktional betrachtet) diese Preise rechtfertigen. Objektiv betrachtet ist das doch wohl eher Käse, oder?
Ich habe eine rote "american Standard" Strat von 1997, also aus einem Jahr, wo Fender wieder bessere Qualität anfing zu liefern und diese Gitarre war über einen Zeitraum von 4 Jahren meine einzige Gitarre. Dementsprechend sieht sie auch aus.
Tiefe Abschabungen auf dem Ahorn Griffbrett, die ein oder andere Macke im Lack, vergilbte Parts, quasi "selfreliced". Ich werde Gott weiß wie oft von selbsternannten Experten angesprochen, dass das doch wohl ne`ziemlich teure "Vintage" Gitarre sein muss...
Soooooo geil wie die klingt... Haha, sehr witzig!
Die Gitarre klingt einfach deswegen gut, weil sie jahrelang gespielt wurde und dementsprechend lebendig rüberkommt. Und Das obwohl sie nicht mit dem viel gepriesenen Nitrolack, sondern mit irgendeinem Fender Standardrotz lackiert ist...
Tja, das andere ist dann wirklich die emotionale Seite:
Will man ein altes Schätzchen haben, dann muss es wohl auch ein altes Schätzchen sein. Aber wer kauft so was wirklich???
Ich persönlich denke, dass es wohl weniger Musiker sind (wer will schon mit einer 50 Jahre alten Gitarre, im "Originalzustand" auf die Bühne???), die sich solche Teile kaufen, sondern Sammler.
Der Rest ist einfach HYpe, mehr nicht....
Aber das nützt nichts. Wenn die Gitarre auf dem Markt Summe X bringt, weil Seriennummer, Herkunft und Jahr stimmen, dann bringt sie eben Summe X. Als Altersvorsorge nicht schlecht.
zum wirklichen Spielen? Wohl eher nicht... Denke ich
Man muss sich also eigentlich nur die Frage stellen: Will ich einen Wertgegenstand oder ein gutes Instrument.
Bei zweitem würde ich den ganzen "echten" "Vintage" Kram einfach vergessen.... Es gibt sooooo viele gute Fender Kopien, die Vintage sind (LSL, REalguitars, Morgaine, LUK, Haar uvm.) die absolut den "Vibe" rüberbringen und als alltagstaugliche, gute Instrumente funktionieren.... Da braucht niemand eine Original 62er... wirklich nicht...
Außer fürs (eingebildete?) Gefühl etwas ganz "Kostbares und Gutes in Händen zu halten...
Gruß
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Hallo @doc, erlaube mir bitte ein wenig deinem thread zu widersprechen.
Da ich im Besitz einer 63-er Strat bin und auch schon jede Menge an Stratos durch meine Hände ging kann ich dir in puncto Sound nur eines bestätigen, es ist mit Abstand die beste Strat die ich persönlich gehört und letztendlich erworben habe ! Natürlich habe ich auch Vintagteile in der Hand gehabt die haben einfach nicht geklungen das waren diejenigen mit den "Original Solderpoints" und noch anderen mystischen nie veränderten Teilen. Meine hat natürlich auch schon einige Veränderungen mitgemacht, neu Bünde auch die PU's habe ich erneuert die alten waren einfach am Ende und nur mehr dumpf usw. Aber glaube mir es ist kein Hype aber klanglich hat diese Gitarre einfach unglaubliches Potential und eine Basis die einfach nur so, ein regelmäßig gespieltes Instrument besitzt ! ( sieht auch schon dementsprechend aus )
Natürlich werden auch heute immer noch gute Gitarren gebaut, keine Frage aber jedesmal wenn ich mit meiner Strat auf der Bühne oder speziell bei Sessions gespielt habe, dann kamen immer wieder die Jungs und fragten ob sie nicht doch mal kurz darauf klimpern dürften und auch das kannst du mir glauben, sie haben dieses Instrument wirklich ungern aus der Hand gegeben. Da hatte weder eine Customshop oder sonstiges eine Chance !!!
Über den Preis zu diskutieren ist müßig, entweder es ist einem das Wert oder nicht und wer es zahlen kann/will soll zahlen. Allerdings ich besitze diese Strat schon sehr lange,kannte den Besitzer sehr gut und heutzutage würde ich es auch nicht mehr riskieren da es einfach zu viele Fakes gibt, speziell auch aus Italien werden sehr viele Fakes angeboten.
So viel zum Hype aus meiner Sicht und Erfahrung !

