• Röhren für Fender Pro Junior

    Hallo,

    Hat irgend jemand Empfehlungen zum Röhrentausch bei einem Fender Pro Junior?

    Habe noch die Originalröhren drinnen (...relativ neuer Amp). Der Sound ist nicht so ganz optimal...

    Zerrt früh und dann gleich sehr stark, wenig Regelweg, nicht ganz ausgeglichen...

    Einfach mal was zum rumprobieren empfehlen - bevor ich gleich den Lötkolben auspacke!

    (Grundsound des Amps gefällt aber natürlich schon...)

    Danke

    • #1
    • 03.09.2010 12:52

    Ich habe  den Pro Junior grade schaltplatechnisch nicht im Kopf, ich lasse mich gerne korrigieren, aber meines Wissens könnte man die 12AX7-Röhre an Platz V1 in der Vorstufe durch eine 12AY7 tauschen, das würde den Gain etwa um 30% reduzieren. Ob man das will, ist die Frage, naturgemäß hat der Pro Junior konstruktiv halt nicht unbedingt den cleanen Headroom und den Höhenglitzer, den man gemeinhin mit Fender-Amps verbindet, schon allein aufgrund der Röhrenbesetzung und des Kanalaufbaus wegen. Er ist ja eher ein heimlicher Brite.

    Andere Endstufenröhren oder gar den Phasentreiber zu ersetzen, das wird nichts bringen, was den Sound ändert meiner Meinung nach.

    • #2 Antwort auf #1
    • 03.09.2010 13:18

    Danke für die Antwort.

    Würde der Sound (bis auf die Gain-Reduzierung) durch eine 12AY7 erhalten bleiben oder sich generell irgendwie verändern?

    Dass der Pro Junior ein bisschen britisch klingt ist klar - sonst würde ich ihn schätzungsweise nicht spielen... Auch stört mich generell nicht, dass er ab einer relativ niedrigen lautstärke heftig zerrt... allerdings hat man dadurch wenig dynamischen Spielraum. Also viel lauter geht's dann nicht mehr.

    Kannst du was zu 5751 Röhren als ECC83-Ersatz sagen?

    Die Werksröhren sind mir einfach etwas "brazzelig". Verzerrung kommt und weiter darf/kann man den Amp nach dem "Sweet-Spot" leider nicht mehr aufdrehen. (Vielleicht müssen sie aber auch noch etwas länger eingerockt werden...)

    • #3 Antwort auf #2
    • 03.09.2010 15:26

    Zur 5751: Würde sagen, lohnt nicht. Der Effekt ist ähnlich wie bei einer Premium-12AY7, aber der Preis höher. Das letzte Quäntchen Tonkultur, das man damit rauskitzelt, ist vielleicht bei einem Boutique-Amp ein lohnendes Investment, aber hier wohl weniger.

    Zur 12AY7:also für mich wird der Ton etwas schlanker und klarer und und durch die geringere Vorverstärkung dynamischer, die Gesamtlautstärke wird aber natürlich NOCH geringer. Dies kann man aber generell wieder reinholen, indem man den Eminence (ist es doch?)-Speaker durch ein Modell mit höherem Wirkungsgrad ersetzt. Dadurch wird der Amp insgesamt viel lauter und der cleane und dynamische Headroom ist dann da. Da er ohnehin recht britisch klingt, wären da vielleicht die leider recht teuren Celestion-Neodym-Lautsprecher eine Überlegung wert. Vielleicht mal an einer entsprechenden Box ausprobieren, wie der Amp reagiert. Ziemlicher Aufwand, aber Speakertausch hat ja immer noch den größten Effekt auf Lautstärke, Sweetspot und Sound. Bevor ich Röhren wegen des Klangs tausche, probiere ich vorher immer andere Lautsprecher und meist ist dann das Thema Röhre erledigt.

    • #4
    • 03.09.2010 21:51

    Hallo,

    ich spiele auch Pro Junior (habe drei Stück). Habe bei allen JJ Röhren drin und die klingen in meinen Ohren sehr gut. Meine PJ haben alle drei unterschiedliche Lautsprecher drin (original LS, Jensen Keramik, Jensen Alnico), was sich aber im Klang nicht gravierend auswirkt. Sie zerren alle recht früh, aber ich glaube, daß aus 15 Watt kaum mehr an Headroom rauszuholen ist. Allerdings sollte der PJ nicht gleich sehr stark zerren, wie Du schreibst. Das machen meine eigentlich nicht. Am besten finde ich den Klang genau zwischen Clean und einsetzender Übersteuerung. Allerdings das mit "relativ Regelweg" hat einer von meinen auch. Der macht bei ca. 4 einen ziemlichen Lautstärkesprung, aber noch nicht in die Zerre. Was für Gitarren spielst Du denn darüber? Ich spiele mit Fendergitarren mit gemäßigtem Output. Kann natürlich sein, daß eine Gitarre mit Hi-Gain Pickups den PJ ganz anders reagieren lässt.

    Gruß

    Pit

    • #5 Antwort auf #4
    • 04.09.2010 12:56

    Hi,

    Bei mir ist das "Problem" nicht etwa ein Lautstärkesprung sondern eher dass die Verzerrung recht aprupt einsetzt. Ab 12 Uhr kann ich mit dem Lautstärkeregler dann nicht mehr viel anfangen. Dachte mir dass ich mit einer anderen Röhre den "Zerrpunkt" bzw. Regelweg noch etwas rauszögern kann. Also dass die Vorstufe nicht gleich ganz "satt" und brazzelig ist. Falls du/ihr versteht was ich meine.

    Mir gefallen die Crunch-Sounds natürlich auch am besten. Wäre schön wenn ich da noch etwas mehr Spiel hätte damit nichts bis auf Kabel zwischen Gitarre und Amp ist. Spiele im momant nur mit Strat und Standard-PU's drüber. Humbuckergitarren habe ich an diesem Amp bisher kaum in Betrieb. Also keine aktiven HBs oder sowas...

    btw. bei mir ist ein Eminence-Speaker verbaut und der Amp ist noch relativ neu... Vielleicht braucht er noch ein paar km...

    Grüße