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Zitat von CustomDrumShop:
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"Auswirkungen:
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Der resultierende Kesselton wird bei geringerer Tiefe singender, hat mehr Sustain, und die Ansprache wird sensibler. Leise gespielt hat man schnell einen vollen Ton. Sehr schön für melodiöses Spiel. Die Rocker mit Pinstripe und Pappkartonsound können aber auch wieder glücklich werden, wenn man die (doppellagigen) Felle etwas abdämpft
Gratungen: Je nach Zustand der Gratungen / Planheit des Kessel lässt sich das Tom tiefer und leichter stimmen. Ein Verstimmen der Felle wird ebenfalls minimiert. Der Klangcharakter bleibt beim Neugraten erhalten (der ändert sich allerdings ja durch das Kürzen), aber es wird wesentlich leichter, das Fell mit sich selber in Stimmung zu bringen. Insgesamt erhöht sich das Klangspektrum der Trommel."Über kurze Kessel sollte man auch wissen, dass die natürlich einen höheren Grundton produziern als tiefe! Also man erweitert also nicht wirklich das Klangspektrum, sondern setzt das was man unten abschneidet oben dran. Man hat einfach mehr Höhen als Bässe oder Mitten. Das bedeutet für mich, dass es schwerer ist von einer Trommel, und besonders einem Tom, einen fetten Sound zu bekommen.
Ob man eher hohe als tiefe Toms bevorzugt ist eine Geschmacksfrage.Man kann nicht generell behaupten, dass kurze Kessel in irgendeiner Form besser klingen, oder nur Vorteile mit sich bringen.
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Das könnte man meinen, dass der Kesselgrundton höher wird, wie bei klangstäben. Aber tatsächlich bleibt der Grundton derselbe. Egal, ob der Kessel 2 oder 24" tief ist, der Grundton bleibt gleich. Das kann ich bei jedem Kessel demonstrieren, den ich von einer 24er Rohre abschneide. Da ich es früher selber anders vermutethätte, kann ich aber den Einwand nachvollziehen; eine physikalische Erklärung fehlt mir hier, aber jeder, der ein Abflussrohr o.ä. zu Hause rumliegen hat, kann das testen, indem er ein Stück abschneidet und die Tonhöhe der beiden stücke vergleicht.
Vielleicht kann uns ja jemand mit physikalisch besser ausgerüstetem Grundwissen den Grund hierfür verraten,; ich kann auch nicht erklären, wie die Erdanziehungskraft funktioniert, und warum wir nicht vom rotierenden Erdball ins Universum geschleudert werden, ich kann es nur beobachten und registrieren, dass es so ist. Gott sei Dank
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Noch mal zu deinem Beitrag, L3N:
Zitat von L3N:
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Über kurze Kessel sollte man auch wissen, dass die natürlich einen höheren Grundton produziern als tiefe!
- stimmt nicht, s.o.
Also man erweitert also nicht wirklich das Klangspektrum, sondern setzt das was man unten abschneidet oben dran. Man hat einfach mehr Höhen als Bässe oder Mitten.
-wäre richtig, wenn die erste Aussage stimmen würde. Tut sie aber nicht.
Das bedeutet für mich, dass es schwerer ist von einer Trommel, und besonders einem Tom, einen fetten Sound zu bekommen.
Ist das eine Aussage, oder Vermutung? Ich gebe zu denken: Im studio werden schon immer eher kleinere und flachere Toms gespielt, weil sie fetter klingen als die größeren. Die Größe bestimmt lediglich den Schalldruck; der Klang leidet meist bei wachsendem Schalldruck, der gemeine Drummer verwechselt aber zu oft Lautstärke mit Sound. Ist wie bei der Stereo-Anlage, wo auch mit Schalldruck, und zu selten mit Klang geworben wird, da man Klang nicht wirklich messen kann (behaupte ich so, was sicher auch quatsch ist, aber belegt, dass man das als Laie glauben kann... hehe...)
Ob man eher hohe als tiefe Toms bevorzugt ist eine Geschmacksfrage.Man kann nicht generell behaupten, dass kurze Kessel in irgendeiner Form besser klingen, oder nur Vorteile mit sich bringen.
- solche Aussagen find ich seltsam, weil sie anklingen lassen, dass du dies beobachtet hast, allerdings basieren alle Folgerungen auf der falschen Annahme, dass der Kesselton höher wird, wenn der Kessel gekürzt wird. Ich halte also dagegen, und kann etwa zwei Dutzend Kunden nennen, die es ebenso sehen und die nun überglücklich mit ihren kürzeren Kesseln sind. Wenn ich mal die Zeit finde, kann ich ein Video zu dem Thema drehen, wo ich das demonstriere. Kessel kürze ich hier fast täglich.
Würde mich freuen, wenn der Ton und der Sachverstand hier in diesem jungen Forum nicht all zu schnell auf Drummerforums-Niveau fällt
Liebe Grüße,
*stefan
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hi Stefan!
Also ich wollte dich in keiner Weise hier angreifen, und wenn ich deiner Meinung nach den falschen Ton angeschlagen habe tut mir das Leid. Ich kenne das von dir angesprochene Forum leider nicht wirklich...
Allerdings hast du mit deinem Werbeartikel hier im Forum suggeriert (was man dir als professioneller Kesselverkürzer auch nicht verdenken kann), dass am besten jeder seine Kessel kürzen sollte, und hast die ganzen Vorteile aufgezählt, die das deiner Meinung nach hat. Das mag ja auch stimmen, und viele Leute kommen damit zurecht.
Ich habe mir lediglich die Freiheit genommen und aufgezeigt, dass es unter Umständen auch Nachteile mit sich bringen kann.
Zu meiner Verteidigung möchte ich sagen, dass natürlich Kesseldurchmesser, als auch Kesseltiefe für den Ton verantwortlich sind. Das kann man sehr gut am Beispiel der Octobans(tama) oder Rockettoms(Pearl) sehen. Diese haben alle den selben Durchmesser von 6 Zoll und die Tiefe bzw. die Höhe des Klangs variiert, neben der Stimmung der Felle, nur durch die Kesseltiefe. Ich gehe immer davon aus, dass man die Grundstimmung als Ausgangspunkt nimmt. Das ist für mich der Punkt beim Stimmen an dem alle Falten aus dem Fell sind und man den für den Kessel tiefstmöglichen Ton erhält.
Hier zum Thema Abflussrohr:
Die haben ihre Röhren scheinbar nicht modifiziert: http://de.blueman.com/experience/instruments (guck mal unter "Röhren" nach)
Die Verbindung zu Klanghölzern, die du hergestellt hast ("Das könnte man meinen, dass der Kesselgrundton höher wird, wie bei klangstäben"
ist wie ich finde nicht sinvoll. Klangstäbe variieren ihren Sound ja nicht nur durch Länge, sondern vor allem auch durch Masse.
Richtig fundiert sind unsere Behauptungen wohl beide nich, und wir sprechen nur aus unserer Erfahrung. Ich finde es super, dass du Kessel kürzt und wenn ich das mal machen lassen will werd ich auch auf jeden Fall zu dir kommen
jedoch muss man ganz klar sagen, dass du nicht ganz unvoreingenommen bist durch deine Tätigkeit...
Abschneiden ist auf jeden Fall einfacher als drankleben!
LG
lennart
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Hi Lennart,
Wenn Kessel extrem verlängert werden, tritt ein anderer Effekt ein, wie bei der Posaune. Der Ton wird ja bei der Posaune nicht durch das Rohr erzeugt. Bei der BMG wird ja nicht der Kesselton abgehört, sondern der resultierende Ton am Ende der Röhre; der Ton geht dabei wie durch einen WahWah in der Frequenz runter; für diesen Effekt muss man allerdings schon das Rohr deutlich verlängern, nicht nur ein oder zwei Zoll, und beim Schlagzeug reden wir ja von einer maximalen Tiefe von 13" (Toms) bzw. 16" (FT) sowie 24" (Bass Drum), das sind max. ca. 60cm. Für den gezeigten Effekt muss die Röhre deutlich länger als der Durchmesser sein.
Generell gilt, je tiefer der Kessel, desto Pappkarton.. tiefere Schlagzeugkessel klingen nicht tiefer, sie haben, vor allem bei Bass Drums, mehr Volumen, klingen dabei aber mehr nach Pappkarton als nach Bass Drum.
Auch das ist etwas, das mir sehr selten geglaubt wird; ich werde die Tage einfach mal dazu ein Video aufnehmen, um das zu demonstrieren.
Nach wie vor: wenn du meinst, dass es anders ist, stell doch diesbezüglich eine Frage, und stell es nicht als Fakt hin, es sei denn, du hast diesbezüglich explizite Erfahrungswerte. Eine Theorie alleine reicht hier nicht. Ich habe täglich beruflich mit dieser Materie zu tun und berate Drummer und Schlagzeugbauer bzgl. genau dieser Themen, und kann auf Erfahrungen vom Bau von ein paar hundert Toms schöpfen.
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Alles klar, ich merke schon: Das führt zu nichts...
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Zitat von L3N:
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Die Verbindung zu Klanghölzern, die du hergestellt hast ("Das könnte man meinen, dass der Kesselgrundton höher wird, wie bei klangstäben"
ist wie ich finde nicht sinvoll. Klangstäbe variieren ihren Sound ja nicht nur durch Länge, sondern vor allem auch durch Masse.
Richtig fundiert sind unsere Behauptungen wohl beide nich, und wir sprechen nur aus unserer Erfahrung. Ich finde es super, dass du Kessel kürzt und wenn ich das mal machen lassen will werd ich auch auf jeden Fall zu dir kommen
jedoch muss man ganz klar sagen, dass du nicht ganz unvoreingenommen bist durch deine Tätigkeit...
Abschneiden ist auf jeden Fall einfacher als drankleben!
LG
lennart
"schade, dass man hier nicht editieren kann, also noch ein post... Mit Klangstäben meine ich z.B. Chimes, nicht Holzstäbe, aber beim Xylophn geht es ja auch. Und es ging explizit um den Kesselgrundton; bei Oktabans mag die resultierende Tonhöhe der Tom variieren, nicht aber der Grundton der Röhre selber. Durch den tieferen Kessel ist der resultierende Raum natürlich anders, und das beeinflusst den Klang massiv, das hat aber rein gar nichts mit dem Kesselgrundton zu tun; bei den Octabans ist allerdings, anders als bei den Toms, die Kesseltiefe deutlich größer als der Durchmesser; für diesen Effekt muss immer die Tiefe ein Vielfaches länger als der Durchmesser sein. Den Effekt kannst du auch bemerken, wenn du ein ausziehbares Papprohr hast und es ans Ohr hälst; Geräusche, die zu dir ans Ohr dringen, verändern ihren Klang beim verändern der Länge dieses Rohres; der "Grundton" der Pappröhre hat damit aber nichts zu tun.
Was die Fundierung unserer "Behauptungen" ist, kann ich nur für mich sprechen, und meine basiert auf tägliche Erfahrung als Trommler und als Schlagzeugbauer. Was mich deswegen in deinen Ausgen voreingenommen macht, verstehe ich nicht. Welches Interesse soll ich daran haben, falsche Informationen bzgl. Schlagzeugbau zu streuen, wenn ich dabei meinen Ruf riskiere, wenn ich falsch liege? Meine Tätigkeit, die unmitelbar mit diesen themen zu tun hat, kann mich doch gar nicht disqualifizieren; das wäre so, wie wenn du bei Fragen zu elektrischen Schaltungen einen Elektrikermeister als voreingenommen siehst, weil er jahrelange berufliche Erfahrung mit dem Thema hat.... hmm....
wie auch immer, hier ist für so eine Diskussion leide rnicht der richtige Ort, da hier sicher kaum Menschen mitdiskutieren werden, die selber schon Erfahrungen aus erster Hand haben; im der-Trommelbauer.de Forum wäre es schon besser aufgehoben, denn da sind viele erfahrene Schlagzeugbauer unterwegs, und du müstest dich nicht alleine auf mein Wort verlassen. ich erinnere daran, dass dies ein kommerzielles Forum ist, wo zumeist Marken ihre produkte beworben sehen möchten; hier wird man kaum kritische Stimmen zu hören bekommen
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ich verweise nochmal auf die Octoban-Thematik-.-
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Sorry, da waren wir beide gleichzeitig dran^^
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Zitat von L3N:
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[..]Allerdings hast du mit deinem Werbeartikel hier im Forum suggeriert (was man dir als professioneller Kesselverkürzer auch nicht verdenken kann), dass am besten jeder seine Kessel kürzen sollte, und hast die ganzen Vorteile aufgezählt, die das deiner Meinung nach hat. Das mag ja auch stimmen, und viele Leute kommen damit zurecht.
Ich habe mir lediglich die Freiheit genommen und aufgezeigt, dass es unter Umständen auch Nachteile mit sich bringen kann.
"1. ich bin kein professioneller Kesselkürzer, ich bin Schlagzeugbauer.
2. diese Nachteile, von denen du sprichst, sind doch theoretischer Natur, oder wie viele Schlagzeuge hast du schon gekürzt, dass du sagen kannst, dass sich der Kesselgrundton ändert und das stimmbare Frequenzspektrum der Drums nach oben verschiebt?
Ich kann dem nur widersprechen. Kesselkürzungen, und hier reden wir von z.B. Toms, die von 12x10 auf 12x8" oder 12x6" gekürzt werden, haben den selben Kesselgrundton, und lassen sich genauso tief oder hoch wie vorher stimmen.
3. Meine Aussage, dass sich nach der Behandlung meist der Stimmumfang stark erweitert, war nicht auf das Kürzen an sich bezogen, sondern auf das neue graten. Oft sind die Gratungen nachlässig geführt, und dadurch lässt sich das Fell nicht sauber stimmen, vor allem im tiefen Bereich. Saubere, plane Gratungen erweitern hier massiv die Stimmbarkeit, auch ohne Kesselkürzung. Bitte meinen text noch mal lesen, es mag missverständlich klingen, aber durch das Kürzen bekommt der Kessel tatsächlich keinen größeren Stimmumfang. Das Kürzen verursacht, dass der Kessel auch ohne RIMS resonanter ist und mehr Sustain hat, die Felle schwingen sich schneller ein, weil weniger Luft bewegt wird.
also, du kannst gerne anderer Meinung sein, ich sehe aber nicht, dass du sie als Meinung kund tust, sondern als Fakten, und dafür, entschuldige meine Arroganz, hast du zu wenig Hintergrundwissen zu diesem Thema. Ich lade dich herzlich ein, wenn du mal in Hamburg bist, unsere Firma zu besuchen, und wir können dann an Rohkesseln diverse Tests machen, die sicher sehr spannend sind. Wir bauen hier z.B. auch die Adoro Drumsets, es gibt wirklich eine Menge zu sehen; im Showroom haben wir meist an die 5-10 Schlagzeuge in verschiedenster Bauweise anzutesten, und Snare Drums, die bis auf's detail identisch sind, bis auf verschieden dicke Kessel, um auch hier mal klangliche Unterschiede hörbar zu machen. Wir habe von Mo-Fr 10-18h auf, und man kann jeder zeit hier reinspazieren ohne Voranmeldung, in Hamburg Stellingen (Arenen), Bornmoor 14 (noch, wir ziehen bald in größere Räume, ab 2011 dann bitte auf der Website nach aktueller Adresse suchen...