Cavalleria rusticana

von: 22:10

bis: 23:25

Sender: ARTE

Genre: Oper

Sparte: Kultur

"Cavalleria rusticana" wird meistens mit "Sizilianische Bauernehre" übersetzt und erzählt eine Geschichte von Liebe, Tod und Leidenschaft. Der Fährmann Alfio singt darin: "Ich will Blut, dem Zorn geb ich mich hin, in Hass hat meine ganze Liebe sich verwandelt...". Die musikalischen Mittel sind so verständlich wie dramatisch und effektvoll und begleiten die Handlung nuancenreich. Der Komponist Pietro Mascagni hat den Nerv seiner Zeit getroffen und sein "Melodrama" trat den verdienten Siegeszug durch die Opernhäuser der ganzen Welt an. Zum Inhalt der Oper: Der junge Soldat Turiddu war mit Lola verlobt, die jedoch einen anderen heiratete. Jetzt ist er mit Santuzza zusammen, doch immer noch in Lola verliebt. Am Morgen des Ostersonntags in einem sizilianischen Dorf: Turiddu singt ein Lied für Lola, für deren Liebe er sogar sein Leben lassen würde. Die Dorfbewohner kommen zum Ostergottesdienst. Santuzza sucht ihren Geliebten Turiddu bei dessen Mutter Lucia. Lucia weiß nur, dass er im Nachbarort Wein besorgen wollte, doch Santuzza hat in Erfahrung gebracht, dass man ihn zu später Nachtzeit noch im Dorf gesehen hat. Das kann auch Lolas Ehemann, der Fuhrmann Alfio bestätigen, der eben von einer Fahrt zurückgekommen ist und von seiner treuen Frau schwärmt. In der Kirche hat der Ostergottesdienst begonnen. Verzweifelt schüttet Santuzza Mamma Lucia ihr Herz aus: Lola hat sich erneut auf ein Liebesverhältnis mit Turiddu eingelassen und sie, Santuzza, der Turiddo die Ehe versprach, ist nun entehrt und von Kirche und Dorfgemeinschaft ausgeschlossen. Sie bittet Lucia, für sie zu beten. Sie selbst will noch einen letzten Versuch machen, Turiddu für sich zurückzugewinnen. Bis zur Selbsterniedrigung beschwört sie Turiddu, sie nicht zu verlassen, doch dieser stößt sie brutal zurück. In ihrer Verzweiflung verrät Santuzza alles Alfio, Lolas Ehemann. Wie es Brauch und Sitte der Dorfgemeinschaft verlangen, fordert Alfio Turiddu zum Messerkampf auf Leben und Tod heraus. Turiddu verabschiedet sich von seiner Mutter und bittet sie, sich Santuzzas anzunehmen. Er unterliegt Alfio im Zweikampf. / Hass, Eifersucht, enttäuschte Liebe, Rache: Die Uraufführung der "Cavalleria rusticana" 1890 in Rom war ein Welterfolg und gilt als die Geburtsstunde des Verismo, der die Gefühle des einfachen Volkes auf die Bühne bringt. Eine Dorftragödie endet blutig. In dem Bühnenwerk betrügt eine Frau ihren Mann, die Eifersucht führt zur Entdeckung, der Liebhaber muss schließlich den Ehebruch mit dem Tod bezahlen. Der argentinische Startenor José Cura interpretiert in der Erfolgsproduktion des Opernhauses Zürich den Geliebten Turiddu. Die musikalische Leitung hat der italienische Dirigent Stefano Ranzani, der ursprünglich Konzertmeister im Orchester der Mailänder Scala war. Für die Inszenierung zeichnet Grischa Asagaroff verantwortlich.