Quiver

KTU

Veröffentlichung: 2009

Musikstil: Electronica , Progressive Rock

Interessant für: Drums , Gitarre , Keyboards und Synthie

Musicload Preis: 11,95€

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Spieldauer: 45:32

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Nach dem Erstling „8 Armed Monkey“, einem beeindruckenden Live-Mitschnitt der damals noch als Quartett aufspielenden Band um den finnischen Akkordeon-Virtuosen Kimmo Pohjonen, dem Elektronik- Klangtüftler Samuli Kosminen (der die Band 2007 verließ, doch auch auf Quiver als Gastmusiker bei zwei Songs/Arrangements mitmischt), sowie der von King Crimson bekannten Rhythm Section Trey Gunn (guitar) und Pat Mastelotto (drums), gibt es jetzt das 2008 in den The Zone Studios, Texas, sowie in den Seawolf Studios Helsinki aufgenommene zweite Album „Quiver“ zu erleben. Akkordeon, Gitarre, Drums - merkwürdige Besetzung, so scheint es, doch da muss man mal genauer hinhören, denn Kimmo Pojonen, spielt sein Instrument teils auch MIDI-fiziert und steuert so etliche Synthesizer/Sampler/Keyboards- Sounds an, die nun gar nicht nach dem altehrwürdigen Instrument klingen, das hier allerdings dennoch gelegentlich mit seinem markanten Sound aufblitzt. Trey Gunn spielt dazu seine Warr Guitar, und Pat Mastelotto rhythmic devices, beats and noises. So. Nun kann man sich also vorstellen, dass das Ganze doch etwas abgefahrener klingt, und so haben wir es hier in der Tat eher mit Progressive Rock und Electonice-Elementen zu tun. Es erwarten uns 11 abwechslungsreiche Tracks, die in ihrer rhythmischen Komplexität und auch einiger harmonischen Strukturen an King Crimson erinnern, und hier gelegentlich mit recht brachialen, doch meist mit eher subtilen Gitarrensounds in komplexen elektronischen Klanglandschaften daherkommen. Selbst die eher ruhigeren, spacigen Tracks fließen rhythmisch pulsierend dahin, richtig spannend wird es für uns Rhythmiker allerdings bei den eher deftigeren Tracks, in denen Pat Mastelotto mit seiner Kunst, den Prog auch richtig zu rocken, brilliert. Nachdem das Album mit einem eher relaxten Opener („Fragile Sun“) beginnt, gibt es dann mit „Kataklasm“ die volle Kelle Prog-Rock mit Metal-Guitarsounds und Riffs. „Nano“ featured dann tatsächlich einen Akkordeonsound mit sogar teils traditionell anmutenden Melodien über fein ziseliertem rhythmischem Fluss. Und der Titelsong „Quiver“ erinnert sowohl bezüglich der Sounds als auch der rhythmischen Strukturen an die Hochzeit von King Crimson aus den 80er-Jahren („Discipline“/„Beat“/„Three Of A Perfect Pair“ - hiermit nochmals eindringlich allen Progressive-Rock-Fans empfohlen). Der Track „Purge“ könnte auch aus einem der komplexeren Spätsiebziger-Alben von Yes stammen. Das zum Teil von Steve Wilson abgemischte Album kann man jedem Prog-Rock-Fan, der auf besondere Sounds steht, und nicht immer die Heavy-Dröhnung braucht, sondern auch Subtilität zu schätzen weiß, uneingeschränkt empfehlen.

Westpark Music

WECD 87173

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