Fans der „Old Genesis“-Ära wie auch von Marillion oder Saga werden von diesem Album begeistert sein. Dahinschwebende Longtime Tracks mit nicht weniger als acht, neun, zehn und dreizehn Minuten Spielzeit bieten Raum für ausgedehnte Instrumental- Passagen. Da gibt es poetische Monumentalmusik mit unendlichen Gitarrenmelodiebögen, während tobende Keyboards-Fantasy-Sounds zur Ekstase auflaufen, um schließlich wieder in sphärische Atmos abzutauchen. In vielen Momenten fühlt man sich an früher erinnert, an die 70er und 80er Progressive Bands, die mit romantischem Rock- Zauber, mit Mellotron, mächtigen Chören, elektrischen Strings und orchestralen Tom-Fills einen gigantischen Soundkosmos zelebrierten. Als wären IQ die Denkmalpfleger dieses Genres, verführen sie mit ihrem Retro Style in eine fantasievolle „Prog Rock“-Klangwelt, deren Geschichten in großen Bildern erzählt werden. Und Drummer Andy Edwards kann sich hier wunderbar entfalten, weil das Schlagzeug in diesem Genre keineswegs rhythmisches Beiwerk ist, sondern wichtiger kompositorischer Teil, der diese verspielten Tunes mit einem kreativen Groove-Fundament versorgt.
InsideOut Music/SPV
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